Bad Staffelstein
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Staffelsteiner Aufholjagd im Oberfrankenderby bleibt unbelohnt

Den Herren des SKC Staffelstein reichte im oberfränkischen Bundesliga-Derby eine ausgeglichene Mannschaftsleistung nicht, um die Punkte zu entführen.
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Der Breitengüßbacher Mario Nüßlein zog den Staffelsteinern mit der Weltklasseleistung von 697 Holz im Startpaar den Zahn.  Foto: Sportpress
Der Breitengüßbacher Mario Nüßlein zog den Staffelsteinern mit der Weltklasseleistung von 697 Holz im Startpaar den Zahn. Foto: Sportpress

Beim TSV Breitengüßbach verlor der SKC Staffelstein mit 3:5 (3794:3820). Vor allem, weil die Staffelsteiner im ersten Drittel des Spiels regelrecht überrollt wurden und die folgende Aufholjagd nicht von Erfolg gekrönt war.

Timo Hehl, der es mit dem Breitengüßbacher Neuzugang Marco Scheuring zu tun bekam, startete mit 173 Holz, denen 168 folgten. Damit sah er nach 2:0 Satzpunkten (SP) wie der sichere Sieger aus. Doch sein Gegner kam auf und glich nach Sätzen aus. Der Mannschaftspunkt ging an Scheuring, der mit 663 Kegeln eine neue persönliche Bestleistung spielte und so Hehl (632) deutlich die Grenzen aufzeigte.

Zudem hatte der Staffelsteiner Mathias Dirnberger gegen den furios aufspielenden Mario Nüßlein keine Chance. Der Breitengüßbacher schloss sein Spiel mit 195 und 176 (371) ab und erzielte mit 697 Holz ein Weltklasseergebnis. Dirnberger (628) hatte beim 0:4 klar das Nachsehen. Genau 100 Kegel hatten die Staffelsteiner damit nach den Startpaaren Rückstand.

Anschließend gab Julian Hess gegen Christian Jelitte den ersten Satz knapp mit 166:168 ab. Er musste auch in den folgenden Durchgängen seinem Gegner meist knapp den Vortritt lassen. Beim 0:4 hielt Hess (630) den Kegelrückstand gegen Jelitte (660) aber noch einigermaßen in Grenzen.

Im Parallelspiel leitete Marcus Gerdau gegen Tobias Stark die Aufholjagd ein. Der Breitengüßbacher Kapitän holte sich zwar die beiden ersten Sätze, doch dann trumpfte der Staffelsteiner auf. Mit 173 und 161 Kegeln glich er zum 2:2 aus und hatte mit 635:615 Holz die Nase vorn.

Dennoch führten die Hausherren mit 3:1. Die Holzdifferenz von 110 war eine große Hypothek für das SKC-Schlussduo mit Boris Benedik und Uros Stoklas. Sollte noch etwas Zählbares für die Gäste herausspringen, waren zwei hohe Siege nötig. Stoklas gewann gegen Christian Rennert die beiden ersten Sätze und holte 19 Kegel auf. Benedik brachte gegen den Ex-Staffelsteiner Miroslav Jelinek seine ganze Routine zur Geltung, lag ebenfalls mit 2:0 vorne und hatte ein Plus von 28 Kegel herausgespielt. Zur "Halbzeit" war das SKC-Schlussduo bis auf 63 Kegel herangekommen.

Stoklas hatte Rennert weiter im Griff, schloss mit 171 Holz ab, und sicherte mit 3:1 (626:607) den Teampunkt. Auch Benedik machte weiter Druck, gewann 4:0 und holte dabei Holz um Holz auf. Doch das 643:578 war nicht deutlich genug. Im Endergebnis (3794:3820) fehlten den Staffelsteinern 27 Kegel zum Sieg.

Durch die Auswärtsniederlage liegt der SKC Staffelstein nach fünf Spieltagen im Tabellenmittelfeld auf Platz 6. Vor allem in den Auswärtsspielen tut sich Staffelstein schwer. Mit ausgeglichenem Punktekonto hat der SKC zwar momentan den Anschluss auf die vorderen Plätze verloren, hat aber am kommenden Samstag gegen den siebtplatzierten KC Schwabsberg die Gelegenheit, das Tabellenbild aus seiner Sicht wieder etwas gerader zu rücken.

Die Statistik

TSV Breitengüßbach -

SKCStaffelstein 3820:3794 (13:11 Satzpunkte, 5:3 Mannschaftspunkte) Scheuring - Hehl 663:632 (2:2) Nüßlein - Dirnberger 697:628 (4:0) Jelitte - Hess 660:630 (4:0) Stark - Gerdau 615:635 (2:2) Jelinek - Benedik 578:643 (0:4) Rennert - Stoklas 607:626 (1:3)

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