Burgkunstadt
Spatenstich

Startschuss für Burgkunstadter Freisportanlage

2,9 Millionen Euro kostet das Projekt für die beiden großen Schulen in Nähe zum Kathi-Baur-Altenheim.
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Ehrengäste und Schüler hatten sich zum Spatenstich für die gemeinsame Freisportanlage von Gymnasium und Realschule in Burgkunstadt eingefunden. Sie schaufelten voller Elan und Freude. Foto: Stephan Stöckel
Ehrengäste und Schüler hatten sich zum Spatenstich für die gemeinsame Freisportanlage von Gymnasium und Realschule in Burgkunstadt eingefunden. Sie schaufelten voller Elan und Freude. Foto: Stephan Stöckel

Mit dem symbolischen Spatenstich begann gestern eine neue Ära des Schulsports: In unmittelbarer Nachbarschaft zum Kathi-Baur-Altenheim in Richtung Kirchlein entsteht derzeit die neue Freisportanlage für das Gymnasium und die Realschule Burgkunstadt.

Die Bagger der Firma Rädlinger aus Selbitz sind bereits seit dem 25. Februar am Schaufeln. Kostenpunkt für das zwei Hektar große Sportgelände: 2,9 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert das Vorhaben mit 577 000 Euro. Noch in diesem Frühjahr wird es für Schüler und Lehrer heißen: "Sport frei!" Nicht nur die Ehrengäste mit Landrat Christian Meißner (CSU) an der Spitze freuten sich über den zügigen Fortgang der Bauarbeiten, sondern auch viele Schüler.

Notbehelf bald passé

"Die Wiese, auf der wir derzeit Fußball spielen, ist nur ein Notbehelf. Ich finde es toll, dass hier eine so große Sportanlage mit einem richtigen Fußballplatz entsteht", strahlte Janne Heinz mit der Frühlingssonne um die Wette. Sport ist für den zehnjährigen ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. "Er hält uns gesund und fit", findet der junge Sportler.

"Die vorhandenen Sportanlagen sind nicht ausreichend für die insgesamt 61 Sportklassen an den zwei Bildungseinrichtungen", begründete Kreisbaumeister Stefan Weisser die Maßnahme. Der Landkreis Lichtenfels habe die Schulen 2005 nur unter der Bedingung übernommen, dass die Stadt Burgkunstadt mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau einer Sportanlage nördlich der Kirchleiner Straße schaffe, erläuterte der Redner. Dieser Verpflichtung sei die Kommune nachgekommen.

Das Areal bietet alles, was das Sportlerherz begehrt. Auf einer 100 Meter langen Tartanbahn können die Jungen und Mädchen ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. "Durch die Verbindung der beiden Allwetterplätze ergibt sich eine Umlaufbahn, auf der 200-Meter-Läufe möglich sind", strich Weisser einen Synergieeffekt heraus. Auf dem größeren der beiden Plätze (28 mal 44 Meter) werde Handball, auf dem kleineren (28 mal 20 Meter) Basketball gespielt. Nachwuchskicker toben sich auf einem 40 Mal 60 Meter großen Rasenspielfeld aus. "Wegen der Hanglage musste der Fußballplatz etwas kleiner ausfallen. Üblich ist eigentlich eine Größe von 90 mal 60 Metern", sagte der Experte. Ein Beachvolleyballfeld mit integrierter Kugelstoßanlage, das auch von der Öffentlichkeit benutzt werden kann, und eine Finnenbahn zum Dauerlaufen mit einem weichen Bodenbelag aus Hackschnitzeln runden das Angebot ab.

21 Stellplätze extra

Ein kleines Häuschen beherbergt zwei Umkleideräume und dient darüber hinaus als Abstellraum. Ferner werden 21 Stellplätze errichtet. "Damit entlasten wir die Schule und die Obermainhalle, wo die Parkplätze bei größeren Veranstaltungen sehr schnell ausgebucht sind", sagte der Kreisbaumeister. Im Verlauf der Bauarbeiten werden laut Weisser insgesamt 25 000 Kubikmeter Boden bewegt. Die dabei gewonnene Erde werde zwischengelagert und anschließend von der Stadt Burgkunstadt für den Bau eines Hochwasserdamms verwendet, der östlich der Sportanlage entstehen soll. Der Rasenwall ist Teil des Hochwasserkonzepts der Stadt Burgkunstadt.

Unweit der Kirchleiner Straße fließt der Gartenbach, der in den vergangenen Jahren zweimal über seine Ufer getreten war und das Burgkunstadter Freibad "Kunomare" überflutet hatte. Manuel Kellner vom gleichnamigen Planungsbüro in Bad Staffelstein teilte mit, dass das Sportgelände entlang des Talleitenbachs in Absprach mit dem Wasserwirtschaftsamt mit Bruchsteinen eingerahmt wird. Im Anschluss an die Erdarbeiten werden die Firma John aus Bamberg die verschiedenen Sportstätten und das Stadtsteinacher Bauunternehmen Günther die Parkplätze errichten.

Groß war die Freude über den Bau der Sportanlage bei den Schulleitern Monika Geiger (Realschule) und Thomas Meier (Gymnasium). Letzterer sprach von einem "Tag voller Freude". "Ich freue mich, dass ein schönes Projekt, das schon lange in den Akten liegt, nun endlich realisiert wird" rundete Burgkunstadts Zweite Bürgermeisterin Ulrike Koch den Reigen der Grußwortredner ab.

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