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Eichelsee
Angrillen

Staffelsteiner Bratwurst schmeckt saugut

Die Staffelsteiner Wildschweinbratwurst wurde am Samstag vorgestellt. Die Wurst ist Teil einer Aktion, bei der Regionalität im Mittelpunkt steht.
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Michael Bienlein vom Bayerischen Bauernverband, Kreisbäuerin Marion Warmuth und Landrat Christian Meißner kosten die Staffelsteiner Wildschweinbratwurst. Foto: Marc Tussetschläger
Michael Bienlein vom Bayerischen Bauernverband, Kreisbäuerin Marion Warmuth und Landrat Christian Meißner kosten die Staffelsteiner Wildschweinbratwurst. Foto: Marc Tussetschläger
Dunkler ist die Bratwurstfülle im Inneren. Ein bisschen trockener vielleicht - auch geschmacklich anders. Aber gut, deftig und definitiv einen Versuch wert.

Die Staffelsteiner Wildschweinbratwurst wurde bei einer Aktion des Bayerischen Bauernverbandes zusammen mit der Landmetzgerei Strauß in Eichelsee vorgestellt. Dabei besteht die Bratwurst nicht ganz und gar aus Wild, wie Bernd Strauß sagt. "70 Prozent Wildschwein, 30 Prozent Hausschwein, sonst wird die Wurst zu trocken und hat keine Bindung", sagt der Chef der Landmetzgerei. Bernd Strauß hat das Wildschwein selbst geschossen - er ist seit mehr als 15 Jahren Jäger.

Wichtig sei die Überprüfung des geschossenen Wilds auf den Becquerelwert, also radioaktive Strahlung, und Parasiten wie Trichinen, gibt er bereitwillig Auskunft. Da Wildschweine Allesfresser sind, seien solche Überprüfungen Pflicht.

Die innovative Idee entstand gemeinsam mit Kreisbäuerin Marion Warmuth und dem Bayerischen Bauernverband. Zwei Besprechungen später stand der Plan fest. Sie suchte daraufhin Kontakt zum Landrat: "Ich habe Christian Meißner angerufen und ihn gefragt, ob er mitmacht. Da er sowieso gerne isst, hat er sofort zugestimmt." Vor allem zeige das auch seine Unterstützung der regionalen Landwirtschaft.

Der wiederum sieht seinen Grill-Einsatz ganz entspannt: "Jeder Politiker ist ja auch eine Privatperson. Und gerne gegrillt hab‘ ich schon immer." Meißner sieht solche Aktionen als wichtig an, um auf die Herkunft des Grillguts hinzuweisen.

Regionale Vielfalt bieten

"Die Nachhaltigkeit fängt bei der Entscheidung, was auf dem Grill landet, an", so der Landrat, der damit an die Besucher appelliert, Produkte regional zu erwerben.

Auf die Bedeutsamkeit lokaler Artikel weist auch Michael Bienlein vom Bayerischen Bauernverband hin: "Das ,Angrillen‘ wird in ganz Bayern veranstaltet. Damit wollen wir auf die Wichtigkeit der Regionalität aufmerksam machen und auch die Urproduktion in den Vordergrund stellen."

Im regional beschafften Futter und im lokalen Verkauf ist die ortsnahe Thematik ebenso allgegenwärtig - und betrifft andere Berufszweige: "Was bringt die Bratwurst, wenn wir das ,Weckla‘ nicht haben?", sagt Bienlein, und bezieht sich dabei auf das Bäckerhandwerk. Der Klimaschutz und die Ökologie fange ebenso mit Regionalität und Direktvermarktung an.

Eine lange Schlange vor der Bude

Bernd Strauß sind die kurzen Wege wichtig: Er bezieht seine (Haus-)Schweine von Franz Würstlein aus Unterzettlitz. Wenn die Aktion gut angenommen wird, überlegt sich der Chef der Landmetzgerei, solche Veranstaltungen nicht nur zweimal im Jahr, sondern öfters durchzuführen. Die lange Schlange vor der Bratwurstbude spricht indes eine deutliche Sprache.
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