Burgkunstadt
Handball

Von der Hochzeit zum Spiel

In der Landesliga-Partie bei der TS Coburg tauschen die Spieler ihren Anzug kurzzeitig gegen das Trikot der HG Kunstadt.
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Kunstadts Spielmacher Nicklas Oester (links) heiratet am Samstag und wird deshalb nicht gegen die TS Coburg auflaufen. Dafür stellt der Bräutigam aber einen Teil seiner Hochzeitsgesellschaft für einige Zeit frei, so dass seine Teamkameraden beim Aufsteiger auflaufen können.  Foto: Matthias Schneider
Kunstadts Spielmacher Nicklas Oester (links) heiratet am Samstag und wird deshalb nicht gegen die TS Coburg auflaufen. Dafür stellt der Bräutigam aber einen Teil seiner Hochzeitsgesellschaft für einige Zeit frei, so dass seine Teamkameraden beim Aufsteiger auflaufen können. Foto: Matthias Schneider

Für Nicklas Oester ist der Samstag ein besonderer Tag: Der Spielmacher der HG Kunstadt heiratet. Das bedeutet aber auch: Er wird der Herrenmannschaft der HGK beim Auswärtsspiel gegen die TS Coburg (Samstag, 17 Uhr, Angerhalle) fehlen. Allerdings werden seine Teamkollegen, die zur Hochzeit eingeladen sind, kurzzeitig ihren Anzug gegen das HGK-Trikot tauschen.

Da der Hochzeitstermin bereits länger bekannt war, hatten die Kunstadter um eine Verschiebung der Partie gebeten. Aber der Aufsteiger aus Coburg stimmte dieser nicht zu. Doch auf einen ersatzgeschwächten Gegner wird die TS dennoch nicht treffen. Mit Ausnahme von Nicklas Oester wird die HGK in Bestbesetzung auflaufen.

Für die Vestestädter um Trainer Elvedin Mustafic geht es am Samstag am dritten Spieltag zum dritten Mal gegen einen Landesliga-Absteiger. Gegen den HSV Hochfranken (19:33) und beim TV Helmbrechts (23:40) setzte es hohe Niederlagen, so dass die Gastgeber am Samstag bereits unter Zugzwang stehen. Das ist durchaus überraschend, denn die TS hat einen gut eingespielten Kader mit einem Mix aus Nachwuchskräften und erfahrenen Haudegen wie den Ex-Selber Johannes Kempf. Doch sein Leistungsvermögen rief der Aufsteiger bisher nur bedingt ab. Starke Phasen wechselten sich in den bisherigen Partien mit sehr schwachen ab.

Die "Hochzeitsgesellschaft" der HGK tut dennoch gut daran, die Aufgabe in Coburg - auch wegen der ungewöhnlichen Umstände - nicht auf die leichte Schuler zu nehmen. Doch die guten Ansätze aus den ersten 40 Minuten im zurückliegenden Spitzenspiel gegen die HSG Rödental (23:26) stimmen die Kunstadter hoffnungsvoll, allerdings muss die Lakiza-Truppe diesmal über die kompletten 60 Minuten das Tempo hochhalten.

Zudem hat sich bisher gezeigt, wie wichtig für die Kunstadter die Unterstützung aus den Reihen der zweiten Herrenmannschaft ist. Deren Akteure sind längst mehr als "nur" Ergänzungsspieler. Dass das Mannschaftsgefüge intakt ist, beweisen nicht zuletzt die Umstände dieses dritten Spieltags. Und im optimalem Fall haben die Kunstadter am späten Abend dann nicht nur eine Hochzeit zu feiern, sondern auch einen Auswärtssieg.

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