Burgkunstadt
Handball

HG Kunstadt weiter unter Druck

Die Kunstadter wollen sich in Wunsiedel bei der HSG Fichtelgebirge nicht verstecken und bauen auf die Hinspielerfahrung.
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Als absolut fairer Sportsmann präsentierte sich Vladimir Haber, Trainerikone der HSG Fichtelgebirge, nach dem hohen Erfolg der HG Kunstadt im Hinspiel. Beim Rückspiel am Samstag wird der HSG-Coach die HGK sicherlich kein zweites Mal zu einem Sieg beglückwünschen wollen.  Foto: Matthias Schneider
Als absolut fairer Sportsmann präsentierte sich Vladimir Haber, Trainerikone der HSG Fichtelgebirge, nach dem hohen Erfolg der HG Kunstadt im Hinspiel. Beim Rückspiel am Samstag wird der HSG-Coach die HGK sicherlich kein zweites Mal zu einem Sieg beglückwünschen wollen. Foto: Matthias Schneider

Nach den beiden sehr unglücklichen Heimniederlagen und dem damit verbundenen Abrutschen auf einen Abstiegsrang in der Handball-Landesliga Nord haben die Männer der HG Kunstadt am Samstag (16.30 Uhr, Volksschule Wunsiedel) gleich die Chance, verlorenes Terrain wieder zu gewinnen. Die Mannschaft von HGK-Spielertrainer Johan Andersson steht allerdings beim Tabellenvierten HSG Fichtelgebirge vor einer hohen Hürde. Optimismus schöpfen die Kunstadter allerdings aus dem Hinspiel.

Sieg im Hinspiel

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Damals gewann die Andersson-Truppe gegen den Titelaspiranten aus dem Norden Oberfrankens mit 31:23 und profitierte dabei davon, dass das Team von HSG-Trainer Vladimir Haber den Aufsteiger unterschätzt hatte. Das wird der mit Offensivkräften wie Tröger, Wippenbeck und Flasche stark besetzten Mannschaft sicherlich kein zweites Mal passieren.

Allerdings muss sich die HGK trotz der zuletzt drei Niederlagen auch in Wunsiedel nicht verstecken: Gegen Mainburg stand man mit einer Rumpftruppe kurz vor dem Sieg und gegen den spielstarken ASV Cham bewies man absolutes Landesligaformat. Die Leistung stimmt. Was fehlt, sind derzeit die Ergebnisse.

In der Außenseiterrolle

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Trotz des dadurch wachsenden Drucks im Abstiegskampf sollten Oester & Co. die Ruhe bewahren und ihre Rolle des Außenseiters nutzen. Immerhin steht auch die HSG wegen des hart umkämpften zweiten Tabellenplatzes, auf den die Gastgeber mittlerweile drei Punkte Rückstand aufweisen, selbst unter Zugzwang. Drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen machen deutlich, dass die Männer aus dem Fichtelgebirge nicht gerade mit breiter Brust antreten werden.

Hier sehen die Kunstadter ihre Chance. Für einen Sieg müssen sie aber in Wunsiedel ihre zuletzt hohe Anzahl an technischen Fehlern reduzieren. Nach dem Spiel beim Tabellenvierten trifft die HGK in den drei folgenden Spielen im März auf Teams, die hinter ihr stehen. Spätestens dann sind Siege Pflicht. Am Samstag ist dies noch nicht der Fall - und eine gute Gelegenheit für eine Überraschung.

"Zweite" erwartet Ebersdorf II

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Ganz anders sieht die Rollenverteilung für die zweite Mannschaft der HGK aus, wenn sie am Sonntag (16 Uhr, Obermainhalle) den TV Ebersdorf II erwartet. Die Wünschig-Truppe gewinnt derzeit auch die engen Spiele in der Bezirksklasse und profitierte in den letzten beiden Wochen von der Schützenhilfe des TV Michelau, der dem Kunstadter Verfolger, der SG Bad Rodach/Großwalbur, gleich drei von vier Punkten abknöpfte. Das Duell gegen den noch punktlosen Tabellenletzten dient somit vor allem dazu, Selbstvertrauen für das vorgezogene "Endspiel" um den Titel in Bad Rodach am nächsten Spieltag zu sammeln.

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