Bad Staffelstein
Durchsuchung

Steuerfahnder ermitteln bei IBC Solar

Bei IBC gab es eine Durchsuchung des Firmensitzes in Bad Staffelstein und den privaten Wohnungen der Vorstände. Das Unternehmen soll 23 Millionen Euro Einfuhrabgaben hinterzogen haben, lautet der Vorwurf.
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Neben dem Firmensitz wurden auch die privaten Wohnungen der Vorstände  durchsucht. Foto: Theresa Schiffl
Neben dem Firmensitz wurden auch die privaten Wohnungen der Vorstände durchsucht. Foto: Theresa Schiffl

Wie die Staatsanwaltschaft Hof in einem Pressebericht mitteilte, wird gegen die Firma IBC Solar nach einer Durchsuchung ermittelt. Das Unternehmen soll rund 23 Millionen Euro Einfuhrabgaben hinterzogen haben.

Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt zusammen mit dem Zollfahndungsamt München, mit Dienstsitz in Nürnberg, gegen die Firmenverantwortlichen wegen des Verdachts der Steuerhehlerei, begangen durch den Ankauf von zuvor falsch deklarierten Solarmodulen aus China. Pressesprecherin Annika Bloem von IBC Solar sagte: "Wir kooperieren vollumfänglich mit den Behörden und sind selbst noch dabei, den Sachverhalt zu evaluieren. Daher können wir zum laufenden Verfahren derzeit noch keine Aussage treffen."

Bereits am 29. Oktober hatten rund 70 Zollfahnder gemeinsam mit Steuerfahndern aus Nürnberg den Firmensitz in Bad Staffelstein und die privaten Wohnungen der Vorstände durchsucht.

Herkunft der Module verschleiert?

Im Verlauf anderer Ermittlungen stellten die Fahnder fest, dass der Importeur und Lieferant der aus China stammenden Solarmodule bei der Zollabfertigung die tatsächliche Herkunft absichtlich verschleierte, um somit die fällig werdenden Antidumping- und Ausgleichszölle für Solarmodule aus China zu sparen.

Zwischen März 2015 und August 2016 soll die Staffelsteiner Firma IBC Solar in knapp 60 Fällen die bei der Zollabfertigung zuvor falsch deklarierten Module, vorgeblich mit Ursprung in Indien, Taiwan, Malaysia oder Vietnam, gekauft haben.

Noch am Tag der Durchsuchung gelang es den Ermittlern von Zoll und Staatsanwaltschaft, sechs Millionen Euro Firmenvermögen zu sichern. Die Auswertung der sichergestellten Firmenunterlagen, insbesondere in digitaler Form, dauert derzeit noch an.

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