Michelau

SK Michelau siegt überraschend deutlich

Seit einigen Runden schon ist der SK Michelau Tabellenführer in der Schach-Bezirksliga West.
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Der Top-Scorer der Michelauer, Alfons Schüpferling, blieb auch in Weidhausen unbesiegt. Foto: Häggberg
Der Top-Scorer der Michelauer, Alfons Schüpferling, blieb auch in Weidhausen unbesiegt. Foto: Häggberg

Doch der selbst erklärte Aufstiegsaspirant wird gejagt und hat die härtesten Prüfungen noch vor sich. Die diesmal ersatzgeschwächten Mannen vom Obermain fertigten am vergangenen Spieltag beim Auswärtsspiel in Weidhausen den dortigen Schachklub mit 7:1 ab.

Bezirksliga West

SK Weidhausen II - SK Michelau 1:7

Die Weichen für den deutlichen Sieg stellte nach zwei Stunden Spielzeit ausgerechnet Ersatzmann Günther Rieger. Schon früh, und das auch noch mit den schwarzen Steinen, ergriff er die Gelegenheit, Aktivität zu entwickeln. Nach 20 Zügen demolierte er in Angriffslaune siegreich die Königsstellung von Hans Kugelberg, dessen König er ins Zentrum trieb.

Zu dieser Zeit sollte es noch nicht so aussehen, als ob Michelaus Spitzenspieler Kurt-Georg Breithut viel aus seiner Stellung quetschen könnte. Zu gesund stand die Stellung von Frank Gugisch da. Aber der Michelauer zog erst das Tempo an und wickelte dann in ein gewonnenes Endspiel ab, in dem sein Turm die feindlichen Bauern mühelos abgraste.

Für einen kleinen Knick sollte die Partie zwischen Benjamin Zerr und Volker Herdin sorgen. DemWeidhausener Herdin war positionell nicht beizukommen. Schon bald gehörten ihm wichtige Einbruchsfelder in Zerrs Stellung. Daran sollte sie letztlich zugrunde gehen.

Das neuerliche Hoch zum zwischenzeitlichen 3:1 für den Gast leitete dann Gert Grüner ein. Er setzte den unnötigen Flügelaktivitäten von Finn Knauers eine druckvolle Öffnung des Zentrums entgegen. Dort schuf sich der Michelauer auch den Vorposten, der für die klassische Abschlusskombination nötig war.

Dann punktete auch Markus Häggberg für Michelau, weil Norbert Rehe zu optimistisch angriff, Material "veropferte" und Häggberg nur leichte Drohungen abzublocken hatte.

Den Siegpunkt für Michelau holte dann Alfons Schüpferling. Er bestätigte seine derzeit gute Form und holte in seinem vierten Spiel den vierten Sieg. Mit Ruhe und Umsicht öffnete er am Königsflügel die halboffenen Linien, auf denen sich seine Figuren dem gegnerischen Monarchen todbringend näherten.

Sein Bruder Andreas Schüpferling sollte es ihm gleichtun. Er verzettelte allerdings gleich nach misslungener Eröffnung einen Bauern. Hätte sein Widersacher Dieter Günther nicht in gewonnener Stellung einen Läuferangriff übersehen, dann hätte er nicht die Figur eingebüßt.

Den Schlusspunkt zum 7:1 setzte Edgar Schaller. Er gewann gegen Manfred Knauer mittels eines Doppelangriffs der Dame einen Zentrumsbauern.

Noch könnte man die Auftritte des SK Michelau als Schaulauf betrachten. Doch schon in der nächsten Runde am 2. Februar wartet mit dem auf Rang 3 liegenden, starken Team des SC Bamberg III ein echter Prüfstein auf die Michelauer.MH

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