Florian Ascherl, langjähriger Regionalligaspieler der SpVgg Bayreuth und der SpVgg Bayern Hof, übernimmt die Jurastädter im Sommer.

Der 37-Jährige, der in Küps wohnt, war 2017/18 mitspielender Coach des Bezirksligisten ATS  Kulmbach und hatte seitdem pausiert. Der Kontakt kam über SCWO-Ehrenmitglied Alois Dechant zustande, den Ascherl aus seiner Zeit bei der Bayreuther "Altstadt" kennt, die damals einige Heimspiele im Weismainer Waldstadion austrug.  

Schnell geeinigt

;

"Wir waren uns zügig einig. Entscheidend ist für mich, dass ein Verein ambitioniert ist und es engagierte Leute gibt, die mit Herzblut für den Fußball leben. Und ich habe das Gefühl, dass das in Weismain der Fall ist", sagt Ascherl über seinen neuen Club, von dem er schon einige Partien gesehen hat. Das Team habe Potenzial. "Der größte Teil der Mannschaft soll bleiben, und ich möchte einige junge Spieler weiterentwickeln."

Klassenerhalt hat oberste Priorität

;

Zunächst gelte es jedoch erst einmal, die Kreisliga zu halten. Der SCWO geht mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone in die Rückrunde. "Wenn wir die Klasse halten, wollen wir uns nächstes  Jahr natürlich nach oben entwickeln. Da liegt aber noch viel Arbeit vor uns", sagt Ascherl, der in der Region kein Unbekannter ist.

Bis 2000 spielte er für die "Zweite" des 1. FC Nürnberg in der Bayernliga. Anschließend lief der Defensivmann, der einen Zweijahresvertrag erhält, schon einmal zwei Jahre im Weismainer Waldstadion auf - für den SC Weismain in der Landesliga. In der Folge kickte Ascherl elf Jahre in Hof und drei Serien lang für die Bayreuther "Altstadt". Danach ging es zum TSV Neudrossenfeld und zuletzt nach Kulmbach.

Kemnitzer noch bis Saisonende

;

In Weismain wird Ascherl Nachfolger von Volker Kemnitzer. Der 48-Jährige hatte die "Blau-Weißen" vor dieser Saison übernommen. Er werde seinen Vertrag erfüllen, sagt Wolfgang Schmidt, Vorsitzender des SCW Obermain. "Mir gefällt es in Weismain sehr gut und wir werden in der Rückrunde alles für den Verein geben", sagt Kemnitzer, der für die neue Saison für sämtliche Angebote offen ist.

Mit dem neuen Trainer Florian Ascherl solle auch eine Aufbruchstimmung im Verein erzeugt werden, so Vorsitzender Schmidt. "Die Meldung ist bei den Spielern sehr gut angekommen. Wir wollen die Mannschaft verstärken, mehr Stabilität erreichen und eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung in den kommenden Jahren gewährleisten."

Teamgeist und Training wichtig

;

Der neue Trainer hofft, mit der Mannschaft den Spaß am Fußball und die kämpferischen Tugenden zu vereinen.  "Mir sind Teamgeist und Wille sehr wichtig. Individualisten entscheiden ein Spiel, bringen aber keine Meisterschaft." Ascherl mag keine trainingsfaulen Spieler. "Man braucht die richtige Einstellung zum Sport. Entweder man macht es richtig oder lässt es", sagt Ascherl, der selbst aktiv die Defensive verstärken will. Sein Ziel in der Jurastadt: "Schritt für Schritt etwas aufbauen."

Dafür soll Ascherl nicht der einzige Neuzugang bleiben. "Er wird den bestehenden Kader übernehmen und ihn explizit mit dem ein oder anderen Neuzugang verstärken", teilt der sportliche Leiter Georg Pitterich mit. "Dabei sollen verstärkt Talente aus der Region angesprochen werden, die auch charakterlich zu uns passen", sagt Pitterich. asch