Laden...
Lichtenfels
Ringen

Zwei Lichtenfelser Urgesteine sagen Ade

Der letzte Saisonkampf des AC Lichtenfels war für Christoph Meixner und Tobias Schütz der letzte in der Bundesliga.
Artikel drucken Artikel einbetten
In seinem letzten Kampf für den AC Lichtenfels musste sich Christoph Meixner (links) gegen Andre Timofeev geschlagen geben. Foto: Gunther Czepera
In seinem letzten Kampf für den AC Lichtenfels musste sich Christoph Meixner (links) gegen Andre Timofeev geschlagen geben. Foto: Gunther Czepera
+5 Bilder

Die Ringer des AC Lichtenfels haben die Saison der 1. Bundesliga ohne Punktgewinn abgeschlossen. Zum Abschluss war der Tabellenletzte, der aber auf Grund der Ligenreform auch im kommenden Jahr in der Beletage ringen darf, erwartungsgemäß chancenlos gegen die Red Devils aus Heilbronn. Das Top-Team aus Baden-Württemberg reiste in starker Besetzung an - keine Selbstverständlichkeit, da das Play-Off-Ticket bereits gelöst war - und siegte mit 24:5.

Dabei wurden lediglich acht der zehn angesetzten Kämpfe ausgerungen. Je eine unbesetzte Gewichtsklasse in den Aufstellungen sorgte für kampflose Punkte auf beiden Seiten. Hannes Wagner, in die 98 kg-Klasse aufgerückt, holte den einzigen Sieg für die Oberfranken.

Die Lichtenfelser Fans verabschiedeten aber alle Kämpfer mit Applaus, besonders aber die Lichtenfelser Urgesteine Christoph Meixner und Tobias Schütz. Beide sind seit Kindertagen im AC aktiv und waren bereits zu früheren Lichtenfelser Bundesliga-Zeiten dabei. Sie verabschiedeten sich in voller Halle aus der Mannschaft. 57 kg, griechisch-römisch: Da der AC in dieser Gewichtsklasse keinen Mann stellte, gingen vier Punkte durch Antritt an Sebastian Kolompar - 0:4. 130 kg, Freistil: Zum Abschluss seiner Karriere glänzte Christoph Meixner mit einer starken Leistung gegen André Timofeev. Von Beginn an entschlossen, setzte Meixner seinen Gegner unter Druck und sorgte für die erste Passivitätsverwarnung gegen den Gast. Dieser konnte die drohende Aktivitätszeit jedoch verhindern, indem er einen Punkt nach außen machte. In der zweiten Runde hielt Meixner seine Position, konnte aber selbst nicht mehr punkte - 0:5. 61 kg, Freistil: Mario Petrov geriet im ungewohnten Freistil gegen Anatolii Buruian bereits in der ersten Runde unter Druck und musste den Kampf dem technisch überlegenen Gegner überlassen - 0:9. 98 kg, griechisch-römisch: Der Lichtenfelser Hannes Wagner traf auf den elf Kilogramm schwereren Jan Zirn. Wagner versuchte von Beginn an in die Offensive zu gehen, was Zirn durch seine Physis unterband und sich seinerseits die erste angeordnete Oberlage sicherte. Aus der vorteilhaften Position folgten keine Punkte, dennoch ging der Gast mit einer 1:0-Führung in die Pause. In der zweiten Runde zahlte sich Wagners hohe Tempo aus. Selbst als aktiverer Ringer in die Oberlage gekommen hatte er den Punkt zum Ausgleich sicher und konnte Zirn unter dem Jubel der Zuschauer zum 3:1-Punktsieg drehen - 1:9.

66 kg, griechisch-römisch: Die Aktivität des Lichtenfelsers Rumen Savchev gegen Christopher Kraemer wurde vom Unparteiischen mit der angeordneten Oberlage belohnt. Zwei Zweierwertungen später führte Savchev 5:0, ehe der Gast um zwei Punkte verkürzte. In Runde 2 drehte sich das Blatt allmählich bis zum 5:8-Endstan - 1:11.

86 kg, Freistil: Darius Mayek traf auf den Neuntplatzierten der diesjährigen Weltmeisterschaft, Taimuraz Friev. Kaum im Kampf, begann der Gast zu punkten. Eine Reihe Zweierwertungen später fand der Kampf ein vorzeitiges Ende - 1:15.

71 kg, Freistil: Lukas Tomaszek traf sicherte sich gegen Saba Bolaghi die erste Wertung. Den zunehmenden Druck des Gastes verteidigte der AC-Athlet gut und ließ in der ersten Runde lediglich einen Punkt zum Ausgleich zu. Im zweiten Durchgang ging der Heilbronner strategischer in den Kampf und siegte mit 6:1 - 1:17.

80 kg, griechisch-römisch: Tobias Schütz hatte bei seinem letzten Kampf im Trikot des AC mit Pascal Eisele keine leichte Aufgabe. Der Gast erarbeitete sich durch seine Aktivität die erste Oberlage. Hier versuchte er die Kopfklammer, seine Spezialtechnik, zu fassen, was Schütz lange gut verteidigte. Eine Unachtsamkeit später fand sich der Lichtenfelser dennoch in dieser Aktion wieder, was innerhalb weniger Sekunden zu drei Wertungen führte. Im zweiten Durchgang war es erneut der Gast, der die Oberlage zugesprochen bekam, diesmal ließ Schütz jedoch keine Punkte zu. -1:20.

75 kg, griechisch-römisch: Alexander Ender stand im letzten Kampf Fabian Fritz gegenüber. Nach einer ersten Aktion, mit der Ender überrascht wurde, rang lange Zeit mit, ehe der Kampf nach angeordneter Oberlage ein vorzeitiges Ende fand - 1:24.

75 kg, Freistil: Der Lichtenfelser Krum Chuchurov wurde mangels Gegner kampflos zum Sieger erklärt - 5:24.D.M.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren