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Handball

HG Kunstadt feiert Derby-Sieg ohne zu überzeugen

Das Bezirksoberliga-Derby gegen Weidhausen entscheidet Kunstadt klar für sich - ohne aber zu überzeugen.
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Akrobatisch und erfolgreich: Daniel Maile (rechts) und die HG Kunstadt setzten sich im Derby gegen Simon Swoboda (Nummer 31) und den TV Weidhausen durch.  Foto: Matthias Schneider
Akrobatisch und erfolgreich: Daniel Maile (rechts) und die HG Kunstadt setzten sich im Derby gegen Simon Swoboda (Nummer 31) und den TV Weidhausen durch. Foto: Matthias Schneider

Der Zug in Richtung Landesliga ist für die Bezirksoberliga-Handballer der HG Kunstadt wohl abgefahren, doch in Sachen lokaler Vorherrschaft behalten sie die Nase vorne. Im Derby gegen den Tabellennachbarn TV Weidhausen kam die Mannschaft von Trainer Anton Lakiza zu einem ungefährdeten 28:25 (17:11)-Heimerfolg und zog in der Tabelle am TVW vorbei.

Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse blieben beide Teams aber vor allem spielerisch einiges schuldig. Dies galt in den ersten 30 Minuten vorrangig für die Gäste von Trainer Frank Steinberger. Nach dem überzeugenden Heimerfolg gegen das Spitzenteam aus Helmbrechts hätte man Weidhausen einen selbstbewussteren Auftritt zugetraut.

Ohne den an diesem Tag verhinderten Johannes Bauer blieb der TVW vor allem in der Offensive überraschend harmlos. Lediglich die beiden Büttner-Brüder Florian und Christian suchten den Weg in die sicher stehende 6:0-Abwehr der Gastgeber. Der Rest hielt sich auffallend zurück, und auch die gefürchteten Spielzüge der "Grünen" fanden nicht statt. Auf der Gegenseite präsentierte sich die HGK vor allem in der ersten Halbzeit deutlich zielstrebiger und beweglicher.

Lakiza schont Nicklas Oester

Trainer Lakiza leistete sich sogar den Luxus, 60 Minuten auf seinen noch immer angeschlagenen Spielmacher Nicklas Oester zu verzichten. Druck baute die HG nicht nur über das bekannt gefährliche Spiel über Marco Scholz am Kreis, sondern auch über die beiden "Außen" Michael Deuber und Daniel Maile auf.

Weil auch noch David Jung nach Belieben traf, zogen die Hausherren von 5:3 (8. Minute) auf 13:6 (21.) davon. Immerhin: Weidhausen war vom Siebenmeterstrich treffsicher, und der Rückstand vergrößerte sich bis zur Halbzeit (17:11) nicht weiter. Nach dem Wiederanpfiff verpasste es die HGK, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Nach dem 20:11 durch Hajck Karapetjan (36.) ließen Konzentration und Spielfluss merklich nach.

Weidhausen kann verkürzen

Technische Fehler und unüberlegte Abschlüsse bestimmten nun das Bild auf beiden Seiten, und die Zuschauer bekamen eher handballerische Magerkost als einen vom Derby-Charakter gefärbten Leckerbissen präsentiert. Da sich Weidhausen zu keiner Zeit aufgab, verkürzte die Steinberger-Truppe in der 46. Minute auf 18:22. Spannung kam aber auch deshalb nicht mehr auf, weil Kunstadts starker Torhüter Alexander Kießling Schlimmeres verhinderte, Karapetjan die Siebenmeter sicher verwandelte und Christian Büttner nach einem ungeschickten Einschreiten gegen David Jung in der 54. Minute beim Stand von 24:20 zu Recht die Rote Karte sah.

Die HG spielte routiniert ihr Pensum herunter, ohne wirklich zu überzeugen, während Frank Steinberger sich immerhin über die kämpferische Leistung seines Teams freuen durfte.

Die Statistik

HG Kunstadt: Kießling, Doerfer - Karapetjan (9/6), Jung (4), Deuber (4), Scholz (4), Maile (3), Wünschig (2), Legat (1), Steuer (1), Schnapp, Petersen, Oester

TV Weidhausen: Swoboda, Zapf - F. Büttner (7), C. Büttner (5/1), Staude (3), Gebhard (3), S. Büttner (2), Lippert (2), Querfeld (1), Reichel (1), Werner (1), Schmidt, Schrepfer, Freitag

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