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Handball

SG Kunstadt/Weidhausen bezahlt Pflichtsieg teuer

Der 26:25-Heimsieg der Landesliga-Handballerinnen der SG Kunstadt/Weidhausen wird durch die schwere Verletzung von Anja Pitterich getrübt.
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Sehenswerte Flugeinlagen präsentierte Außenspielerin Marie Berghold beim Heimsieg der SG Kunstadt/Weidhausen gegen den TSV Wendelstein. Foto: Matthias Schneider
Sehenswerte Flugeinlagen präsentierte Außenspielerin Marie Berghold beim Heimsieg der SG Kunstadt/Weidhausen gegen den TSV Wendelstein. Foto: Matthias Schneider

Mit einem wichtigen Heimsieg haben die Landesliga-Handballerinnen der SG Kunstadt/Weidhausen die Hinrunde beendet. Dank des knappen, aber verdienten 26:25 (15:11)-Erfolgs gegen den TSV Wendelstein kletterte die Spielgemeinschaft auf den achten Tabellenplatz. Mit zwölf Pluspunkten liegt das Team von Trainerin Christine Gahn im Soll, musste gegen den Tabellenletzten aber bis zum Schluss zittern.

"Ich bin einfach nur glücklich, dass wir diese beiden Punkte geholt haben", bilanzierte Gahn kurz und trocken, aber auch sichtlich erleichtert den erneuten Nervenkrimi ihrer Mannschaft. Die hatte es verpasst, gegen den Gast aus Mittelfranken vorzeitig alles klar zu machen. Denn trotz des 0:2-Rückstands aus der sechsten Minute hatte die SG vor allem in der ersten Halbzeit Gegner und Spiel im Griff.

Wendelstein mit Moral

Angetrieben von Steffi Kübrich und Marie Berghold hatten die Damen vom Obermain den verschlafenen Auftakt korrigiert und gingen mit 5:3 (13.) in Führung. Erneut auffallend: fast alle Feldspielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein. Doch auch der Tabellenletzte trat in der Breite gut aufgestellt auf und ließ sich selbst vom 13:9 für die SG durch Vanessa Staudt in der 23. Minute nicht entmutigen. Bis zur Halbzeit blieb der Rückstand konstant bei vier Toren.

Kaum jemand in der Mainfeldhalle hätte zu diesem Zeitpunkt noch mit einem Krimi gerechnet. Die SG fand zwar nach dem Wiederanpfiff zögerlich ins Spiel, hielt den Vorsprung aber bis zum 17:13 (36.) konstant. Danach häuften sich aber die technischen Fehler der Gastgeberinnen, die zum ersten Mal in der Saison auch Schwächen vom Siebenmeterpunkt zeigten. Nur ein einziger von insgesamt vier Versuchen fand den Weg ins Ziel. Das hielt den TSV im Spiel. Wendelstein präsentierte sich nicht wie ein abgeschlagenes Schlusslicht, sondern war in der Offensive über das Duo Jana Stigler und Johanna Möller gefährlich.

Auch deshalb kam der Gast noch einmal auf 19:17 (41.) beziehungsweise 22:20 (46.) heran. Spätestens nach dem 26:23 durch Lina Pühlhorn in der 57. Minute war sich das Michelauer Publikum sicher, dass nichts mehr anbrennen würde. Die Zuschauer hatten die Rechnung aber ohne die niemals aufsteckenden Gäste gemacht.

Pitterich verletzt sich schwer

Der SG-Angriffsmotor kam ins Stocken, und der TSV erzielte 80 Sekunden vor Abpfiff den 25:26-Anschlusstreffer. Mit etwas Glück retteten die Gastgeberinnen den knappen Vorsprung über die Zeit. Ausgelassene Freude über den erfolgreichen Hinrundenabschluss kam bei der SG aber nicht auf, da sich Anja Pitterich schwer am Knie verletzt hatte.

SG Kunstadt/Weidhausen: K. Pitterich, Fritz - Kübrich (5), Staudt (4), Glaß (3), Held (3), Baier (3), Berghold (2), Pühlhorn (2), Seufert (1), Freitag (1), Bauer (1), Schnack (1/1), A. Pitterich.

TSV Wendelstein: Nägele, Hellfaier - Möller (5/1), Stigler (5), Grüßner (4), Gocke (4), Grosam (4), Krauß (2), Buchard (1), Heckel von Strenge, Galonska, Würsig, Wiedenhöfer, Brückel.

Schiedsrichter: Cudd / Dams.