Lichtenfels
Fußball

Lichtenfels trifft nicht in Frohnlach

Der FC Lichtenfels scheidet in der Qualifikation des BFV-Pokals aus. Frohnlach setzt sich im Viererturnier etwas glücklich gegen den FC Coburg durch. Der SV Friesen wird Dritter.
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Rettungstat von Frohnlachs Keeper Philipp Pfister. Eine auf die kurze Ecke getretene Lichtenfelser Ecke kann der Schlussmann entschärfen. Michael Jakob (Nummer 24) muss nicht eingreifen. Fotos: Heinrich Weiß
Rettungstat von Frohnlachs Keeper Philipp Pfister. Eine auf die kurze Ecke getretene Lichtenfelser Ecke kann der Schlussmann entschärfen. Michael Jakob (Nummer 24) muss nicht eingreifen. Fotos: Heinrich Weiß
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Mit einem perfekt geschossenen Freistoß kurz vor Schluss zum 2:1-Sieg im direkten Duell der punktbesten Vereine aus Coburg und Frohnlach ließ Dominic Lauerbach die Landesliga-Fußballer des gastgebenden VfL jubeln. Der Aufsteiger in die Landesliga schaffte damit eine gute Grundlage für die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins am gleichen Abend.

Die Frohnlacher setzten sich in diesem Vierer-Blitzturnier (30 Minuten Spielzeit pro Partie) am Ende etwas glücklich durch und können sich mit einem weiteren Sieg am 1. Mai 2020 für die Hauptrunde des BFV-Verbandspokals qualifizieren.

Der FC Coburg hinterließ für viele Zuschauer den stärksten Eindruck, hatte jedoch im entscheidenden Spiel Nervenflattern und gab eine 1:0-Führung noch aus der Hand. Ein Remis hätte der Truppe von Trainer Lars Scheler gegen Frohnlach zum Turniersieg genügt.

Die Laune am Willi-Schillig-Stadion wurde im weiteren Verlauf des Abends noch gesteigert, als die Ergebnisse vom parallel stattfindenden Erdinger-Cup in Neustadt an der Donau bekannt wurden. Hier erreichte der VfL Platz 2 und musste sich im Endspiel nur dem ambitionierten Regionalligaaufsteiger Türk Gücu München beugen.

Das Pokalturnier in Frohnlach wurde von etwa 250 Zuschauern besucht. Die bekamen beim Stelldichein der vier Landesligavertreter guten und spannenden Fußball geboten. Da die Spielzeit jedes Spiels auf 30 Minuten beschränkt war, war höchste Konzentration gefordert, da Fehler kaum noch kompensiert werden konnten.

Das Eröffnungsspiel

Das Eröffnungsspiel bestritten Lichtenfels und der Gastgeber aus Frohnlach. Das Spiel wogte hin und her. Es gab interessante Torszenen auf beiden Seiten. Der ehemalige Lichtenfelser Daniel Oppel spielte in der 20. Minute seine Schnelligkeit aus und markierte den entscheidenden Treffer für den VfL.

Zu defensive Friesener

Anders gelagert das Aufeinandertreffen zwischen Coburg und Friesen. Die FCler schnürten die Frankenwälder in deren Hälfte ein und bespielten den Gegner mit viel Geduld. Diese wurde belohnt, als Tevin Mc Collough in der 25. Minute und Fabian Carl in der letzten Minute für den 2:0-Sieg sorgten. Die Friesener kamen kaum zu einer Chance, die Mannschaft von Trainer Armin Eck war zu defensiv eingestellt.

Das Spiel gegen Friesen noch in den Knochen durfte der FC Coburg gleich noch mal gegen Lichtenfels ran. Es ergab sich das gleiche Bild mit einem dominanten Vertreter aus Coburg und einer auf Torsicherung bedachten FCL-Elf. Trotz einiger guter Chancen blieb es beim 0:0.

Altwasser trifft gegen Frohnlach

Nicht wieder zu erkennen war der VfL Frohnlach im Spiel gegen die Frankenwaldtruppe aus Friesen. Geschockt durch das schnelle 0:1 durch Nikolai Altwasser ließ Frohnlach jeglichen Spielwitz vermissen und durfte sich bei Spielertrainer Bastian Renk bedanken, dem der Ausgleich kurz vor Ende der ersten Halbzeit gelang.

Somit waren die Fronten geklärt. Friesen und Lichtenfels waren ausgeschieden und duellierten sich um die "goldene Ananas". Diese errang Friesen durch einen 1:0-Sieg, wofür der Youngster Max-Laurin Thiele verantwortlich zeigte.

Prestigeduell im Finale

Im Abschlussspiel hätte den Coburgern auf Grund des besseren Torverhältnisses ein Unentschieden gereicht. Das Spiel verlief wie die anderen Spiele der FCler. Diese begannen dominant. Die Seiten wurden torlos gewechselt und gleich nach Wiederbeginn schaffte Marlon Schad den Führungstreffer für die Vestekicker, so dass kaum noch jemand den Frohnlachern einen Sieg zutraute. Fünf Minuten vor Schluss leistete sich Coburg einen Ballverlust. Daniel Oppel schaffte durch einen Tempogegenstoß einen Treffer für Frohnlach.

Das war aber nicht genug, da ein Sieg her musste. Kurz vor Schluss die Chance für Frohnlach, da sich eine Freistoßmöglichkeit in bester Schussdistanz ergab. Dominic Lauerbach bewarb sich mit einem perfekt geschossenen Freistoß für das Tor des Monats. Der Jubel bei den Einheimischen war groß.

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