Lichtenfels
Fußball-Relegation

Hönninger lässt Lichtenfelser "Zweite" jubeln

Nach dem 1:0-Sieg darf die FCL-Reserve an der Relegation zur Kreisliga starten. Am Freitag kommt es zum Derby zwischen Lettenreuth und Marktzeuln.
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Der Lichtenfelser Steffen Hönninger (links) erwehrt sich hier der Attacke des Theisenorters Julian Puff. Der landesligaerfahrene FCL-Stürmer erzielte in der 78. Minute das Goldene Tor für sein Team. Foto: G. Czepera
Der Lichtenfelser Steffen Hönninger (links) erwehrt sich hier der Attacke des Theisenorters Julian Puff. Der landesligaerfahrene FCL-Stürmer erzielte in der 78. Minute das Goldene Tor für sein Team. Foto: G. Czepera
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Der FC Lichtenfels II hat sich Platz 2 in der Fußball-Kreisklasse 2 gesichert. Am Mittwochabend behielt die Landesliga-Reserve vor 540 Zuschauern in Hochstadt mit 1:0 gegen die Turn- und Sportfreunde Theisenort die Oberhand. Die Runde hatten beide Mannschaften punktgleich abgeschlossen. Der FC Lichtenfels II ist somit der Gegner des TSV Steinberg in der Relegation zur Kreisliga am Sonntag, um 17 Uhr, in Oberlangenstadt.


Um Platz 2 in der Kreisklasse 2

TSF Theisenort -
FC Lichtenfels II 0:1
Die erste Halbzeit gehörte komplett dem FCL. Bei Dauerregen ließen sich die ersatzgeschwächten Theisenorter tief in die eigene Hälfte drängen, auch wenn die Gäste dabei nicht zu den ganz großen Chancen kamen und die TSF-Abwehr solide stand. FCL-Spieler Pranjic zog zweimal aus gut 25 Metern ab - einmal lenkte TSF-Schlussmann Franz den Ball an die Latte, den zweiten Schuss ließ er abprallen.
Nach der Pause wurde Theisenort mutiger. Der eingewechselte Pülz hatte in der 60. Minute die erste Chance. Aus 20 Metern zog er ab, aber FCL-Torwart Hetzel war zur Stelle. Kurz darauf wurde Betz bedient, war aber zu überrascht von einem Lichtenfelser Abwehrschnitzer.
Das Tor des Tages fiel auf der anderen Seite. Nach einem Eckball stieg Hönninger höher als sein Gegenspieler und brachte einen wuchtigen Kopfball aus zehn Metern zentral aufs Tor. Zwar kam Torwart Hetzel noch ran, der Ball rutschte ihm aber durch die Arme ins Netz (78.).
In den restlichen Minuten warf Theisenort alles nach vorne. Die Lichtenfelser ließen noch einige Konterchancen liegen, gewannen aber letztlich verdient. red


Relegation zur Bezirksliga

Am heutigen Freitag (18.30 Uhr) beginnt die Relegation um freie Plätze in der Bezirksliga Oberfranken West mit einem brisanten Derby. In Burgkunstadt treffen der Bezirksligazwölfte Lettenreuth und der Zweite der Kreisliga Kronach, der TSV Marktzeuln, aufeinander. Zur gleichen Zeit duellieren sich in Oberhaid der FSV Buttenheim und der SV Würgau. Erst am Samstag spielt in Gemünda der TSV Pfarrweisach gegen den TSV Meeder. Sollten der FC Coburg oder der VfL Frohnlach sich für die Landesliga qualifizieren, steigen alle drei Sieger auf. Gelingt dies nur einem dieser beiden Clubs, bleiben nur noch zwei freie Plätze in der Bezirksliga West, die dann unter den drei Siegern in zwei Runden ausgespielt werden.

SpVgg Lettenreuth -
TV Marktzeuln
Im Duell gegen Marktzeuln bauen die Lettenreuther auf ihre Erfahrung. Das Durchschnittsalter des SpVgg-Kaders liegt bei rund 30 Jahren. Hervorzuheben sind insbesondere die routinierten Mehmet Catlakcan (37), Markus Beier (39) und Alexander Partsch (36). Wie Lettenreuth hatte auch der TSV Marktzeuln etliche Chancen, sich auf direktem Weg zurück in die Bezirksliga zu spielen, musste letztlich aber dem ASV Kleintettau den Vortritt lassen. Leicht wird es für die "Zeulner" nicht, den Sprung nach oben zu schaffen. Dessen ist sich Offensivspieler Adrian Kremer bewusst: "Lettenreuth ist eine ausgebuffte Mannschaft mit Erfahrung, weshalb ich sie gegenüber unserer jüngeren Truppe leicht im Vorteil sehe."
Grund sich zu verstecken, gibt es für das Team von TSV-Trainer Michael Backert nicht, schließlich stellt es mit 85 Toren die zweitbeste Offensive der Kreisliga Kronach. Knapp 3000 Kilometer entfernt, im türkischen Badeort Side, drückt Florian Engelmann den Zeulnern die Daumen. Jahrelang coachte er den TSV. Für einen Zeulner ist das Duell mit Burgkunstadt die "Mutter aller Derbys", das sein Ex-Klub "unter normalen Umständen" als Sieger verlassen sollte. Engelmann werde seinen alten Weggefährten zudem via Videobotschaft die richtigen Worte mit auf den Weg geben, versprach er. red/aoe
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