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Hannes Wagner verpasst Bronze nur knapp

Der Lichtenfelser Hannes Wagner unterliegt bei der Europameisterschaft im Kampf um den dritten Platz.
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Hannes Wagner (links) bewies bei der Europameisterschaft Kampfgeist, doch im Duell um Bronze zog der Lichtenfelser knapp den Kürzeren.  Foto: Jörg Richter
Hannes Wagner (links) bewies bei der Europameisterschaft Kampfgeist, doch im Duell um Bronze zog der Lichtenfelser knapp den Kürzeren. Foto: Jörg Richter

Eine tolle Energieleistung lieferte Hannes Wagner aus Klosterlangheim bei der Europameisterschaft in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Der Ringer des AC Lichtenfels kämpfte sich in der 82-Kilogramm-Klasse (griechisch-römischer Stil) über die Hoffnungsrunde bis ins kleine Finale. Dort verpasste er allerdings knapp die erhoffte Bronzemedaille.

Wagner startet mit Niederlage

Die kontinentalen Titelkämpfe starteten für Wagner mit einer Niederlage. Im Achtelfinale unterlag der Lichtenfelser dem späteren Europameister Raibek Bisultanov (Dänemark) mit 4:5 Wertungspunkten. Wagner hatte dennoch eine Spitzenleistung gezeigt und vor allem im Bodenkampf gepunktet. Da der Däne das Finale erreichte, konnte Wagner in der Hoffnungsrunde weiter um eine Medaille kämpfen. Und diesem Ziel kam er mit dem 3:0 -Erfolg gegen den Weißrussen Viktar Sasunouski ein Stück näher - der 23-Jährige hatte sich für den Kampf um Bronze qualifiziert.

Bundestrainer Carl zufrieden

Dort traf der Lichtenfelser auf den Türken Emrah Kus. Wagner hielt dieses Duell lange offen. Eine technische Wertung gelang dem Türken nicht. Allerdings musste Wagner zwei Passivitätsverwarnungen hinnehmen - und diese reichten Kus zum knappen Sieg mit 2:1 Punkten. "Fast wäre es für uns die vierte EM-Medaille gewesen, es war eine starke Leistung von Hannes", stellte Bundestrainer Michael Carl dem Sport-Polizisten ein sehr gutes Zeugnis aus.

Für Wagner, der gerade erst aus der U23-Altersklasse kommt, war schon die Qualifikation für die Männer-Europameisterschaft ein Riesenerfolg.

Ramsin Azizsir (97 kg), der das Ringen in Hof erlernte und für den SV Wacker Burghausen startet, wurde in Bukarest Achter im Halbschwergewicht. Azizsir besiegte den Slowaken Tamas Soos durch technische Überlegenheit mit 9:0, verlor dann aber das Achtelfinale gegen Mykola Krysov. Der Ringer aus der Ukraine gewann, da er beim Stand von 3:3 die letzte Wertung hatte. Da der Ukrainer das Finale anschließend verpasste, war die EM auch für Azizsir beendet.

Deutsche Ringer sammeln fünf Medaillen

Insgesamt sammelten die Athleten des Deutschen Ringerbunds bei der Europameisterschaft zwei Silber- und drei Bronzemedaillen. Anna Schell (72 kg/RLZ Aschaffenburg) und Roland Schwarz (77 kg/SVW Burghausen), der Sohn des viermaligen Weltmeisters und Vizeolympiasiegers Islam Dugutschijew wurde beim AC Bayreuth und ASC Bindlach ausgebildet, holten Silber. Den dritten Platz sicherten sich in ihren Gewichtsklassen Fabian Schmitt (55 kg/SVW Burghausen), Denis Kudla (87 kg/VfK Schifferstadt) und Aline Rotter-Focken (76 kg/KSV Krefeld).

"Ein insgesamt sehr starkes Ergebnis, wobei wir jetzt die Athleten individuell auf die Weltmeisterschaften vorbereiten, wo noch weitere, internationale Spitzenringer aus den USA, Kanada oder dem Iran sowie bei den Frauen vor allem die starken Asiatinnen hinzukommen", dankt Sportdirektor Jannis Zamanduridis den Trainerteams, mit denen er nun auf die anstehenden Welttitelkämpfe blickt. Dort werden die ersten Startplätze für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 vergeben.

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