Lichtenfels
Ringen

Hannes Wagner für die EM nominiert

Der 23-jährige Lichtenfelser darf bei seiner ersten Europameisterschaft der Männer im April in Bukarest auf die Matte.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Dänemark bezwang Hannes Wagner (links) auch den Tschechen Petr Novak deutlich und verdiente sich mit Platz 2 das Ticket für die Europameisterschaft. Foto: ACL
In Dänemark bezwang Hannes Wagner (links) auch den Tschechen Petr Novak deutlich und verdiente sich mit Platz 2 das Ticket für die Europameisterschaft. Foto: ACL

Der Lichtenfelser Ringer Hannes Wagner ist nach seiner guten Leistung bei den Thor Masters in Dänemark von Bundestrainer Michael Carl für die Europameisterschaft vom 8. bis 14. April in Bukarest nominiert worden. Der für den AC Lichtenfels ringende 23-jährige Klosterlangheimer startet dort in der 82-Kilo-Klasse im griechisch-römischen Stil.

EM-Debüt bei den Männern

Für Wagner ist das ein Riesenerfolg, darf der zweimalige deutsche Meister doch in seinem ersten Jahr, in dem er aus der U23-Altersklasse herausgewachsen ist, gleich bei der EM der Männer auf die Matte. In der U23 und bei den Junioren war der ACL-Ringer bereits mehrmals bei Europameisterschaften am Start.

Auf Nachfrage dieser Zeitung gab sich Wagner bescheiden. "Das ist ja mein Job", meinte er zur EM-Nominierung. Der angehende bayerische Polizist ist als Mitglied der Sporfördergruppe bis Ende Juni noch freigestellt. Im Vorfeld hatte Wagner versucht, nicht an die mögliche EM-Nominierung zu denken. "Ich wollte mich nur auf das Turnier fokussieren."

Wagner zog in der dänischen Hafenstadt Nyköbing Falster mit fünf Siegen ins Finale ein, wo er gegen den Lokalmatador Rajbek Bisultanov unterlag. "Da war ich etwas platt", gestand der Oberfranke. Seine Leistungen zuvor bewertete der Klosterlanheimer aber als gut. "Ich konnte meine Leistungen abrufen. Und mit dem Finaleinzug habe ich mir dann schon Hoffnungen gemacht, bei der EM dabei zu sein."

Bundestrainer lobt Entwicklung

Das sah offensichtlich auch Bundestraienr Michael Carl so und sagte zu seinem Kader: "Wir haben bei einigen Athleten erfreuliche Entwicklungen seit der letzten Weltmeisterschaft 2018 in Budapest gesehen, wichtig ist, dass wir in den nächsten Wochen einen weiteren Entwicklungsschritt vollziehen, damit wir bei den Europameisterschaften in Bukarest und vor allem bei den Weltmeisterschaften in Kasachstan, die zugleich als erste Olympiaqualifikation für Tokio 2020 gilt, unsere Maximalleistung abrufen können."

Intensive Vorbereitung in den nächsten Wochen

Bis zur EM stehen für Wagner & Co. noch viele Trainingseinheiten bevor. Nach den Thor Masters blieb das Greco-Team gleich in Dänemark und trainiert dort bis Ende der Woche. Es folgen noch Konditionseinheiten, ein weiteres Trainingslager in Schifferstadt, ehe in der Woche vor der kontinentalen Meisterschaft in Heimat Gewichtmachen angesagt ist. "Mein Normalgewicht sind 88 Kilo. Mit einer Ernährungsumstellung und notfalls mit Wasserentzug übers Schwitzen muss ich dann zum EM-Start auf 82 Kilo runterkommen", sagt Wagner. An die Substanz geht, dass man bei der EM zweieinhalb Stunden nach der Waage schon auf die Matte muss. In der Vergangenheit wurde man einen Tag vor dem ersten Kampf gewogen.

Drei weitere Franken im EM-Kader

Carl nominierte mit dem Trainerteam neben Wagner drei weitere Franken für den EM-Kader. So startet in der 55-Kilo-Klasse Fabian Schmitt vom SV Johannis Nürnberg, vom ASC Bindlach Roland Schwarz (77 Kilo) und im 97-Kilo-Limit Ramsin Azizsir vom ASV Hof in der rumänischen Hauptstadt.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren