Lichtenfels
Fußball-Landesliga

Lichtenfels patzt zum Auftakt

Der um den Ligaverbleib kämpfende TSV Kornburg gewinnt mit zwei Jokertoren in Lichtenfels mit 3:0.
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Kein Durchkommen gab es für die Lichtenfelser Spieler gegen den TSV Kornburg. Hier kommt der Lichtenfelser Dennis Schunke zu Fall gegen die beiden Kornburger Yanick Uschold (links) und Tobias Spieß.
Kein Durchkommen gab es für die Lichtenfelser Spieler gegen den TSV Kornburg. Hier kommt der Lichtenfelser Dennis Schunke zu Fall gegen die beiden Kornburger Yanick Uschold (links) und Tobias Spieß.
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Bei unwirtlichen äußeren Bedingungen sahen am Samstag die 140 Zuschauer im Karl-Fleschutz-Stadion einen Fehlstart des FC Lichtenfels in die Restrückrunde der Fußball-Landesliga Nordost. Das Team des Trainergespanns Alexander Grau/Christian Goller verlor gegen den abstiegsbedrohten TSV Kornburg mit 0:3 ein Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte.

Frühe Führung für die Gäste

Die Partie begann denkbar schlecht für die Hausherren. Nach sechs Minuten verfehlte Spieß zwar noch das FCL-Gehäuse, eine Zeigerumdrehung später war es dann aber passiert. Schulik strebte aus nach Ansicht der Gastgeber klarer Abseitsposition nach einem langen Ball auf Kraus zu, umkurvte diesen und wurde dabei vom Lichtenfelser Schlussmann zu Fall gebracht - die logische Folge: Gelb für Kraus und Elfmeter für Kornburg. Den verwandelte der Gefoulte selbst souverän.

Defizite in der Abwehr

Im Anschluss wirkte die Defensive der Korbstädter nicht immer sattelfest, im Mittelfeld wurden zu oft zu leicht die Bälle verloren, die Mittelfranken konnten dies aber nicht nutzen und kamen zu eigentlich keinem klaren Torabschluss mehr. Der FCL zeigte in der Folge offensiv teils gute Ansätze, kam des Öfteren über die Außenpositionen durch, der letzte Pass kam jedoch dann so gut wie nie an. Drei richtig gute Möglichkeiten zum Ausgleich gab es aber dann doch. Jankowiak und Zollnhofer verfehlten jeweils frei im "Sechzehner" mit Rechtsschüssen das Gästegehäuse. Zollnhofer, allein vor Ockert, wollte den vermeintlich noch besser stehenden Jankowiak bedienen, tat dies aber zu ungenau, so dass ein Abwehrbein den Einschlag noch verhinderte.

Aggressiv nach er Pause

Sehr motiviert kamen die Gastgeber nach der Pause aus der Kabine. Die Lichtenfelser pressten die Kornburger an, der Ball wurde in der gegnerischen Hälfte erkämpft, Zollnhofer passte auf Jankowiak, der jedoch im letzten Moment geblockt wurde. Zu allem Überfluss verletzte sich der Lichtenfelser Sturmtank dabei an der Hand und musste ausgewechselt werden. Das sollte es aber für lange Zeit gewesen sein. Die Heimelf mühte sich ziemlich brotlos um Konstruktives, Kornburg konnte beziehungsweise wollte auch nichts für die eigene Offensive tun.

Hektische Schlussphase

Erst eine Viertelstunde vor dem Ende gab es wieder eine Torchance zu notieren, als Wiges Kopfball knapp am Pfosten vorbei strich.

Zwei Minuten später hatten die Gäste dann die Möglichkeit zur Entscheidung, doch Kowal scheiterte an Kraus, und Schulik vergab den Nachschuss freistehend aus kurzer Distanz.

Lichtenfels versuchte noch einmal Druck zu machen, und Ljevsic hatte tatsächlich den Ausgleich auf dem Fuß, doch Ockert parierte seine Volleyabnahme glänzend.

In der Nachspielzeit machte der TSV dann den Sack zu. Nach einer abgewehrten Lichtenfelser Ecke schnappte sich der eingewechselte Kowal am eigenen Strafraum das Leder, lief damit bis vors gegnerische Tor und schloss eiskalt zum 0:2 ab. Zu allem Überfluss vertändelte eine Minute später Zollnhofer die Kugel in der eigenen Hälfte. Die Gäste nahmen das Angebot dankend an und kombinierten clever bis zum 0:3 des ebenfalls von der Bank gekommenen Fotiadis.

FCL-Trainer Christian Goller haderte nach dem Spiel noch mit dem 0:1, das "für mich klar Abseits war". "Insgesamt war es aber viel zu wenig von uns, wir haben keine Leidenschaft an den Tag gelegt und müssen uns nicht wundern, dass wir nach so einem Auftreten dann ohne Punkte da stehen", analysierte Goller.

Die Statistik

FC Lichtenfels: Kraus, F. Goller (64. Wagner), Wige, Schardt, Graf (79. Hellmuth), L. Dietz, Scholz, Geldner, Zollnhofer, Ljevsic, L. Jankowiak (49. Schunke) / TSV Kornburg: Ockert, Uschold, Nikopoulos, Burgutzidis, Spieß (85. Fotiadis), Tiefel, Schulik, Abele (69. Kowal), Arlt, Klier, Kreiselmeyer / SR: Felix Lang (Bayreuth) / Zuschauer: 140 / Tore: 0:1 Schulik (8., Foulelfmeter), 0:2 Kowal (90.+1), 0:3 Fotiadis (90.+2)

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