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Lichtenfelser machen es im Derby spannend

Die Lichtenfelser Oberliga-Ringter feiern zum Saisonauftakt einen 15:11-Sieg über den oberfränkischen Rivalen aus Burgebrach.
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Der Lichtenfelser Neuzugang Lukas Tomaszek (rechts) attackiert den Burgebracher Josef Giehl mit einem Beinangriff. Der ACL-Youngster triumphierte bei seinem Debüt mit 9:0 Punkten. Foto: Gunther Czepera
Der Lichtenfelser Neuzugang Lukas Tomaszek (rechts) attackiert den Burgebracher Josef Giehl mit einem Beinangriff. Der ACL-Youngster triumphierte bei seinem Debüt mit 9:0 Punkten. Foto: Gunther Czepera

So sieht ein gelungener Einstand aus! Mit dem Derby gegen den TSV Burgebrach starteten die Lichtenfelser Oberliga-Ringer in die Saison 2018. Dabei durften die 320 Fans gespannt sein, welche Mannschaft der ACL auf die Matte schicken würde. Die Vorbereitung des neuen Trainers Venelin Venkov scheint den Jungs gut getan zu haben, so wussten diese doch auf der Matte zu überzeugen.

Auf der Trainerseite von Burgebrach sah man ein bekanntes Gesicht. Michael Giehl, der viele Jahre für den ACL auf Punktejagd ging, konnte mit einigen Spitzenringern und Athleten mit Zweitligaerfahrung aufwarten. 57 kg, Freistil: Im ungewohnten und ungeliebten Freistil ging Mario Petrov für den ACL auf die Matte. Für die Gewichtsklasse 61 Kilo griechisch geplant, kochte er auf 57 Kilo ab, um dem Burgebracher Spitzenathlet Dragos Cimpanu aus dem Weg zu gehen. Die Rechnung ging auf, denn gegen Phillipp Kellner gewann Petrov mit Durchdrehern in der Bodenlage mit 16:0 und brachte nach 1:21 Minuten die ersten vier Mannschaftspunkte auf die Habenseite.

Zwei ungleiche Duelle

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130 kg, griechisch-römisch: Der zweitligaerfahrene Burgebracher Jens Brosowski hatte den aufgerückten Tobias Wagner nach 53 Sekunden geschlagen.

61 kg, gr.: Dragos Cimpanu ist ein Punktegarant für den TSV. Das wussten auch die Verantwortlichen um Mannschaftsführer Heiko Scherer und Trainer Venelin Venkov. So wurde kurzerhand Nachwuchsringer Phillipp Ender aus der zweiten Mannschaft in die "Erste" befördert. Ihn ereilte nach 58 Sekunden das gleiche Schicksal wie Tobias Wagner - ein 0:16. Damit ging der TSV mit 8:4 in Führung.

98 kg, Fr.: Zwei alte Bekannte trafen in 98-Kilo-Klasse aufeinander. ACL-Kapitän Christoph Meixner traf auf Michael Giehl. Der Burgebracher Trainer und Meixner lieferten sich ein spannendes Duell über sechs Minuten. Zwei Einser-Wertungen von Meixner glich Giehl mit einer Zweier-Wertung am Mattenrand aus. Doch "Mixi" machte weiter Dampf und ging mit einem Beinangriff mit 5:3 in Führung. Giehl kam zwar noch auf 5:4 heran, der Sieg blieb aber in der Roten Ecke bei Meixner (5:8).

Freistilkünstler am Werk

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66 kg, Fr.: Mit dem Bulgaren Krum Chuchurov und dem Spanier Yunier Castillo trafen zwei Freistil-Künstler aufeinander. Die 1:0-Führung des AClers drehte Castillo mit einem Konter und einer Zweier-Wertung um. Krum merkte man seine lange Verletzungspause an. Trotzdem marschierte er vorwärts. Mit der letzten Aktion glich Krum zum 4:4 aus, doch die Punkte gingen aufgrund der zwei erzielten Zweier-Wertungen nach Burgebrach. Somit ging es mit 5:9 in die Pause.

86 kg, gr.: Im nächsten Duell traf der deutsche Meister Hannes Wagner auf den Ungarn Patrik Szabo. Wagner machte mächtig Dampf und ging nach einem Verwarnungs-Einser in Führung. Die nächsten Punkte gingen allerdings an Szabo, der einen Angriff des AClers am Mattenrand konterte. Wagner war deutlicher aktiver. In der Bodenlage blockte der Gast aber alle Versuche des Lichtenfelsers ab und ließ keine Wertung zu. Der Ausgleich nach der dritten Passivitätsverwarnung von Szabo nutzte Wagner aber nichts, denn aufgrund der höheren Wertung ging der Sieg an den Burgebracher. Der ACL lag nun schon 5:10 im Rückstand.

71 kg, gr.: Christian Lurz bekam keinen Gegner gestellt. So gingen vier Mannschaftspunkte an den ACL - Stand 9:10.

Thumshirn zeigt seine Klasse

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80 kg, Fr.: Greco-Spezialist Achim Thumshirn kann auch Freistil. Der Lichtenfelser zeigte gegen Alexander Giehl beim 11:2-Sieg seine ganze Klasse. Seine 3:0-Mannschaftspunkte brachte dem ACL die 12:10-Führung.

74 kg, Fr.: "Ich war schon ziemlich nervös", meinte Lukas Tomaszek nach dem Kampf. Auf der Matte merkte man dem ACL-Neuzugang aus Bamberg dies in keinster Weise an. Immer im Vorwärts-Gang und mit schönen Beinangriffen zermürbte er seinen Gegner Josef Giehl mit 9:0 Punkten. Damit feierte der trainingsfleißige ACler einen gelungenen Einstand. Die Fans werden noch viel Freude mit ihm haben. Mit der 15:10-Führung hatte Lichtenfels den Mannschaftssieg bereits vor dem letzten Kampf in trockenen Tüchern.

74 kg, gr.: Rumen Savchev ging gegen den Burgebracher Dominik Winkler offensiv ans Werk, doch der TSVler konterte und nutzte am Mattenrand eine Unachtsamkeit des AClers und holte sich mit einem schönen Armzug die 4:0-Führung. Mit einer Zweier-Wertung verkürzte Savchev musste aber gleich darauf eine Passivitätsstrafe hinnehmen. Den 2:5-Rückstand glich der Lichtenfelser mit Einser-Wertungen aus. In der Bodenlage gelang dem ACler keine Wertung. So bekam Winkler aufgrund der höheren Wertung einen Mannschaftspunkt.

Nächstes Derby am Samstag

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15:11 hieß es am Ende. Die AC-Fans feierten den ersten Heimsieg 2018. So kann es weitergehen, wenn bereits am nächsten Samstag der Oberliga-Meister 2017, der SV Johannis Nürnberg II, zum Korbmarkt-Kampf in der AC-Halle gastiert. rhi



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