Bad Staffelstein

Krimi im Oberfrankenderby

Die Staffelsteiner müssen gegen Breitengüßbach lange um den Sieg zittern, der mit 7:1 deutlicher ausfällt, als er tatsächlich war.
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Matthias Dirnberger war der ruhende Pol im Staffelsteiner Spiel, der mit gewonnenen Sätzen zu Beginn am schnellsten für einen Mannschaftspunkt sorgte. Foto: sportpress
Matthias Dirnberger war der ruhende Pol im Staffelsteiner Spiel, der mit gewonnenen Sätzen zu Beginn am schnellsten für einen Mannschaftspunkt sorgte. Foto: sportpress

Im Oberfrankenderby der Kegler-Bundesliga zwischen dem SKC Staffelstein und dem TSV Breitengüßbach feierten die Gastgeber einen 7:1-Sieg. Die Deutlichkeit des Ergebnisses täuscht allerdings. Bis kurz vor Ende des Spieles hätten sich die Männer um Teamchef Hans-Karl Brütting über ein Unentschieden oder gar eine knappe Niederlage nicht beschweren dürfen. Mit diesem Sieg schlossen die Staffelsteiner bis auf einen Punkt zu Breitengüßbach auf und machten den Dreikampf mit Bamberg (6:2-Sieger in Hirschau) um die Plätze 2 und 3 spannend.

Zerbst, das mit 7:1 in Raindorf klar gewann, kann am nächsten Spieltag in drei Wochen bereits die deutsche Meisterschaft einfahren.

Bundesliga, Männer

SKC Staffelstein -

TSV Breitengüßbach 7:1

Im Spiel über sechs Bahnen schickte der SKC Staffelstein sein gewohntes Trio Mathias Dirnberger, Timo Hehl und Uros Stoklas ins Spiel. Die Güßbacher setzten Mario Nüßlein, Christian Rennert und den Tschechen Robin Parkan dagegen. Man merkte allen Spielern an, dass für beide Mannschaften viel auf dem Spiel steht. Dirnberger setzte Nüßlein von Beginn ab unter Druck. Nach drei Bahnen war der Mannschaftspunkt für den Staffelsteiner bereits unter Dach und Fach. Doch Nüßlein zündete im vierten Satz nochmals ein Feuerwerk und machte mit 186:166 wichtige Kegel gut.

Einen schweren Stand hatte Hehl gegen Rennert, der zwar Satz 1 noch klar mit 162:144 gewann, dann aber den immer stärker werdenden Güßbacher ziehen lassen musste. Der holte mit 3:1 nach Sätzen und 639:604 Kegeln den Mannschaftspunkt für den TSV.

Ungewöhnlich schwer tat sich Stoklas, der den ersten Satz mit 153:154 an Parkan abgab. Doch der Slowene im SKC-Trikot kämpfte sich mit Bahnen von 171, 171 und 144 zurück und holte noch einen 3:1-Sieg. Dabei schrieb er beim 639:613 wichtige Kegel.

Mit 2:1 Mannschaftspunkten und einem Plus von 20 Kegeln ging das Schlusstrio auf die Bahnen der TSG Bamberg. Der immer noch nicht ganz genesene Torsten Reiser bekam es mit Marco Scheuring zu tun. Den ersten Satz teilten sich beide bei 153:153 Holz. Mit einem starken Spiel auf die Vollen baute Reiser die nächsten Sätze Druck auf. Mit 153:138 und 158:151 verbuchte er den dritten Mannschaftspunkt für den SKC. Scheuring holte jedoch auf der vierten Bahn mit 157:131 noch 26 Holz auf.

Gerdau und Benedik in Rückstand

Marcus Gerdau (gegen den Ex- Staffelsteiner Miroslav Jelinek) und Boris Benedik (gegen Christian Jelitte) verloren jeweils ihre ersten Sätze. Damit hielten sie die Spannung hoch. Gerdau glich mit 162:152 aus, Benedik erzielte gegen Jelitte ein 152:152-Unentschieden. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Beide Staffelsteiner Akteure wendeten nun das Blatt, indem sie Durchgang 3 für sich entschieden. Gerdau ging mit einem 155:141 mit 2:1 in Führung und lag 19 Kegel vorn. Benedik, noch leicht gehandicapt von einer Verletzung, glich mit 150:141 zum 1,5:1,5 Satzpunkten aus bei fünf "Miesen". Im letzten Satz bekam Gerdau Probleme im Abräumen und gab den vierten Satz mit 147:156, holte aber mit einem Plus von zehn Holz (602:592) den Mannschaftspunkt.

Zwei Neuner von Benedik

Benedik spielte im letzten Satz seine ganze Routine aus und machte mit zwei Neunern kurz vor Ende den Sack für Staffelstein zu. Mit 2,5:1,5 Sätzen und 622:616 Kegeln ging der letzte Mannschaftspunkt an die Staffelsteiner. Unter großem Jubel konnte Staffelstein mit 3714: 3682 Kegel die zwei Mannschaftspunkte für das bessere Ergebnis feiern. tre

Die Statistik

SKC Staffelstein -

TSV Breitengüßbach 7:1

(14:10 Sätze, 3714:3682 Holz) Dirnberger - Nüßlein 3:1 (653:623) Hehl - Renner 1:3 (604:639) Stoklas - Parkan 3:1 (639:613) Gerdau - Jelinek 2:2 (602:592) Reiser - Scheuring 2,5:1,5 (595:599) Benedik - Jelitte 2,5:1,5 (622:616)

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