Lichtenfels
Ringen

Lichtenfelser gewinnen immerhin zwei Duelle gegen Meister

Knüppeldick kommt es derzeit für die Ringer des AC Lichtenfels in der Bundesliga Südost.
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Der Lichtenfelser Hannes Wagner (rot) konnte mit einem Punktsieg seinen Nationalmannschaftskollegen Roland Schwarz zur Freude der heimischen Fans besiegen. Foto: Gunther Czepera
Der Lichtenfelser Hannes Wagner (rot) konnte mit einem Punktsieg seinen Nationalmannschaftskollegen Roland Schwarz zur Freude der heimischen Fans besiegen. Foto: Gunther Czepera

Nachdem in der Vorwoche bereits zwei Kämpfe innerhalb von drei Tagen angestanden waren, folgte am vergangenen Wochenende der nächste Doppelkampftag. Am Samstag stand das Team um die Trainer Venelin Venkov und Ali Hadidi dem deutschen Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen in der AC-Halle gegenüber.

Besser als Heilbronn

Die Oberbayern hatten in de Woche zuvor ihren Finalgegner der vergangenen Saison, Heilbronn, mit 23:0 von der Matte gefegt. Da klingt die Niederlage der Lichtenfelser mit 2:23 mit immerhin zwei Siegen gar nicht so dramatisch, zumal die ACL-Truppe, um tags darauf in Nürnberg schlagkräftig zu sein, umgestellt wurde. Christian Lurz, Lukas Tomaszek, Mario Petrov, Krum Chuchurov sowie Karen Zurabyan kamen jeweils zu ihren ersten Einsätzen in dieser Saison.

Nach zehn Kämpfen musste sich der Aufsteiger 2:23 geschlagen geben. In der bisher einseitigsten Mannschaftsbegegnung errangen Hannes Wagner und Krum Chuchurov Punkte für den ACL.

Am Sonntag unterlag der ACL im Frankenderby beim SV Johannis Nürnberg mit 6:19 und wartet somit weiter auf den ersten Sieg in dieser Bundesliga-Saison. Letztlich reichte es für die Gäste nur zu drei Siegen in den zehn Kämpfen. Karen Zurabyan und Andrzej Sokalski gewannen jeweils technisch überlegen. Bastian Hoffmann trug einen Zähler zum Ergebnis bei. Einen Bericht von diesem Kampf lesen Sie am Montag an dieser Stelle.

Zurabyan hält gegen Burghausener Peker gut mit

Nach einigen punktreichen Kämpfen, die er für die Reserve bestritten hatte, stand Karen Zurabyan (57 kg, Freistil) erstmals für die erste Mannschaft auf der Matte. Gegen Ahmet Peker kam er über die sechs Minuten, erzielte dabei einen technischen Punkt. Dagegen standen zwölf Zähler des Gegners, was den Burghausenern drei Punkte für die Mannschaftswertung einbrachte (0:3).

ACL-Routinier Miloslav Metodiev (130 kg, griechisch-römisch) lieferte sich mit Mihail Kajala einen Kampf auf Augenhöhe. Beide verbuchten Punkte für sich. Nach Ablauf der gesamten Kampfzeit sicherte sich der Gast bei einem Punktestand von 4:5 den knappen Sieg (0:4).

In seinem ersten Kampf in der höchsten Liga hatte der ACler Mario Petrov (61 kg, gr.-röm.) den deutschen WM-Starter Fabian Schmitt gegen sich stehen. Petrov musste sich bereits in der ersten Runde vorzeitig geschlagen geben (0:8).

Meixner unterliegt nach knapp fünf Minuten

Keinen Wechsel in der Aufstellung gab es im Halbschwergewicht. Mannschaftskapitän Christoph Meixner (98 kg, Fr.) bekam keine Pause und musste gegen Zbigniew Baranowski auf die Matte. Nach 4:36 Minuten hatte der Gast genug Punkte für einen vorzeitigen Sieg gesammelt(0:12).

Nach einer verletzungsbedingt harten Vorsaison feierte Krum Chuchurov (66 kg, Fr.) sein Comeback in der Bundesliga und in seiner Stilart gegen Enes Akbulut. In einem hart umkämpften Kräftemessen errang er eine 4:3-Führung, die er über die Zeit verteidigte, um Lichtenfels damit im letzten Kampf vor der Pause erstmals auf die Punktetafel zu bringen. (1:12).

Wagner holt den zweiten Sieg

In einem starken Kampf gelang es Hannes Wagner (86 kg, gr.-röm.) im sechsten Duell einen weiteren Punkt auf das Konto des ACL zu bringen. Der Lichtenfelser Leistungsträger bezwang seinen Nationalmannschaftskollegen Roland Schwarz nach sechs Minuten mit 7:5 (2:12).

Christian Lurz (71 kg, gr.-röm.) - ebenfalls erstmals in der ACL-Aufstellung - hatte mit dem international erfahrenen Matthias Maasch ein schwieriges Los. Trotz hohen Drucks des Burghauseners erreichte der Lichtenfelser die zweite Runde, doch nach 1:21 im zweiten Abschnitt war der Punktevorsprung des Gastes groß genug, den Kampf vorzeitig zu beenden (2:16).

Der ACler Andrzej Sokalski (80 kg, Fr.) und Benjamin Sezgin trafen im nächsten Kampf aufeinander. Nach sechs Minuten lag der Burghausener mit 6:1 vorn und erhöhte den Gesamtstand damit auf 18:2.

In seiner zweite Saison in Lichtenfels gab Lukas Tomaszek (75 kg, Fr.) sein Bundesliga-Debüt. Der 19-Jährige stand Johann Steinforth gegenüber. Selbst einen Punkt erzielend hielt Tomaszek sechs Minuten dagegen, verlor zwar mit 1:14, was aber "nur" drei Punkte für das Wacker-Konto bedeuteten (2:21)

In der letzten Paarung bot Achim Thumshirn (75 kg, gr.-röm.) dem Fünften der vergangenen WM, Michael Widmayer, gut Paroli. Die zwei Punkte des AClers reichten aber nicht, den Kampf für sich zu entscheiden. Mit einem technischen Punktestand von 2:8 erhöhte sich die Mannschaftswertung zum 2:23-Endstand.

Nächster Kampf am 9. November

Da der Kampf des ACL vom nächsten Wochenende bereits am gestrigen Sonntag stattfand, haben die Lichtenfelser Ringer nach nun vier Begegnungen innerhalb von elf Tagen bis zum 9. November Zeit, sich zu erholen. Dann kommt der FC Energie Aue in die AC-Halle.dam

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