Bad Staffelstein
Kegeln

Staffelstein fertigt Bamberg ab

Die SKCler feiern einen 7:1-Derbysieg über den Erzrivalen. Marcus Gerdau setzt sich mit 664 Holz an die Spitze der Bundesligaschnittliste.
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Der Tagesbeste Marcus Gerdau (links) gratuliert Miroslav Jelinek (rechts) zu seinem starken Ergebnis. Der Staffelsteiner Teamkapitän Torsten Reiser schließt sich dem an. Mit 7:1 hatten die Kegler vom Obermain ihren Erzrivalen aus Bamberg abgefertigt. Foto: SKC
Der Tagesbeste Marcus Gerdau (links) gratuliert Miroslav Jelinek (rechts) zu seinem starken Ergebnis. Der Staffelsteiner Teamkapitän Torsten Reiser schließt sich dem an. Mit 7:1 hatten die Kegler vom Obermain ihren Erzrivalen aus Bamberg abgefertigt. Foto: SKC

Die Niederlage in Zerbst haben die Bundesliga-Kegler um den Staffelsteiner Teamchef Hans Karl Brütting schnell aus ihren Köpfen bekommen, stand doch am Samstag bereits das Derby gegen den Lokalrivalen Victoria Bamberg an.

Schwache Bamberger

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Die Gäste zeigten bei ihrer 1:7-Niederlage auf der Staffelberg-Bahn eine schwache Leistung, lediglich in der Startpaarung hielten sie dagegen und holten dort auch den Ehrenpunkt. "Mit dieser Niederlage haben wir gerechnet, schließlich stehen uns wichtige Spieler wie Lupu und Craciun aufgrund von Verletzungen derzeit nicht zur Verfügung. Dennoch sind wir mit der gebotenen Leistung zufrieden, wenn man betrachtet, wie das Team zusammengestellt war", meinte der Bamberger Trainer Werner Fritzmann hinterher. Überragend bei den Gastgebern war Marcus Gerdau, der sich mit 664 Kegeln an die Spitze der Schnittliste in der Bundesliga katapultierte.

In der Summe trennten die Rivalen 204 Holz (3728:3524) - ein Klassenunterschied. Der Staffelsteiner Konkurrent um die Vizemeisterschaft, der SKK Raindorf, meisterte seine Aufgabe bei FEB Amberg bravourös und gewann dort mit 7:1 und bleibt den Staffelsteinern, mit zwei Punkten Rückstand auf den Fersen.

Spannung nur zu Beginn

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Anfangs sah es so aus, als würde sich eine spannende Begegnung für die Zuschauer entwickeln. Der SKCler Julian Hess und Bambergs Dominik Kunze legten stark los. Dank des besseren Abräumens hatte Kunze im ersten Satz klar mit 178:158 die Nase vorn. Den zweiten Abschnitt verlor Hess mit nur einem Kegel (147:148). Auch in Durchgang 3 war es ein hin und her. Letztlich sicherte sich der Domstädter vorzeitig den Duellsieg mit 155:153 und machte mit einem 166:162 das 4:0 nach Sätzen perfekt. Hess musste somit trotz guter 620 Holz 27 "Miese" hinnehmen.

Reiser holt hohen Rückstand auf

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Auf der anderen Bahn duellierten sich Torsten Reiser und Bambergs Florian Fritzmann. Hier gewann der SKC mit 159:154 den ersten Satz, verlor aber den zweiten mit 153:163. Als der Staffelsteiner Kapitän die dritte Bahn mit 147:162 abgegeben hatte, sah es nach einer Niederlage aus. Doch Reiser kämpfte um jeden Kegel, während Fritzmann einbrach und nur noch auf 138 Kegel kam. Reiser nutzte dies mit 162 Holz, glich nach Sätzen aus und sicherte seinem Team mit vier Überholz (621:617) den Punkt.

Reisers Teamkollege Marcus Gerdau legte in der Mittelpaarung gleich nach und machte gegen Bambergs Bojan Dukic mit 152:120 etliche Holz wett. Die Victorianer reagierten prompt und wechselten Markus Habermayer ein.

Bamberg wechselt

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Dieser forderte Gerdau alles ab. Dennoch gewann der SKCler seine zweite Bahn mit 167:160. Den Zahn zog der Adam-Riese-Städter dem Gast auf Bahn 3, die er mit 176:154 für sich entschied. Gerdau gab sich mit dem Sieg aber nicht zufrieden. Weitere starke 169 Holz brachten ihm das Tagesbestergebnis von 664 Holz. Habermayer blieb bei 133 Kegeln hängen, womit Gerdau 97 Holz schrieb.

Spannender machte es Radek Hejhal. Er unterlag dem Bamberger Florian Seiler im ersten Satz klar mit 131:159 Holz. Jedoch drehte er anschließend den Spieß um und punktete mit 147:130. In den weiteren Durchgängen lag der Staffelsteiner mit 150:145 und 157:139 vorn und sicherte sich damit klar den Punkt. Unterm Strich kegelte der Tscheche mit 585:573 aber deutlich unter seinem Niveau.

Dirnberger liegt zunächst zurück

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In der Schlusspaarung musste sich Mathias Dirnberger dem Bamberger Thomas Müller ebenfalls geschlagen geben (153:157). Aber der Staffelsteiner Neuzugang konterte mit 148:133 und machte auf der dritten Bahn mit 159 gegen die schwachen 127 von Müller bereits den Sack zu. Der Gast versuchte, noch einen Satz zu gewinnen, was der SKCler allerdings mit 143:141 nicht zuließ.

Miroslav Jelinek erhielt trotz seiner mageren Leistung in Zerbst das Vertrauen von Teamchef Brütting - eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte. Der Tscheche zeigte eine konstante Serie von 160, 160, 165 und 150, die ihm gegen Bambergs Steffen Seidelmann vier Satzgewinne brachten. Der hatte den 635 Holz des Staffelsteiners nur 562 entgegen zu setzen. SKC

Die Statistik

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SKC Staffelstein - Victoria Bamberg 7:1 (16:8 Satzpunkte, 3728:3524 Kegel) Hess - Kunze 0:4 (620:647) Reiser - Fritzmann 2:2 (621:617) Gerdau - Dukic/Habermeyer 4:0 (664:567) Hejhal - Seiler 3:1 (585:573) Dirnberger - Müller 3:1 (603:558) Jelinek - Seidelmann 4:0 (635:562)

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