Michelau
Hallenfußball

Zweibeiner spielen für Vierbeiner

Der Erlös des Benefiz-Hallenturniers der Turbine Michelau ging zur Hälfte an das Lichtenfelser Tierheim.
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Die Siegermannschaft von Sancho Pancho (gestreiftes Trikot) posiert mit der zweitplatzierten Lok Lichtenfels und den Vertretern der Korbmachermönche, den Schirmherren des Hallencups.  Fotos: Klaus Gagel
Die Siegermannschaft von Sancho Pancho (gestreiftes Trikot) posiert mit der zweitplatzierten Lok Lichtenfels und den Vertretern der Korbmachermönche, den Schirmherren des Hallencups. Fotos: Klaus Gagel
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20 Hobbyfußball-Teams traten Samstag in der vollbesetzten Michelauer Mainfeldhalle an - gegeneinander, vor allem aber für den guten Zweck. Zum vierten Mal hatte die "FV Turbine Michelau" zum Hallenfußball-Cup eingeladen. Der Erlös ging in diesem Jahr zu gleichen Teilen an "Helfen macht Spaß" (Benefizaktion des Obermain-Tagblatts) und an das Lichtenfelser Tierheim.

Die Vertreter der beiden Hilfsorganisationen dankten dem ausrichtenden Verein. "Es ist bewundernswert, was die Turbine auf die Beine stellt", sagte Till Mayer von "Helfen macht Spaß". "Mit den Spenden wird sowohl Zweibeinern als auch Vierbeinern geholfen." Rolf Herter, der Vorsitzende des Lichtenfelser Tierschutzvereins, wies auf die vielfältigen Aufgaben hin, für die das Geld eingesetzt wird. Einen Teil der Spenden wolle der Verein zudem in den Ausbau der Quarantänestation stecken.


Verbissene Kämpfe

Neben der gemeinschaftlichen Hilfe stand für die Teams auch der sportliche Wettkampf im Vordergrund. Bereits die Gruppenspiele zeichneten sich durch hohe Kampfbereitschaft aus. Ein hohes Tempo, packende Zweikämpfe, akrobatische Einlagen und präzise Torschüsse bestimmten das Spielgeschehen. Das hohe Niveau der Partien kommt daher, dass in den Teams mit den fantasievollen Namen zu einem erheblichen Teil aktive Fußballamateure spielen, die das Turnier zur Überbrückung der spielfreien Winterzeit nutzen. Obwohl die meisten Teams seit Jahren dabei sind und die Akteure sich gut kennen, wurde auf dem Feld verbissen gekämpft.

In der Vorrunde überraschte vor allem der 5:0-Sieg von Sancho Pancho gegen Sin Nombre. Im Viertelfinale wurde teils erst im Siebenmeterschießen entschieden, welches Team weiter im Rennen blieb. So trennten sich die Larry Bande und der SV 14 Phönix Wiesen hauchdünn mit 8:7. Deutlich klarer ging das Viertelfinale zwischen der Lok Lichtenfels und den Backerts 11 aus: Die Lok überrollte ihre Gegner mit 8:1.

Ins Halbfinale schafften es die Los Borrachos, die Larry Bande, Sancho Pancho und die Lok Lichtenfels. Sancho Pancho feierte einen 0:2-Erfolg gegen die Los Borrachos, die Larry Bande verlor 1:2 gegen Lok Lichtenfels. Weil die Larry Bande auf das Spiel um Platz 3 verzichtete, wurden die Los Borrachos kampflos Dritter.


Durch Fernschuss überrascht

Zwischen Sancho Pancho und der Lok Lichtenfels entwickelte sich ein spannendes Endspiel.
Die Vorentscheidung fiel, als sich der Torhüter der Lok zu weit vom Kasten entfernte und durch einen Fernschuss überrascht wurde. Das 4:1-Endergebnis für Sancho Pancho spiegelt die ausgeglichene Partie nicht wieder, doch Sancho Pancho hatte sich den Titel redlich verdient. Für die Niederlage im Finale konnte sich die Lichtenfelser mit einem Erfolg trösten: Mit zwölf Treffern wurde Lukas Jankowiak von der Lok Torschützenkönig.
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