Burgkunstadt
Handball

SG Kunstadt/Weidhausen: Sekunden fehlen zur Überraschung

Durch einen späten Gegentreffer unterliegt Landesligist SG Kunstadt/Weidhausen Spitzenreiter ESV Regensburg II mit 26:27.
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15 Sekunden vor Spielende markierte Nora Glaß in dieser Szene den 26:26-Ausgleichstreffer für die SG Kunstadt/Weidhausen, doch der ESV Regensburg II schlug nochmals zurück.  Foto: Matthias Schneider
15 Sekunden vor Spielende markierte Nora Glaß in dieser Szene den 26:26-Ausgleichstreffer für die SG Kunstadt/Weidhausen, doch der ESV Regensburg II schlug nochmals zurück. Foto: Matthias Schneider

Der wacker kämpfende Landesliga-Aufsteiger SG Kunstadt/Weidhausen zeigte im Heimspiel gegen Tabellenführer ESV Regensburg II eine imposante Leistung, belohnte sich in der hochklassigen Partie aber nicht mit einem Punkt. Kurz vor der Schlusssirene fiel der Gegentreffer zum 26:27 (11:15). Das Publikum feierte die Gastgeberinnen dennoch mit stehenden Ovationen für den tollen Auftritt.

Die Gäste zeigten über 60 Minuten, dass die Meisterschaft nur über sie führt. Schnelles Passspiel, Torabschlüsse aus allen Positionen und ein hohes Tempo kennzeichneten das Spiel des ESV. Schnell lag Regensburg dank der starken Linda Baumgardten mit 4:0 in Front (6.). Die zuletzt viermal ungeschlagene SG brauchte einige Zeit, um sich an dieses Tempo zu gewöhnen. Zudem fiel Fabienne Seufert (krank) aus. Auch deshalb bestimmten die Gäste über weite Phasen die erste Halbzeit und enteilten nach dem Zwischenspurt von 10:7 (19.) auf 13:8 (24.). Die SG präsentierte sich aber in der Offensive vor allem über Nadine Freitag treffsicher, so dass sich der Rückstand zur Halbzeitpause noch in Grenzen hielt (11:15).

Steigerung in der zweiten Halbzeit

Und die Spielgemeinschaft war nach dem Seitenwechsel sogar in der Lage, einen Gang hochzuschalten. Vor allem in der Defensive agierte sie nun konzentrierter. Gerade Nora Glaß kämpfte auf der vorgezogenen Mitte gegen Sophia Peter bis zum Umfallen. Obwohl die weiterhin gefährlichen Anspiele auf Kreis-Spielerin Annelie Galgenmüller nicht völlig verhindert werden konnten, schmolz der Regensburger Vorsprung dank der Treffer von Lina Pühlhorn am Kreis. Großen Anteil an der Aufholjagd hatte auch Torfrau Kerstin Pittereich, die tolle Paraden zeigte.

In der Offensive zeigte sich die große Variabilität der SG: Wen immer Trainerin Gahn einwechselte, wenig später sorgte die neue Spielerin für einen Treffer. Dies galt sowohl für Lena Bauer als auch für Melanie Riedel, Vanessa Staudt und Marie Berghold. Die SG war nun sogar überlegen: Steffi Kübrich erzielte den Ausgleichstreffer zum 21:21 (50.), wenig später gelang Marie Berghold das 22:21 (51.).

Die Teams lieferten sich nun ein dramatisches Finale auf Augenhöhe.

Selbst das 24:26 (59.) konterte die SG 15 Sekunden vor Spielende zum 26:26. Die Halle stand kopf. Im Stil einer Spitzenmannschaft nutzte aber der ESV die letzten Sekunden zum entscheidenden Treffer, der Annalena Kessler per Heber gelang. mts

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