Lichtenfels
Ringen

Greiz lässt sich nicht stoppen

Die Thüringer gewinnen beim AC Lichtenfels deutlich mit 22:9. Drei Kämpfe gehen an die ACler, die weiter auf ihren ersten Sieg in der Bundesliga warten. Greizer ehren zusammen mit dem ACL den Ex-Ringer Martin Kittner.
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Erfrischung von Trainer Venelin Venkov für Ahmet Duman (rechts). Der Türke im ACL-Dress holte vier Mannschaftspunkte.  Foto: Gunther Czepera
Erfrischung von Trainer Venelin Venkov für Ahmet Duman (rechts). Der Türke im ACL-Dress holte vier Mannschaftspunkte. Foto: Gunther Czepera

Der RSV Rotation Greiz ist definitiv eine Nummer zu groß für die Ringer des AC Lichtenfels. Der Tabellendritte gewann, nachdem er schon den Hinkampf mit 19:7 für sich entschieden hatte, am Samstag auch die Rückrundenbegegnung klar mit 22:9 für sich. Bevor die Kämpfe starteten, wurden die Zuschauer in der Halle Zeuge des freundschaftlichen Verhältnisses beider Vereine, als die Gäste den ehemaligen Greizer und Lichtenfelser Ringer Martin Kittner ehrten, der sich am 30. September 2006 bei einem Heimkampf des ACL zwei Halswirbel brach und seitdem querschnittsgelähmt ist.

Petrov verliert nach 1:42 Minuten

57 kg, griechisch-römisch: Mario Petrov lieferte sich mit dem Greizer Zurab Matcharashvili ein heißes Duell. Der Gast beförderte den Lichtenfelser mit einem Wurf in die gefährliche Lage. Aus dieser befreite sich Petrov zwar, fand sich danach aber in einer engen Kopfklammer wieder. Dem Gast gelang aus dieser Postion ein Wurf, ehe der Unparteiische den Griff nicht länger zuließ. Ein sauberer Armzug Petrovs brachte dem ACler vier Punkte. Als Matcharashvili sich die nächsten Punkte und die Oberlage sicherte, punktete der Greizer daraus erneut und hatte mit 19:4 nach 1:42 Minuten den Kampf vorzeitig entschieden (0:4).

130 kg, Freistil: Philipp Schütz hatte für Lichtenfels in die unübliche Richtung Gewicht machen müssen, um das Mindestgewicht von 86,1 Kilo für das Schwergewicht zu erreichen. Gegen den deutlich schwereren Sebastian Wendel und im ungewohnten freien Stil rang Schütz gut mit, nach zwei Beinangriffen und Folgewertungen in der Bodenlage fand der Kampf jedoch nach 2:12 Minuten ein vorzeitiges Ende (0:8).

61 kg, Fr.: Gegen Rasul Galamatov ging der Korbstädter Ahmed Duman von Beginn an in die Offensive. Aus den ersten Angriffen resultierten zwar keine Punkte, sie reichten aber, den Unparteiischen von Dumans Aktivität zu überzeugen. Noch während der Aktivitätszeit holte sich der ACler die ersten Punkte. Auch nach dem 2:1-Pausenstand blieb Duman überlegen. Nachdem er sich die Oberlage erkämpft hatte, punktete er mit einer Beinschraube mehrfach. Nach einem weiteren Angriff und einer Beinschraube lag Duman nach gut vier Minuten mit 16:1 vorn und hatte den Kampf vorzeitig gewonnen (4:8).

98 kg, gr.-röm.: Alex Szöke traf im Halbschwergewicht auf seinen ungarischen Landsmann Zsolt Török. Szöke war dem ehemaligen WM-Teilnehmer von Beginn an physisch überlegen, sicherte sich die erste angeordnete Oberlage und drehte seinen Gegner am Boden dreimal zur 7:0-Führung. Auch in Runde 2 dominierte der ACler, sicherte seinem Team mit dem 8:0-Endstand drei Mannschaftspunkte und verkürzte in der Gesamtwertung auf 7:8.

66 kg, gr.-röm.: Rumen Savchev startete gegen Dawid Karecinski gewohnt ambitioniert. Aus der angeordneten Oberlage gelangen dem Lichtenfelser allerdings keine Wertung. Zurück im Stand nutzte der Greizer eine Unachtsamkeit aus, erkämpfte sich die Oberlage, aus der er bis zur Pause weiter punktete. Dabei verletzte sich der Lichtenfelser, der Kampf wurde abgebrochen (7:12).

86 kg, Fr.: Dem Lichtenfelser Andrzej Sokalski gelangen gegen Martin Obst die ersten zwei Punkte. Gezeichnet vom Anfangsinvest war es der Gast, der vor Ende der ersten Runde wiederholt die Oberlage errang und mit 6:2 in Führung ging. In der zweiten Runde hielt Obst den Druck aufrecht, punktete erneut und holte mit dem 7:2 zwei Zähler fürs Teamkonto (7:14).

71 kg, Fr.: Krum Chuchurov setzte den Greizer Joel Wrensch von der ersten Sekunde an unter Druck. Nachdem sich der Gast ausschließlich auf die Defensive konzentrierte, wurde er vom Unparteiischen mit der 30-sekündigen Aktivitätszeit bestraft. Diese brachte Chuchurov knapp in Führung, die er nach einigen abgewehrten Angriffen auf 3:0 erhöhte. Erneut war es der ACler, der nach der Pause aktiver war und gegen den weitgehend ungefährlichen Greizer einen Punktsieg errang (9:14).

80 kg, gr.-röm.: Das Duell zwischen Tobias Schütz und Mateusz Wolny war nicht so deutlich, wie es nach dem 0:4 scheint. Nach einem ausgeglichenen Standkampf war es der Lichtenfelser, der in die Bodenlage geschickt wurde und zwei weitere Punkte dem Gegner überlassen musste. Im Stand hatte selbst der Unparteiische Probleme, den aktiveren Ringer auszumachen. In einem erbitterten Kampf um die Passivität war es der Gast, der den entscheidenden Schritt vorwärts machte, damit erneut in die Oberlage kam und gewann (9:16).

75 kg, gr.-röm.: Nach einigen Wochen stand Achim Thumshirn wieder im Trikot des AC auf der Matte. Sein Gegner Igor Besleaga sicherte sich als aktiverer Ringer die angeordnete Oberlage in Runde 1. Aus dieser drehte der Greizer den ACler. Nach der Pause verlief der Kampf analog zur ersten Runde, eine erneute Verwarnung wegen Passivität führte zum 0:7-Endstand (9:18).

75 kg, Fr.: Lukas Tomaszek gab gegen die Aktionen von Daniel Sartakov nur kleine Wertungen ab. Dem Greizer gelang dann eine Viererwertung. Davon ließ sich der Lichtenfelser jedoch nicht einschüchtern und blieb gefährlich. In Runde 2 holte Satakov weitere Wertungen und beendet den Kampf mit 16:0 vorzeitig (9:22).dma

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