Lichtenfels
Segelfliegen

Jan Kretzschmar mit weltweit dem schnellsten Flug

Erfolg und Misserfolg liegen in dieser Saison bei den Ligapiloten des Aero-Clubs Lichtenfels nahe beieinander.
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Jan Kretzschmar in seiner LS 8 Foto: Aero-Club
Jan Kretzschmar in seiner LS 8 Foto: Aero-Club

Vordere Platzierungen, Rundensiege und Nullrunden wechseln sich in den bisherigen zwölf Wochenenden ab. Gewiss spielt auch das schwierige Flugwetter eine große Rolle, aber in dieser Saison liegt es auch an der doch sehr dünnen Personaldecke im kleinsten aller Ligavereine.

Viel Geduld nötig

So auch in Runde 12. Der Samstag brachte trotz hohen Einsatzes keine zählbaren Flüge. Am Sonntag war bis in den Nachmittag Warten angesagt. Die notwendige Geduld brachten mit Jan Kretzschmar und Gerd Peter Lauer leider nur zwei Lichtenfelser Piloten auf. Erst weit nach 14 Uhr starteten beide einen Versuch und tasteten sich vorsichtig gegen den Wind Richtung Rhön voran.

Auf dem Rückweg, nach einem Tiefpunkt bei Hildburghausen, entwickelte sich dann gegen 16 Uhr wie aus dem Nichts eine prächtige Konvergenz an einer Luftmassengrenze über Thüringer Wald und Fichtelgebirge bis an die Grenze nach Tschechien, die bis in den späten Abend hielt. Jan Kretzschmar erwischte diese zur rechten Zeit und nutzte die Aufwindstraße auf seiner LS8 zu einer Geschwindigkeit von unglaublichen 148,71 km/h zum weltweit mit Abstand schnellsten Flug aller Ligen. Gerd Peter Lauer war etwas zu spät an der Linie und erreichte gerade einmal 109,61 km/h. Da der dritte Pilot für die Teamwertung fehlte, blieb am Ende nur Tagesrang 16.

Ins Mittelfeld abgerutscht

In der Gesamtwertung ist der Aero-Club damit auf Rang 15 ins abgerutscht. Die U25-Junioren brachten keinen Flug in die Wertung, verloren damit ihren Spitzenplatz und rutschten auf Rang 5. Wenn das Auf und Ab im Lichtenfelser Lager so weitergeht, wird es mit dem Ligaerhalt noch spannend. gpl

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