Lichtenfels
Fußball-Landesliga

FC Lichtenfels will weiter an der Spitze mitmischen

Beim schwach gestarteten TSV Kornburg kann der FC Lichtenfels in der Tabelle nach oben klettern. Scholz wurde für drei Spiele gesperrt, aber Pfadenhauer und Zollnhofer sind zurück.
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Nach dem Siegtreffer von Andreas Mahr (Nr. 6) gegen Friesen jubelten die Lichtenfelser (von links) Christopher Schaller, Dennis Schunke, Lukasz Jankowiak und Kapitän Daniel Schardt überschwänglich. Foto: G. Czepera
Nach dem Siegtreffer von Andreas Mahr (Nr. 6) gegen Friesen jubelten die Lichtenfelser (von links) Christopher Schaller, Dennis Schunke, Lukasz Jankowiak und Kapitän Daniel Schardt überschwänglich. Foto: G. Czepera
Nach sechs Spieltagen kann man den Saisonstart des FC Lichtenfels in der Fußball-Landesliga Nordost als absolut gelungen bezeichnen. Der letztjährige Tabellenzehnte mischt die Konkurrenz ordentlich auf und spielt seit dem letzten 3:2-Heimsieg über den SV Friesen (14.) als Sechster sogar im Spitzenfeld mit. Am Samstag (16 Uhr) könnte die Mannschaft des Trainergespanns Christian Goller/Alexander Grau weiter nach oben klettern. Voraussetzung wäre ein Auswärtssieg beim noch sieglosen Bayernligaabsteiger TSV Kornburg (17.).


Mental beeindruckend

Zuzutrauen ist den Lichtenfelsern ein Sieg allemal, denn vor Wochenfrist zeigten sie beim 3:2-Heimsieg über Friesen eine beeindruckende mentale Leistung. Dabei drehten die FCler einen 1:2-Rückstand trotz 70-minütiger Unterzahl nach derRoten Karte gegen Pascal Scholz (22.) in der Schlussphase noch zum Heimdreier. "Wir haben sehr diszipliniert gespielt und der Unterzahl sowie der Hitze getrotzt", lobt FCL-Trainer Christian Goller seine Spieler. "Wir haben immer daran geglaubt, das Spiel noch drehen zu können und wurden belohnt."


Punktgleich mit dem Zweiten

Als Sechster ist Lichtenfels sogar punktgleich mit dem Zweiten SC Feucht. Nun droht dem FCL ein Ende der Erfolgswelle. Neben dem nun für drei Spiele gesperrten Scholz werden am Samstag in Kornburg noch Lukasz Jankowiak, Edgar Wagner, Christoph Kraus und Pascal Graf ausfallen. Da zudem Mariusz Jankowiak (Kreuzbandriss) weiter fehlt, muss das Trainergespann Grau/Goller experimentieren. Immerhin können die Coaches wieder auf Maximilian Pfadenhauer, Tobias Zolln-hofer und Niklas Lulei zurückgreifen, die jedoch erst wieder in ihren Spielfluss finden müssen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des angeschlagenen Luca Ljevsic. "Wir müssen derzeit sehr erfinderisch reagieren und haben in jedem Spiel eine andere Aufstellung", äußert sich Goller besorgt. "Ich traue der Mannschaft aber absolut zu, das zu kompensieren."


Kornburger ohne Selbstvertrauen

Dieser Optimismus könnte auch mit dem Gegner zusammenhängen. Der TSV Kornburg verbreitet mit erst zwei Unentschieden (0:0 gegen Fürth und 3:3 gegen Mitterteich) nicht gerade Angst und Schrecken. Nach dem Abstieg aus der Bayernliga Süd, als der TSV als Tabellenletzter nur 28 Punkte aus 36 Spielen holte und dabei 97 Gegentore kassierte, mussten die Nürnberger Vorstädter auch noch zehn Abgänge verkraften. Da derzeit noch sieben Spieler verletzt ausfallen, verwundert die Misere mit zuletzt drei Niederlagen nicht wirklich.
Vor allem die 1:4-Pleite am vergangenen Spieltag gegen Großschwarzenlohe (12.) war besorgniserregend. "Ich denke, dass den Kornburgern nach der vergangenen schwierigen Saison etwas das Selbstvertrauen fehlt", meint FCL-Coach Goller. "Wir wollen sie jetzt nicht aufbauen, sondern unseren Nutzen daraus ziehen."
FC Lichtenfels: Köster, Hetzel - Mohr, Hellmuth, Wige, Schardt, Geldner, L. Dietz, Zollnhofer, Schunke, Schaller, Pfadenhauer, Lulei, Ljevsic, Mahr, Aumüller.


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