Lichtenfels
Kampfsport

Lichtenfelser Ahmadi zeigt spektakulären Kampf

Ein Quintett aus Lichtenfels stieg bei einer Gala in Oberhausen in den Ring.
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Der Lichtenfelser Boxer Farhad Ahmadi (rechts) gewann seinen Kampf überhaupt gegen den erfahreneren Enrico Koch klar mit 3:0 Kampfrichterstimmen.  Foto: KST
Der Lichtenfelser Boxer Farhad Ahmadi (rechts) gewann seinen Kampf überhaupt gegen den erfahreneren Enrico Koch klar mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Foto: KST
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Ring frei, hieß es für das heimische Kampfsport-Team-Lichtenfels vor Kurzem in Oberhausen. Dort trafen sich insgesamt 46 Kämpfer aus zwölf Kampfsportvereinen zur "Studio-One-Gala" und stiegen zu Kämpfen im Boxen, Kickboxen und Thaiboxen in den Ring. Trainer Bernd Grau trat mit Betreuer Wilhelm Wige und fünf Athleten vom Kampfsport-Team-Lichtenfels an. Faez Jamshidi, Dawid Rabinski, Sajjad Ataie, Reza Noori und Farhad Ahmadi stiegen für Lichtenfels in den Ring.

Nur im Vorwärtsgang

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Faez Jamshidi lieferte sich mit Konstantin Vasilev (Schmallenberg) in der 60-Kilo-Klasse der Newcomer im Vollkontakt mit Lowkick eine wahre Ringschlacht. Der 15-jährige Vasilev kannte nur den Vorwärtsgang und setzte den 16-jährigen Schützling von Bernd Grau massiv unter Druck. Aber auch Jamshidi traktierte den Schmallenberger mit harten Faustschlägen und Kicks. In Runde 2 ließ Jamshidi keine Zweifel mehr daran, wer den Ring als Sieger verlassen würde. Die Ecke seines Gegners warf schließlich das Handtuch.

Rabinski geht K.o.

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Ebenfalls aus Schmallenberg kam Nikita Gladkich, der Gegner des Lichtenfelser Kickboxers Dawid Rabinski (71 kg). Beide schenkten sich nichts. Rabinski teilte als kleinerer der beiden teilte mächtig Lowkicks aus, während sein Gegner die größere Reichweite nutzte und immer wieder mit den Fäusten zum Kopf des Lichtenfelsers durchkam. Der steckte diese Treffer gut weg, ließ aber zum Ende der dritten Runde die Deckung immer wieder fallen und ging nach einem Roundhousekick zum Kopf K.o. Sofort waren Ringarzt und Sanitäter zur Stelle und brachten Rabinski nach ein paar Minuten wieder auf die Beine.

Debüt für Ataiegab

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Der 14-jährige Sajjad Ataiegab gab gegen Farhad Azimz (15) aus Fulda sein Debüt im Ring. Die rund 500 Zuschauer bekamen einen sehr sauberen, technisch hochkarätigen Fight zu sehen. Am Ende der dritten Runde lag der erfahrenere Hesse knapp nach Punkten vorne. Ataiegab gewann aber den Respekt der gegnerischen Ecke und der Zuschauer, die seine Vorstellung mit großem Applaus honorierten.

Noori verliert nach Punkten

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Der Lichtenfelser Kickboxer Reza Noori (71 kg) hatte gegen den größeren Marcin Bulla aus Stade einen schweren Stand. Der setzte seine Reichweite clever ein. Noori zeigte sowohl Nehmer- als auch Geberqualitäten. Am Ende behielt aber Bulla nach Punkten die Oberhand.

Ahmadi gegen versierten Boxer

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Richtig spektakulär wurde es, als der Lichtenfelser Boxer Farhad Ahmadi (55 kg) in den Ring stieg. Der 18-jährige Afghane, der seit zwei Jahren bei Grau trainiert, absolvierte seinen zweiten Boxkampf. Enrico Koch aus Stade war mit zwölf Kämpfen wesentlich erfahrener. Der zeigte Boxen vom Feinsten. Beim Lichtenfelser stieß er jedoch an seine Grenzen. Ahmadi wich den schnellen Fäusten von Koch stets geschickt aus und konterte so schnell, dass dieser immer wieder Treffer einstecken musste. Nach einem hochklassigen Boxkampf gewann der Lichtenfelser mit 3:0 Kampfrichterstimmen.

Bernd Grau war einmal mehr als zufrieden mit deren Leistung und freut sich schon auf die nächsten Wettkämpfe.

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