Lichtenfels
Fußball

FC Lichtenfels will seine verheerende Bilanz aufbessern

Der FC Lichtenfels will erstmals in der Landesliga Nordost gegen den heimschwachen SV Mitterteich punkten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Gegen den TSV Neudrossenfeld mit Sebastian Lattermann (links) rieb sich der Lichtenfelser Luca Ljevsic noch in Zweikämpfen auf. In Mitterteich wird der 22-Jährige dagegen fehlen.  Foto: Gunther Czepera
Gegen den TSV Neudrossenfeld mit Sebastian Lattermann (links) rieb sich der Lichtenfelser Luca Ljevsic noch in Zweikämpfen auf. In Mitterteich wird der 22-Jährige dagegen fehlen. Foto: Gunther Czepera

Der Start nach der Winterpause war für den FC Lichtenfels (7.) in der Landesliga Nordost durchwachsen: Erst verlor er 2:3 gegen den TSV Kornburg, dann fiel die Partie bei Quelle Fürth aus, aber immerhin gelang am vergangenen Wochenende mit dem 1:1 gegen den Zweiten TSV Neudrossenfeld ein achtbares Ergebnis. Das Trainer-Duo Alexander Grau und Christian Goller will nun am Samstag (15 Uhr) beim oberen Tabellennachbarn SV Mitterteich die ersten drei Punkte des Jahres holen.

Später Ausgleichstreffer

Dazu muss der FCL an die Leistung beim Unentschieden gegen Neudrossenfeld anknüpfen. Der späte Ausgleichstreffer von Maximilan Pfadenhauer sicherte den Lichtenfelsern erstmals einen Punkt gegen eine der vier Top-Mannschaften.

"Ich bin nicht nur wegen des Ergebnisses zufrieden", sagt Grau. "Die Mannschaft hat die Vorgaben in der ersten Hälfte so umgesetzt, wie wir uns das vorgestellt hatten." Die Neudrossenfelder standen nach der Niederlage im Heimspiel gegen den SC Großschwarzenlohe unter Siegzwang, um an Tabellenführer FC Eintracht Bamberg dranzubleiben. "Dementsprechend haben wir versucht, keine Räume und Tormöglichkeiten preiszugeben", sagt der 41-Jährige. Der Plan funktionierte bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit, dann erzielte Sebastian Lattermann das 0:1.

Der Rückstand zwang die Lichtenfelser, ihre Spielweise zu ändern. "Die ersten Minuten im zweiten Durchgang hatten wir noch Schwierigkeiten", sagt Grau. "Danach haben wir den Druck stetig erhöht, uns immer mehr Chancen erarbeitet und mit dem Ausgleich belohnt."

Zwei Punkte mehr

Den FCL erwartet nun mit dem SV Mitterteich ein Team, das nur zwei Punkte mehr auf dem Konto hat. Allerdings entschied die Mannschaft von Trainer Andreas Lang die bisherigen drei Landesliga-Duelle gegen die Lichtenfelser für sich. "Die Mitterteicher sind schwer zu bespielen, weil sie eine sehr aggressive Mannschaft haben und für einen Treffer keine fünf Hochkaräter benötigen", sagt Grau.

Die Stiftländer sind gut in Form und überraschten nach der Winterpause bereits zweimal: Den viertplatzierten SC Feucht zwang der SVM auswärts mit 2:1 in die Knie, dem Dritten SC Schwabach trotzten sie - ebenfalls auswärts - ein 1:1 ab. Der 3:0-Sieg in Großschwarzenlohe vom vergangenen Wochenende rundete den tollen Start ins neue Kalenderjahr ab. 25 Zähler sammelten die Mitterteicher in der Fremde. Damit liegen sie in der Auswärtstabelle auf Platz 4. Spitzenreiter Bamberg, zusammen mit Schwabach bestes Auswärtsteam, holte nur drei Punkte mehr.

Auf eigenem Platz sieht es anders aus: Mit mageren 13 Zählern liegt Mitterteich auf Rang 13 der Heimtabelle. "Ihr Spiel ist es, abzuwarten, auf die Fehler des Gegners zu lauern und nach Ballgewinn schnell umzuschalten", weiß der FCL-Trainer. Auswärts hätten sie es daher leichter als zu Hause, wenn sie das Spiel machen müssen.

Diesen Schwachpunkt will Grau mit seiner Mannschaft ausnutzen: "Wir wollen Mitterteich ganz bewusst den Ball überlassen und selbst schnell umschalten", gibt der 41-Jährige Einblick in die geplante Taktik. Um nicht mit leeren Händen aus der Oberpfalz zurückzukehren, benötigt der FCL eine ähnlich stabile Defensive wie gegen Neudrossenfeld. "Wenn alle ihre Aufgaben erledigen, sind wir nicht chancenlos", ist Grau optimistisch.

Zwei Leistungsträger fehlen

Doch die Lichtenfelser treten in Mitterteich mit einem dezimierten Kader an. Mit Martin Hellmuth und Luca Ljevsic fallen zwei Stammkräfte aus. Dazu fehlt Christoph Mohr. Sorgen macht sich der Lichtenfelser Trainer deswegen nicht: "Gerade auf der Sechser- beziehungsweise Zehnerposition, wo Luca spielt, haben wir genügend Qualität, um so einen Ausfall aufzufangen."

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren