Bamberg
Basketball

Schlagabtausch geht an Tel Aviv

Nach einem Spiel mit vielen Führungswechseln unterliegen Bambergs Basketballer in der Euroleague beim israelischen Meister mit 88:90.
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Bambergs Ricky Hickmann (links) setzt sich hier gegen John Dibartolomeo durch. Foto: Archiv/Daniel Löb
Bambergs Ricky Hickmann (links) setzt sich hier gegen John Dibartolomeo durch. Foto: Archiv/Daniel Löb
Wie zwei angeschlagene Boxer stiegen am Donnerstagabend beide Teams, die jeweils vier ihrer letzten fünf Euroleague-Partien verloren hatten, in den Ring, sprich aufs Parkett der gefüllten Menora-Mivtachim-Arena. Beide Kontrahenten mussten auf Leistungsträger verzichten. Bei Tel Aviv fehlte der Amerikaner Norris Cole. Der zuletzt angeschlagene Deshaun Thomas (Knie) war mit von der Partie. Die Bamberger vermissten weiter die Langzeitverletzten Elias Harris, Luka Mitrovic und Bryce Taylor.
Nach 40 Minuten waren die Bamberger k.o. Mit 90:88 (39:41) triumphierte der fünfmalige Euroleague-Champion aus Tel Aviv.


Top Acht in weiter Ferne

Mit dieser Niederlage schwindet das Ziel des Brose Teams - ein Platz unter den ersten acht - bereits am zweiten Rückrundenspieltag in weite Ferne. Von den verbleibenden 13 Partien müssten die Bamberger wohl neun gewinnen, um ein ausgeglichenes Punktverhältnis aufzuweisen, was nötig sein dürfte, um Rang 8 zu erreichen.


Lo und Staiger treffen

Den ersten Punch setzten die Bamberger nach acht Minuten, als Maodo Lo, Lucca Staiger und der bis dahin glücklose Dorell Wright je einen Dreier zur 25:20-Führung zum Viertelende trafen. Als Staiger gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts den nächsten Distanztreffer einschlagen ließ, und die Bamberger weiter konstant punkten, rief der kroatische Coach der Gastgeber, Neven Spahija, seine Mannen zur Auszeit. Doch die Franken blieben am Drücker.


Musli mit starkem Beginn

Dejan Musli, der stark begann und neun der ersten 14 Brose-Punkte erzielte, sorgte mit einem Drei-Punkte-Spiel für das 35:29 aus Gästesicht. Doch die Treffer der Bamberger zeigten keine Wirkung bei Maccabi, die mit schnellem Umschalten auf Angriff immer wieder leicht zu Körben kam. Mit einem weiteren Fast-Break glich Jonah Bolden aus, und Pierre Jackson warf die Gastgeber in Führung. Dabei hatte Trainer Andrea Trinchieri vor dem schnellen Spiel der Israelis gewarnt. Leon Radosevic und per Freiwürfen Ricky Hickman, der beim letzten Titelgewinn von Tel Aviv 2014 noch das Maccabi-Trikot trug, sorgten für die 41:39-Führung.


Wright trifft nicht

Wright traf bis dahin nur einen seiner neun Würfe, wurde sogar dreimal geblockt, Hickman ging bei fünf Versuchen gar leer aus. Die wenigen Bamberger Fans in der Arena sahen zu Beginn von Hälfte 2 die Felle des Brose-Teams davonschwimmen, als Tel Aviv mit einem 7:0-Lauf das Blatt wendete. Zwei dumme Foulaktionen in einer Szene von Jackson, die Fouls 3 und 4 für den Maccabi-Topscorer, bestrafte Hickmann mit zwei Freiwürfen und einem Dreier. Als Nikos Zisis und Hickman, bei dem Licht und Schatten im Minutentakt wechselten, von außen einnetzten, führten die Trinchieri-Mannen mit 52:46. Zweieinhalb Minuten später stand es jedoch wieder 55:55. Die letzten Punches im dritten Viertel setzte John Dibartolomeo mit acht Punkten innerhalb von 50 Sekunden und auf der Gästeseite Musli, der seine Farben in Front hielt (65:66).
Der Schlagabtausch ging im Schlussdurchgang weiter. Dibartolomeo scorte für Maccabi, und Hickman antwortete eindrucksvoll. Mit drei Dreiern in zwei Minuten brachte er sein Team mit 75:69 in Front und dunkte sogar wenig später ein Alley-oop-Anspiel von Zisis ein.
In der Folge übernahm bei den Gastgebern Michael Roll, während Musli und Hackett bei Bamberg für einen 87:81-Vorsprung sorgten. Dreieinhalb Minuten waren noch zu spielen.


Hickmann leitet mit unsportlichem Foul Niederlage ein

Hickmans unsportliches Foul nutzte Jackson zu vier Freiwurfpunkten (85:87). Und der 1,78 m kleine Amerikaner ließ nach dem zehnten Bamberger Ballverlust einen Dreier zur Wende folgen (88:87). Trinchieri vertraute am Ende wieder seinen Routiniers. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ließ Hackett 140 Sekunden vor Schluss einen Freiwurf liegen, den einzigen des Teams. Den K.o.-Schlag setzte 1:26 Min. vor der Schlusssirene Deshaun Thomas. Bis zum Ende vergaben für Bamberg noch Rubit, Zisis, Hickman und Hackett die Chance zum Ausgleich.




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