Lichtenfels
Fußball-Landesliga

FC Lichtenfels kassiert zu viele einfache Gegentore

Licht und Schatten wechseln sich beim Fußball-Landesligisten FC Lichtenfels im Kalenderjahr 2019 weiter munter ab.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf den Röslauer Torjäger Ertac Tonka müssen die Lichtenfelser am Freitagabend beim FC Vorwärts besonders aufpassen. Foto: Archiv/Muck
Auf den Röslauer Torjäger Ertac Tonka müssen die Lichtenfelser am Freitagabend beim FC Vorwärts besonders aufpassen. Foto: Archiv/Muck

Nach dem ersten Sieg des Jahres gegen Großschwarzenlohe folgten ein Remis bei der SG Quelle Fürth sowie eine 0:3-Niederlage im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SC Feucht. Ob am heutigen Freitagabend (18.30 Uhr) beim Tabellenzwölften FC Vorwärts Röslau wieder ein Sieg folgt?

An der Kulisse gegen Feucht lag es nicht - die Zuschauer vom Ragnarök-Festival heizten den Teams ordentlich ein. "Das Publikum hat wieder für eine überragende Stimmung gesorgt und unsere Mannschaft ganz toll unterstützt", lobt FCL-Trainer Alexander Grau. Einen Dreier konnten seine Jungs dennoch nicht einfahren.

Gute Ansätze

Die Ursache dafür ist maßgeblich in der Defensiv-Leistung der Lichtenfelser zu suchen. "Unsere Gegentore kamen, wie schon im gesamten Jahr 2019, viel zu einfach zustande", ärgert sich Grau über seine Abwehr, die einen Gegentreffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sowie ein kurioses Billard-Tor in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit zuließ.

"Zudem gab es noch eine sehr harte Elfmeterentscheidung gegen uns kurz vor Schluss. Diese beendete dann die 25-minütige Phase, in der wir die Feuchter ab dem 0:2 in Defensive gedrängt haben", analysierte Grau. Gute Ansätze waren im zurückliegenden Spiel also sichtbar, doch Zählbares kam nicht heraus.

Lösbare Aufgabe in Röslau

Nun geht es für den FC Lichtenfels nach Röslau. Auf dem Papier eine lösbarere Aufgabe, schließlich rangiert Röslau als Tabellenzwölfter drei Positionen hinter dem FCL. Doch für Grau kein Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. "Das Spiel in Röslau wird eine schwierige Aufgabe, auch wenn die Jungs von Ali Sener in diesem Jahr noch nicht richtig ins Rollen gekommen sind. Ähnlich wie bei uns wechseln sich bei Röslau konstant gute Phasen mit schwächeren ab", erkannte der Lichtenfelser Coach.

Grau warnt vor Röslau-Torjäger

Vor allem ein Mann macht Vorwärts Röslau zu einem gefährlichen Gegner: Top-Torjäger Ertac Tonka, der in der laufenden Saison bereits 22 Mal ins Schwarze traf. "Ihn gilt es, in den Griff zu bekommen, und endlich mal wieder ohne grobe individuelle Fehler durchzuspielen", gibt Grau die Marschroute vor. Die Personalsituation macht ihm das Leben allerdings im Saisonendspurt weiter schwer.

Im schlechtesten Fall könnten Grau bis zu zehn Spieler fehlen: "Es fallen sicher beide Jankowiaks, Schardt, Schaller, Mex, Lulei und Scholz aus. Hinter dem Einsatz von Hellmuth, Dietz und Goller stehen Fragezeichen, so dass wir sicher wieder die Unterstützung unserer zweiten Mannschaft brauchen."

Trotz der Verletzten-Situation und den jüngsten individuellen Patzern in der Defensive: Ein bisschen Stolz schwingt bei Grau mit, dass der Klassenerhalt bereits vor zwei Wochen in trockene Tücher gebracht wurde: "Wir sind sehr zufrieden mit den letzten Leistungen und glücklich, den Klassenerhalt schon am Karsamstag klargemacht zu haben." So kann die Begegnung gegen Röslau wenigstens ohne Druck angegangen werden.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren