Burgkunstadt
Handball

Kunstadter auf Mission Auswärtssieg

Die HG Kunstadt will in Lauf ihre Pleitenserie in fremden Hallen beenden und für den Ligaverbleib punkten.
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Im Hinspiel kamen entschlossen auftretende Kunstadter zu einem 30:28-Heimerfolg gegen den damaligen Tabellenzweiten Lauf/Heroldsberg. Auch deshalb hofft das Team von Trainer Johan Andersson am Samstag auf den für den Abstiegskampf so wichtigen Auswärtserfolg.  Foto: Matthias Schneider
Im Hinspiel kamen entschlossen auftretende Kunstadter zu einem 30:28-Heimerfolg gegen den damaligen Tabellenzweiten Lauf/Heroldsberg. Auch deshalb hofft das Team von Trainer Johan Andersson am Samstag auf den für den Abstiegskampf so wichtigen Auswärtserfolg. Foto: Matthias Schneider

Nach dem überzeugenden Heimsieg über den TV Erlangen-Bruck II herrscht im Lager der Kunstadter Landesliga-Handballer wieder Aufbruchstimmung. Die HGKler mobilisieren für den Kampf um den Ligaverbleib alle Kräfte. Dies ist auch am Samstag bei der HSG Lauf/Heroldsberg (20 Uhr, Sportpark Haberloh in Lauf) nötig. Das Team von HGK-Spielertrainer Johan Andersson ist beim heimstarken Tabellenfünften zu einem Auswärtserfolg verdammt.

Letzter Auswärtssieg am 4. November

Doch der letzte Sieg in fremder Halle liegt für die Kunstadter weit zurück. Am 4. November 2018 in Helmbrechts gewann die HGK zuletzt auswärts. Da scheint es zunächst vermessen, gerade beim zweitstärksten Heimteam der Landesliga von einem Auswärtscoup auszugehen. Doch im Gegensatz zur HG steht bei den Gastgebern (26:20 Punkte) wenig auf dem Spiel. Die spielstarke Mannschaft des Trainergespanns Korn/Peer steckt im Niemandsland der Liga. Sie hat keine Aussichten mehr auf den in der Vorrunde noch möglichen zweiten Tabellenplatz, noch besteht die Gefahr des Abrutschens auf den Relegationsplatz. Bei der HGK (19:27) sieht das ganz anders aus: Aus den drei noch anstehenden Partien muss man mindestens vier, am besten alle sechs Punkte holen, dabei aber zeitgleich auf Ausrutscher der Konkurrenz von TV Erlangen-Bruck II und der SG Auerbach/ Pegnitz (beide 20:26) hoffen.

Dreikampf um Verbleib, Relegation oder Abstieg

Diese drei Mannschaften machen unter sich aus, wer in der Liga bleibt, in die Relegation oder direkt in die Bezirksoberliga muss. "Ohne Auswärtserfolg spielen wir im nächsten Jahr wieder in der Bezirksoberliga", weiß Coach Andersson. Die Anzeichen für die Trendwende verdichten sich aber zunehmend: Die zuletzt aufsteigende Formkurve liegt am effektiveren Zusammenspiel der Rückraumachse Andersson-Oester-Karapetjan. Vor allem Spielmacher Nicklas Oester scheint seinen Zug zum Tor wiedergefunden zu haben und beschränkt sich nicht mehr nur aufs Ballverteilen. Davon profitierte zuletzt auch Johan Andersson, der gerade im Saisonendspurt mit gutem Beispiel vorangeht und öfters den Abschluss sucht. Hinzu kommen die prächtige Form von Torhüter Alexander Kießling und der unglaubliche Überblick von Toni Lakiza in der Abwehr. Vor allem ihm ist anzumerken, dass er seine Karriere nicht mit einem Abstieg beenden möchte. Das spürt auch der Rest des Teams, das deutlich abgeklärter auftritt als noch in den Abstiegsduellen gegen Helmbrechts und Sulzbach-Rosenberg. Was fehlt, ist Zählbares nach Auswärtsreisen. Und genau hier liegt die Mission der HGK an diesem Wochenende.

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