Lichtenfels
Fußball-Landesliga Nordwest

Spezielle Vorbereitung aufs Derby

Mit der Partie in Coburg wartet ein brisantes Derby auf den FC Lichtenfels. Dafür lässt der Verein seine Spieler extra auf Kunstrasen trainieren.
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Im Hinspiel behielten die Coburger mit Adrian Guhling (vorne) gegen die Lichtenfelser mit Lukas Dietz mit 3:2 die Oberhand. Diesmal wollen die Lichtenfelser den Spieß umdrehen. Foto: Gunther Czepera
Im Hinspiel behielten die Coburger mit Adrian Guhling (vorne) gegen die Lichtenfelser mit Lukas Dietz mit 3:2 die Oberhand. Diesmal wollen die Lichtenfelser den Spieß umdrehen. Foto: Gunther Czepera

Mit einem 3:1-Erfolg gegen den SV Memmelsdorf im Rücken geht der FC Lichtenfels an diesem Samstag (14 Uhr, Dr.-Stocke-Anlage) in ein in vielerlei Hinsicht ganz besonderes Spiel.

Am 21. Spieltag der Fußball-Landesliga Nordwest geht es für die Mannschaft um das FCL-Trainer-Duo Christian Goller/ Oliver Müller zum prestigeträchtigen Derby nach Coburg. Dort wollen Goller und seine Mannschaft noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel begleichen.

Besonderes Derby gegen Coburg

Das Spiel auf eigenem Platz verloren die Lichtenfelser im Sommer mit 2:3. "Natürlich geht es in diesem Spiel auch um Wiedergutmachung, vor allem weil wir im Hinspiel schlecht gespielt und verdient verloren haben. Mit dem Spiel gegen Memmelsdorf haben wir einen guten Maßstab gesetzt, was Aggressivität, Fleiß und Emotionen betrifft. Genau das brauchen wir am Samstag auch und dann werden wir ja sehen, wer gewinnt", richtet Goller eine Kampfansage an den Lokalrivalen.

Doch an diesem Samstag geht es eben nicht nur um Wiedergutmachung für die Niederlage im Hinspiel. Die Rivalität zwischen den beiden oberfränkischen Städten geht über den Sport hinaus, wie Goller anmerkt. "Das wird ein besonderes Spiel, weil zwischen Lichtenfels und Coburg generell Rivalität herrscht, nicht nur im Fußball. Ich hoffe darauf, dass es hektisch und rassig wird. Wenn Derby-Stimmung da ist, sich alles im Rahmen bewegt und das mit Abpfiff wieder vorbei ist, dann ist das wirklich etwas Schönes", wünscht sich Goller Derby-Stimmung auf dem Rasen.

Trainerwechsel brachte nichts

Hinzu kommt eine außergewöhnliche Konstellation: Einige Lichtenfelser Spieler kickten im Laufe ihrer Karriere schon in Coburg und umgekehrt. Zudem trifft Goller wieder auf seinen alten Trainer-Kollegen Alexander Grau.

Der musste als sportlicher Leiter des FC Coburg in dieser Saison bereits den Trainer auswechseln. Eine Trendwende ließ sich seitdem nicht erkennen, die Coburger rangieren derzeit auf dem 17. und vorletzten Platz in der Tabelle, haben aber zumindest Anschluss ans rettende Ufer. Der neue Übungsleiter Frederic Martin holte seit Anfang Oktober in sieben Spielen sechs Punkte.

Dennoch warnt Goller und erwartet "trotzdem ein sehr schweres Spiel, weil die Coburger ums Überleben kämpfen. Sie spielen außerdem auf ihrem kleinen Kunstrasenfeld".

Spielvorbereitung auf Kunstrasen

Um für diese Herausforderung gewappnet zu sein, greift der Verein sogar in die eigene Tasche: "Wir trainieren zur Vorbereitung auch auf Kunstrasen in Bad Staffelstein. Wir werden uns zwar in der Kürze der Zeit nicht daran gewöhnen, wollen den Spielern aber ein wenig ihr Alibi nehmen. Es ist schön, dass unser Verein und Bad Staffelstein uns diese Möglichkeit geben", freut sich Goller.

Ein Dreier in diesem brisanten Derby würde dem FC Lichtenfels nicht nur enormen Aufwind verleihen, sondern auch einen weiteren wichtigen Schritt im Abstiegskampf bedeuten.

Mit 30 Punkten aus 20 Spielen liegen die Lichtenfelser derzeit zwar auf Rang 7, doch darauf will sich Goller nicht ausruhen: "Wenn wir 40 Punkte erreicht haben, dann schauen wir auch nach vorne. Wir müssen einfach weiter Punkte sammeln."

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