Lichtenfels
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FC Lichtenfels: Die Ära von Trainer Alexander Grau endet beim FC Coburg

Trainer Alexander Grau gastiert in seinem letzten Spiel für den FC Lichtenfels beim FC Coburg.
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Alexander Grau (rechts) und Christian Goller waren drei Jahre lang ein gleichberechtigtes Trainergespann beim FC Lichtenfels. In jeder Spielzeit gelang der souveräne Klassenerhalt in der Landesliga.Sportfoto Zink
Alexander Grau (rechts) und Christian Goller waren drei Jahre lang ein gleichberechtigtes Trainergespann beim FC Lichtenfels. In jeder Spielzeit gelang der souveräne Klassenerhalt in der Landesliga.Sportfoto Zink

Es ist das letzte Saisonspiel des FC Lichtenfels (9. Platz) in der Landesliga Nordost und gleichzeitig das Abschiedsspiel von Trainer Alexander Grau. Der 41-Jährige steht am Samstag (14 Uhr) beim FC Coburg (15.) das letzte Mal an der Seitenlinie der Lichtenfelser. In der kommenden Saison übernimmt Grau das Amt des Sportlichen Leiters - ausgerechnet beim heutigen Gegner.

Grau verbrachte beinahe seine gesamte Fußballkarriere beim FCL: Seit 2013 betreute er die erste Mannschaft der Lichtenfelser in der Bezirks- und Landesliga. Von 1993 bis 2002 und ab 2004 war der 41-Jährige Spieler in Lichtenfels. Zum Abschied hat sich eine besondere Konstellation ergeben. Doch solange Grau Trainer beim FCL ist, will er mit seinem Trainerkollegen Christian Goller noch einmal Zählbares aus Coburg mit nach Hause nehmen.

Lichtenfelser nehmen Bestmarke ins Visier

Nach dem 3:0-Sieg durch zwei Treffer von Tobias Geldner und einem von Lukasz Jankowiak am vergangenen Wochenende beim abgeschlagenen Schlusslicht aus Sonnefeld wollen die Lichtenfelser eine Bestmarke knacken. "Wir haben uns nach dem bisher wenig erfolgreichen Jahr 2019 vorgenommen, dass wir am Ende mindestens 46 Punkte auf dem Konto haben wollen", sagt Grau. "Das wäre unsere beste Ausbeute seit dem Aufstieg in die Landesliga vor drei Jahren." Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen die Lichtenfelser gegen Coburg mindestens ein Unentschieden.

Aktuell hat der FCL 45 Zähler auf dem Konto - so viele wie in der Aufstiegssaison.

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Nach der 0:2-Niederlage im Kellerduell beim SC Großschwarzenlohe steht bereits fest, dass der FC Coburg einen Abstiegsrelegationsplatz erreichen wird. Vier Punkte Rückstand sind am letzten Spieltag nicht mehr aufzuholen. Obwohl Coburg in der Tabelle nicht mehr klettern kann, wird es eine schwierige Partie. Dementsprechend warnt Grau davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen: "Coburg wird die Partie gegen uns sicher nicht abschenken. Für sie geht es darum, durch einen Sieg Selbstvertrauen für die anschließenden Relegationsspiele zu tanken."

Der FCL-Trainer weiß genau, auf was sich seine Mannschaft einstellen muss. Eine wichtige Rolle spielen die äußeren Bedingungen. "Wichtig wird sein, dass wir in diesem Spiel von Anfang an hellwach und aggressiv agieren. Auf dem engen Kunstrasenplatz in Coburg hat man wenig Zeit und kaum Verschnaufpausen. Wir müssen also hochkonzentriert zu Werke gehen, weil der Platz Fehler schneller bestraft."

Grau zieht Bilanz

Nach den 90 Minuten in Coburg ist die Ära von Alexander Grau beim FC Lichtenfels beendet. "Mir fällt der Abschied natürlich schwer und es schwingt doch ein wenig Wehmut mit. Was hängen bleibt, sind die vielen guten Freundschaften, die entstanden sind. Die werden natürlich auch weiter bestehen bleiben." Der FCL-Trainer hebt besonders die menschliche Komponente hervor: "Ich bin dankbar, dass man mir damals als Neuling die Chance gegeben hat, als Trainer in die Bezirksliga einzusteigen. Das war nicht nur für mich, sondern auch für den Verein ein Risiko. Aber dank einiger guter Jungs aus den Jugendmannschaften konnte man hier richtig was entwickeln."

Meisterschaft in der Bezirksliga als Höhepunkt

Der sportliche Höhepunkt war die Meisterschaft in der Bezirksliga mit einem Zähler Vorsprung auf den TSV Mönchröden. "Es ist auch nicht zu verachten, wenn wir als FC Lichtenfels mit unseren bescheidenen Mitteln eine sorgenlose Saison spielen und auf einem einstelligen Tabellenplatz landen. Das ist Jahr für Jahr als Erfolg zu werten", bilanziert Grau.

FC Lichtenfels: Kraus, Köster - Mohr, Graf, Wige, Hellmuth, Wagner, Pfadenhauer, Ljevsic, L. Jankowiak, Zollnhofer, Schunke, Scholz, Schardt, Fischer

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