Bad Staffelstein
Kegeln

SKC Staffelstein lässt im Topspiel zu viele Chancen liegen

Der SKC Staffelstein bietet dem Rekordmeister aus Zerbst ein Duell auf Augenhöhe, unterliegt aber mit 13 Kegeln.
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Enttäuschung: Nicht nur für Julian Hess, der knapp mit einem Kegel Unterschied unterlag, sondern für die gesamte Mannschaft des SKC Staffelstein wäre im Spitzenspiel mehr drin gewesen,  Foto: SKC
Enttäuschung: Nicht nur für Julian Hess, der knapp mit einem Kegel Unterschied unterlag, sondern für die gesamte Mannschaft des SKC Staffelstein wäre im Spitzenspiel mehr drin gewesen, Foto: SKC

Das Spitzenspiel der Männer-Bundesliga zwischen Tabellenführer Rot-Weiß Zerbst und dem punktgleichen Verfolger SKC Staffelstein war bis zur letzten Kugel spannend. Nur 13 Kegel machten beim 6:2 (3754:3741) den Unterschied für die gastgebenden Zerbster. Bei den Staffelsteinern überwog die Enttäuschung, denn es war mehr drin. Mindestens ein Punktgewinn beim Rekordmeister, der unter seinem Heimschnitt blieb, wäre bei einer Topleistung möglich gewesen. Doch die Staffelsteiner ließen zu viele Chancen ungenutzt.

Die Anspannung bei beiden Mannschaften war von Beginn an spürbar. Der Staffelsteiner Julian Hess startete relativ gut, musste sich jedoch auf der ersten Bahn Manuel Weiß mit 155:160 Holz geschlagen geben. Hess konterte mit 168:166 und übernahm mit einem 158:147 die Führung. Auf der vierten Bahn zeigten beide Spieler auf den letzten Würfen Nerven. Etwas nervenstärker war der Zerbster: Mit 159:149 glich Weiß zum 2:2 aus und setzte sich dank der knapp besseren Holzzahl (632:631) durch.

Im zweiten Duell startete der Staffelsteiner Torsten Reiser verhalten. 142 und 146 Holz reichten auf den ersten beiden Bahnen gegen Matthias Weber (152 und 174) nicht für einen Satzpunkt. Doch dann folgte eine Aufholjagd: Reiser glich mit 172:159 und 166:149 aus. Wieder mussten die Gesamtkegel entscheiden, wieder hatte ein Zerbster das bessere Ende für sich. Durch das 634:627 holte Weber das 2:0 in der Gesamtwertung für die Gastgeber.

Ausgleich in den Mittelpaarungen

In den Mittelpaarungen folgten die nächsten engen Partien. Rot-Weiß-Spieler Jürgen Pointinger zauberte 172 Kegel auf die Bahn, Gegner Radek Hejhal (160) konnte nicht folgen. Doch der Staffelsteiner schlug mit einem 164:155 auf Bahn 2 zurück. Durchgang 3 ging mit 156:154 wieder an die Gastgeber. Auf der Schlussbahn hätte Pointinger mit dem letzten Wurf in die Vollen "nur" eine Fünf spielen müssen, um zumindest ein Remis zu erreichen, aber er schob genau in die Mitte - nur vier Kegel fielen. So gewann Hejhal mit 162:156 und hatte in der Summe beim Stand von 2:2 ein Holz (640:639) mehr erzielt.

Gerdau gewinnt mit 3:1

Sein Teamkollege Marcus Gerdau nutzte die Anfangsschwierigkeiten von Fabian Seitz und gewann Satz 1 mit 160:148. Dann "explodierte" der Zerbster mit 182 Holz, Gerdau (153) blieb nur die Zuschauerrolle. Doch die größere Konstanz zeigte der Staffelsteiner und sicherte sich gegen den schwächelnden Seitz die nächsten beiden Durchgänge (159:141 und 164:132). Das 3:1 bedeutete für die Staffelsteiner den 2:2-Ausgleich in der Teamwertung. Im Gesamtkegelergebnis betrug der Vorsprung vor den Schlusspaarungen 26 Holz.

Gästespieler Mathias Dirnberger war gegen Thomas Schneider in der Außenseiterrolle, schlug sich aber bravourös. Dem 161:174 auf der Startbahn ließ der Staffelsteiner ein 160:155 folgen. Dirnbergers Niederlage zeichnete sich dann bei der durchwachsenen Leistung auf Bahn 3 (139:149) ab. Zwar ließ er mit 158 Kegel ein gutes Ergebnis folgen, doch Schneider behielt mit 167 die Oberhand. Mit dem 3:1 (645:618) holte Schneider das 3:2 und ein Holz Vorsprung für die Zerbster.

Jelinek nicht in Topform

Im letzten Duell starteten Miroslav Jelinek (Staffelstein) und Boris Benedik (Zerbst) schwach. 137 Holz reichten dem Zerbster mit drei Kegeln Vorsprung zum 1:0 Der Tscheche im Trikot des SKC glich mit einem 164:149 aus, konnte den Aufwind aber nicht in die weiteren Durchgänge mitnehmen und unterlag auf der nächsten Bahn klar mit 145:160. Da auch der vierte Durchgang mit 146:155 verloren ging, lag Zerbst in der Gesamtkegelwertung vorn und sicherte sich so den etwas glücklichen Heimsieg.



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