Lichtenfels
Segelfliegen

Lichtenfelser Philipp Lauer ist Weltmeister

Philipp Lauer vom Aero Club Lichtenfels gewinnt mit der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft der Junioren die Goldmedaille.
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Konzentration vor dem Start: Der Lichtenfelser Philipp Lauer flog in der LS 4b (LI) bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Ungarn zur Goldmedaille.  Foto: Aero Club Lichtenfels
Konzentration vor dem Start: Der Lichtenfelser Philipp Lauer flog in der LS 4b (LI) bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Ungarn zur Goldmedaille. Foto: Aero Club Lichtenfels

Die 80 besten Jungpiloten aus 15 Nationen kämpften drei Wochen in Szeged im Süden Ungarns bei den Segelflug-Weltmeisterschaften der Junioren um die Medaillen in der Clubklasse, der Standardklasse sowie in der Teamwertung. Und ein Lichtenfelser stand ganz oben auf dem Podest. Philipp Lauer vom Aero Club holte mit der deutschen Mannschaft Gold.

Die sechs Juniorpiloten des deutschen Teams holten nach elf anspruchsvollen Wertungstagen bei heißem Wetter und teilweise nur schwacher Thermik mit großem Vorsprung souverän den Weltmeistertitel im Team-Cup vor Großbritannien und den Niederlanden.

In der Clubklasse bildeten Philipp Lauer, Max Dorsch (AC Bamberg) und Tobias Pachowsky (FC Eichstätt) ein erfolgreiches Team. Bereits zu Beginn des Wettbewerbs machte das Trio mit vorderen Platzierungen, Tagessiegen sowie geschlossenen Teamleistungen auf sich aufmerksam - und das obwohl die Tagesaufgaben durchweg sehr ambitioniert und anspruchsvoll waren. Besondere Herausforderungen an die Piloten stellten die Querungen der Donauniederungen im Westen und der feuchten Flussauen der Theis im Osten des Wettbewerbsgebietes. Zudem war die Thermik in der sehr gleichmäßigen und flachen ungarischen Tiefebene immer sehr früh am Tag verschwunden, was die taktischen Überlegungen sehr einschränkte. Frühe Außenlandungen auf den ungarischen Feldern bei der längsten ausgeschriebenen Strecke von mehr als 500 Kilometern am sechsten Wertungstag haben in der Einzelwertung für die deutschen Clubklasse-Piloten ein noch besseres Ergebnis verhindert.

Bronze für Max Dorsch

Lauer freute sich nicht nur über den Weltmeistertitel, sondern auch über eine starke Platzierung in der Einzelwertung - Rang 6 unter 44 Teilnehmern in der Clubklasse. Sein Bamberger Teamkamerad Max Dorsch holte die Bronzemedaille vor dem Eichstätter Tobias Pachowsky. Einen Doppelsieg feierten in dieser Klasse die britischen Nachwuchspiloten.

In der Einzelwertung der Standardklasse stellte das deutsche Team mit Simon Schröder (AC Bad Wörishofen) den Weltmeister. Simon Briel (LSV Homberg-Ohm) wurde Vizeweltmeister, Robin Sittmann (AC Rhein-Nahe) Fünfter.

Einen großen Anteil an den guten Ergebnissen der Deutschen hatte auch die umsichtige Teamleitung. Zu dieser gehörte auch der Lichtenfelser Jan Kretzschmar als Chefmeteorologe sowie Gerd Peter Lauer als Coach und Betreuer von Philipp Lauer. gpl

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