Lichtenfels
Fußball

FC Lichtenfels erst offensiv-, dann auch defensivstark

Der Landesligist FC Lichtenfels verpasst in Halbzeit 1 in Fuchsstadt eine höhere Führung, bringt aber den 2:1-Vorsprung ins Ziel.
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Der FC Lichtenfels gab lange das Tempo vor, abgehängt sah sich dagegen immer wieder der FC Fuchsstadt (weiße Trikots).  Foto: Jürgen Schmitt
Der FC Lichtenfels gab lange das Tempo vor, abgehängt sah sich dagegen immer wieder der FC Fuchsstadt (weiße Trikots). Foto: Jürgen Schmitt

Mit seinem zweiten Saisonsieg hat der FC Lichtenfels den letzten Platz in der Landesliga Nordwest verlassen. Den Grundstein zum 2:1-Auswärtssieg beim FC Fuchstadt legten die Lichtenfelser im ersten Durchgang.

Landesliga Nordwest

FC Fuchsstadt - FC Lichtenfels 1:2 (0:2)

"In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt", lobte Gästetrainer Christian Goller. "Wir sind verdient mit 2:0 in Führung gegangen, hatten gute Aktionen und viele Abschlüsse." Allerdings ließen sich die ersten 20 Minuten der Partie getrost als Spätsommer-Fußball abhaken. Die beiden Teams fielen höchstens dadurch auf, dass sie mit ihren Bällen die unendlichen Weiten des Himmels über dem Kohlenberg ausmaßen.

Fuchsstadt agiert nervös

Klar sichtbar war aber auch die Nervosität in der Fuchstadter Abwehr. Diese Unsicherheit spürten die Lichtenfelser und intensivierten nach und nach ihre Bemühungen. Meist nach dem selben Muster fingen sie zu kurz geratene, halbhohe Schläge des FCF ab und spielten nach vorne. Der Lohn: mehrere Großchancen. Christopher Schaller setzte den Ball auf die Latte. Dann schloss Gästestürmer Lukasz Jankowiak ab, Fuchsstadts Torwart Leon Zwickl sicherte sich den Ball im Nachfassen. Und schließlich rettete der Keeper vor Schaller. Die Führung für die Gäste war nur eine Frage der Zeit: Maximilian Pfadenhauer durfte den Ball ohne größere Gegenwehr annehmen, sich vorlegen und aus zwölf Metern abschließen - 0:1 in der 26. Minute.

Die Antwort der Gastgeber? Blieb aus. In der gesamten ersten Halbzeit musste Gästetorwart Christoph Kraus keinen Schuss halten. Am gefährlichsten noch der Kopfstoß des sonst blassen Dominik Halbig nach dem ersten passablen Spielzug - knapp drüber. Kurz vor der Halbzeitpause legten die Gäste nach: Einen Ballverlust der Heimelf im Mittelfeld bestrafte Lukasz Jankowiak mit einem platzierten Schuss zum 0:2.

In Durchgang 2 änderte sich zunächst nichts an den Kräfteverhältnissen. Fuchsstadt setzte auf halbgare Flanken in Richtung Lichtenfelser Strafraum - kein Problem für die FCL-Abwehr. So fiel der Anschlusstreffer überraschend: Wieder eine eher maue Flanke, doch diesmal setzte sich Sebastian Bartel im Gewühl durch und brachte den Ball Richtung Tor. Halbig nickte zum 1:2 (59.) ein.

Kurzes Aufbäumen des FCF

Jetzt witterten die Fuchsstadter ihre Chance: Lukas Liebs Freistoß ging - nachdem er abgefälscht wurde - knapp übers Tor. Doch danach kam von den Gastgebern nicht mehr viel Konstruktives. Sie kämpften, ja. Aber Torchancen sprangen kaum heraus. Im Gegenteil: Der FCF musste aufpassen, dass die Lichtenfelser ihm nicht noch das 1:3 einschenkten. So bekam der herausgeeilte Zwickl einen Lupfer gerade noch zu fassen. Und bei einem Flachschuss war er gerade noch mit den Fingern dran, lenkte den Ball zur Ecke.

Zum Glück vorm eigenen Tor kam auch noch Pech vor dem gegnerischen. Der nicht immer glücklich agierende Schiedsrichter Holger Hofmann hätte pfeifen können, als Simon Bolz mit dem Ball energisch in den Strafraum eingedrungen war und ins Straucheln kam. Ein Kontakt am Fuß, sagte der Mittelfeldspieler hinterher, sei dagewesen. Dann spitzelte ein Lichtenfelser dem einschussbereiten Halbig den Ball im letzten Moment vom Fuß. Und dass Lukas Lieb den Ball mit Wucht vom Tor weg- und nicht hineinköpft, wäre an besseren Tagen auch nicht passiert.

So verteidigten die Lichtenfelser mit viel Einsatzwillen gegen die oft überhastet angreifenden Gastgeber ihren knappen Vorsprung bis zum Spielende. "Wir haben den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit gebracht", sagte Goller erleichtert. Sein Fuchsstadter Trainerkollege Martin Halbig war dagegen bedient: "Mit so einer Leistung wie in der ersten Halbzeit kannst du in der Landesliga nicht bestehen - das ist klar." In der zweiten Halbzeit habe sein Team gekämpft und sich gewehrt, das Quäntchen Glück habe aber gefehlt.

Tore: 0:1 Pfadenhauer (26.), 0:2 Jankowiak (44.), 1:2 Halbig (59.) / Schiedsrichter: Holger Hofmann (TSV Langenfeld) / Zuschauer: 200.

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