Lichtenfels
Fußball

FC Lichtenfels: Mit Köpfchen zum ersten Sieg

Der FC Lichtenfels beweist beim SV Alemannia Haibach Lufthoheit, trifft zwei Mal per Kopf und feiert den ersten Saisonerfolg in der Landesliga Nordwest.
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Der Lichtenfelser Dennis Schunke (links) glänzte in Haibach nicht nur mit starkem Kopfballspiel, sondern auch als Vorbereiter.  Foto: Gunter Czepera/Archiv
Der Lichtenfelser Dennis Schunke (links) glänzte in Haibach nicht nur mit starkem Kopfballspiel, sondern auch als Vorbereiter. Foto: Gunter Czepera/Archiv

Am fünften Spieltag der Landesliga Nordwest ist der Knoten beim FC Lichtenfels geplatzt: Zum ersten Mal in dieser Saison punktete das Team des Trainer-Duos Oliver Müller/Christian Goller - und das gleich dreifach.

Beim ambitionierten SV Alemannia Haibach - es war seine erste Heimniederlage - gewannen die Lichtenfelser mit 2:1 (2:0). Die Gäste waren durch zwei tolle Kopfballtore in der ersten Halbzeit in Führung gegangen, mussten dann aber nach dem Seitenwechsel noch um den Erfolg bangen.

Landesliga Nordwest

SV Alemannia Haibach - FC Lichtenfels 1:2 (0:2)

Für beide Teams war es ein richtungsweisendes Spiel. Die Lichtenfelser wussten: Eine weitere Niederlage und sie müssen sich auf eine längere Zeit auf einem Abstiegsplatz einstellen. Dagegen wollten die als Mitfavorit in die Saison gegangenen Haibacher ihren schwachen Saisonstart vergessen machen und den zweiten Saisonsieg feiern.

Die Gastgeber waren zunächst das aktivere Team. In der 7. Minute nahm Ricardo Santos den Ball volley, verfehlte aber klar das Ziel. Und dann schlug der FC Lichtenfels bei einem schnellen Angriff über nur vier Stationen zu. Ein weiter Ball aus dem eigenen Strafraum kam per Kopfballverlängerung zu Dennis Schunke. Dieser nutzte seinen Freiraum auf der linken Seite und flankte präzise auf Christopher Schaller - 0:1 in der 10. Minute.

In der Folge erspielte sich die Mannschaft von SV-Trainer Torsten Zeuch mehrere Eckbälle, die allerdings nichts einbrachten. Im Mittelfeld lief der Ball bei den Haibachern immer wieder gefällig über mehrere Stationen, doch sobald die Heimelf sich dem Lichtenfelser Tor näherte, war die Gästedefensive zur Stelle und ließ keine Gefahr aufkommen.

Wesentlich zielgerichteter agierten die Lichtenfelser - und sie konnten sich auf ihre Kopfballstärke verlassen. Diesmal kam die maßgenaue Flanke nach einer Balleroberung im Mittelfeld von rechts, Sebastian Zillig schraubte sich am Elfmeterpunkt nach oben und köpfte gefühlvoll zum 0:2 (41.) ein. Bei diesen Spielstand blieb es bis zur Halbzeitpause.

Die Hausherren brachten nach dem Seitenwechsel mit Christian März und Baris Eren zwei frische Kräfte und kamen nach einer Unsicherheit in der FCL-Abwehr auch gleich zu einer guten Chance. Der Anschlusstreffer fiel allerdings erst in der 60. Minute. Bei einem schnell vorgetragenen Angriff waren die Lichtenfelser ungeordnet und ließen Marco Trapp zu viel Freiraum. Unbedrängt köpfte er aus knapp fünf Metern ein.

Doch im Gegensatz zu den Vorwochen machte sich bei den Lichtenfelsern nach diesem Gegentreffer keine Unsicherheit breit. Im Gegenteil: Sie ließen kaum noch zwingende Angriffe des Gegners zu und verteidigten den Ein-Tore-Vorsprung gegen die ab der 75. Minute dezimierten Hausherren - Steven Summa hatte nach groben Foulspiel die Rote Karte gesehen - souverän bis zum Schlusspfiff.

So resümierte FCL-Trainer Oliver Müller: "Das war ein verdienter Sieg für uns. Wir hatten einige Möglichkeiten zum 3:0, haben dann aber Haibach wieder stark gemacht. Wir sind glücklich, dass wir den knappen Vorsprung dieses Mal über die Zeit gebracht haben."

Dagegen war Haibachs Trainer Zeuch bedient: "Wir hatten uns so viel vorgenommen - und haben das Spiel bereits in der ersten Hälfte verloren." Das Selbstvertrauen sei nach dem 0:2-Rückstand wie gelähmt gewesen. Zudem sei sein Team für den Einsatz im zweiten Abschnitt nicht belohnt worden.

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