Lichtenfels
Fußball

FC Lichtenfels: Wieder mehr personelle Alternativen

Der Landesligist FC Lichtenfels ist gegen unbesiegte Aschaffenburger Außenseiter, sieht beim Gegner aber ein kleine Schwäche.
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Pascal Scholz (rechts) kehrt am Wochenende in den Lichtenfelser Kader zurück.  Foto: Gunther Czepera
Pascal Scholz (rechts) kehrt am Wochenende in den Lichtenfelser Kader zurück. Foto: Gunther Czepera

Im fünften Anlauf hat es geklappt: Der FC Lichtenfels verbuchte am vergangenen Wochenende mit dem 2:1 beim SV Alemannia Haibach den ersten Saisonsieg in der Landesliga Nordwest. Schlusslicht ist der FCL dennoch, aber das Selbstbewusstsein ist gewachsen. So peilt das Team des Trainer-Duos Christian Goller/Oliver Müller am Samstag (16 Uhr) im Heimspiel gegen den noch unbesiegten SV Vatan Spor Aschaffenburg eine Überraschung an. Und Trainer Goller hat eine kleine Schwäche beim Gegner ausgemacht.

Landesliga Nordwest

FC Lichtenfels - Vatan Spor Aschaffenburg

Die Aschaffenburger bezwangen zuletzt den aktuellen Tabellendritten 1. FC Geesdorf auf eigenem Platz mit 2:1 und kletterten damit auf den zweiten Rang. Entsprechend groß ist der Lichtenfelser Respekt vor dem Gegner. "Sie sind zwar Aufsteiger, haben aber einige Spieler in den Reihen - angefangen bei Spielertrainer Peter Sprung - die schon höherklassig gespielt haben", verdeutlich Goller, dass die bisherigen Leistungen der Aschaffenburger nicht unbedingt überraschend kommen. "Sie sind jedenfalls kein typischer Aufsteiger und gehören spielerisch zu den besten Teams der Liga. Außerdem haben sie die Aufstiegseuphorie - und stehen verdient auf Platz 2."

Die Rollenverteilung am Samstag ist also klar, zumal die Lichtenfelser trotz des ersten Saisonerfolgs immer noch das Tabellenende der Landesliga Nordwest zieren. Auf verlorenem Posten sieht Goller seine Mannschaft aber keineswegs, blickt genauer auf die bisherigen fünf Saisonspiele der Aschaffenburger und greift ein wenig in die psychologische Trickkiste, um seinem Team Mut zu machen: "Ihre drei Siege haben sie auf ihrem kleinen Kunstrasenplatz zuhause eingefahren, auswärts auf Naturrasen haben sie zweimal Unentschieden gespielt. Vatan Spor ist ein schwieriger Gegner, aber keine unlösbare Aufgabe."

Leistung muss bestätigt werden

Klar ist aber: Wollen die Lichtenfelser etwas Zählbares aus der Partie mitnehmen, müssen sie die Leistung aus der Vorwoche bestätigten. "Unterm Strich war das im Spiel in Haibach vor allem defensiv eine Steigerung von uns. Diese Steigerung müssen wir nun am Wochenende bestätigen", verdeutlicht Goller. Eine sicher stehende Defensive ist für den FCL also weiterhin der Schlüssel zum Erfolg in der noch relativ unbekannten Liga.

Gerade wegen der angespannten Personalsituation kam der Erfolg in Haibach aber auch ein wenig überraschend: "Die Voraussetzungen waren nicht gut, denn vom Kader der ersten Mannschaft waren gerade einmal zehn Spieler dabei. So prekär war die Personalsituation noch nie, glaube ich."

Der Rumpfkader erwies sich dennoch als stark genug, um den ersten Saisonsieg einzufahren. "Wir sind mit einer 2:0-Führung in die Pause gegangen, haben dann in der 59. Minute den Anschlusstreffer kassiert. Später hat Haibach wegen eines üblen Foulspiels eine Rote Karte bekommen, danach haben wir den Sieg recht souverän über die Zeit gebracht", fast Goller die zurückliegende Partie zusammen.

FCL-Duo kehrt zurück

Eine solch souveräne Leistung braucht es auch, um gegen die noch ungeschlagenen Aschaffenburger Punkte zu holen. Weitere Hoffnung macht die kürzer werdende Ausfallliste: Unter anderem kehren Lukasz Jankowiak und Pascal Scholz wieder ins Lichtenfelser Aufgebot zurück.

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