Lichtenfels
Fußball-Landesliga

FC Lichtenfels als nächster Stolperstein?

Der FC Lichtenfels kann befreit aufspielen und will den TSV Neudrossenfeld im Titelrennen ausbremsen.
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Auf Stefan Kolb (rechts) muss der FC Lichtenfels um Daniel Schardt besonders aufpassen: Der Torjäger ist mit 16 Treffern zweitbester Stürmer seines Teams. Im Hinspiel traf er doppelt.  Foto: Alexander Muck
Auf Stefan Kolb (rechts) muss der FC Lichtenfels um Daniel Schardt besonders aufpassen: Der Torjäger ist mit 16 Treffern zweitbester Stürmer seines Teams. Im Hinspiel traf er doppelt. Foto: Alexander Muck

Fußball-Landesligist FC Lichtenfels pausierte am vergangenen Wochenende unfreiwillig, da die Partie gegen Quelle Fürth verschoben werden musste. Keine optimalen Voraussetzungen für das Trainer-Duo Christian Goller und Alexander Grau, wenn es am Samstag (14 Uhr) im heimischen Karl-Fleschutz-Stadion zum Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzweiten TSV Neudrossenfeld kommt.

Die Rollen scheinen vor der Partie klar verteilt zu sein: 19 Punkte Rückstand hat Lichtenfels auf den TSV. Zusammen mit Bamberg, Schwabach und Feucht ist Neudrossenfeld dem Rest der Liga enteilt. Den Aufsteiger machen die vier Teams unter sich aus. Die Gäste haben Druck zu punkten, wollen sie oben dabei bleiben. Durch die überraschende 1:2-Heimpleite am vergangenen Wochenende gegen Großschwarzenlohe hat Neudrossenfeld den Sprung an die Tabellenspitze und damit auf den direkten Aufstiegsrang verpasst.

Der FCL kann dagegen befreit aufspielen und so zum nächsten Stolperstein für Neudrossenfeld werden. Darauf baut Goller: "Für uns ist das ein Bonusspiel. Es macht Spaß, die Großen zu ärgern." Seine Mannschaft sei nicht in der Situation, unbedingt punkten zu müssen, sagt Goller. "Es muss aber für unsere Spieler ein Anreiz sein, den großen Teams ein Bein zu stellen", fordert der FCL-Trainer.

Goller hat großen Respekt vor dem kommenden Gegner und weiß um dessen hohe Qualität: "Neudrossenfeld hat dieses Jahr eine gesunde Mischung im Kader, mit Spielern, die über Regionalliga- und Profi-Erfahrung verfügen." Für den FCL-Trainer ist es alles andere als überraschend, dass der TSV vorne mitmischt: "Das ist ein gut geführter Verein, der seine Ressourcen mittlerweile gut einsetzt."

FCL ist frisch und ausgeruht

Dem scheinbar übermächtigen Gegner setzt Goller eine frische, ausgeruhte Mannschaft entgegen. Nach der Absage der Partie in Fürth gab es am vergangenen Wochenende weder ein Testspiel noch eine Trainingseinheit. "Vielleicht war es sogar gut, dass die Spieler mal durchatmen konnten. Am Dienstag im Training hat man durchaus gemerkt, dass ihnen die Pause gut getan hat", sagt Goller.

Im Hinspiel lange mitgehalten

Nun will es der FCL besser machen als bei der 1:4-Niederlage im Hinspiel, bei der die Lichtenfelser lange mithielten. "Irgendwann mussten wir aufmachen und dann wurden wir ausgekontert", erinnert sich Goller. "Das ist eben die Qualität einer Spitzenmannschaft. Sie spielen nicht immer besser, aber in den entscheidenden Momenten sind sie da und schlagen zu." Abseits des Platzes hat der FCL in dieser Woche die Trainerfrage geklärt. Wie berichtet, wird Oliver Müller vom FC Burgkunstadt der Nachfolger von Alexander Grau. "Ich bin froh, dass es geklappt hat mit Oliver. Ich bin mir sicher, dass es genauso gut weiterlaufen wird wie jetzt mit mir und Alex", sagt Goller. "Aber das ist momentan unwichtig, denn jetzt spielen wir in den nächsten Wochen erst mal die aktuelle Saison zu Ende." FC Lichtenfels: Kraus, Köster - L. Dietz, Hellmuth, Scholz, Mohr, Geldner, L. Jankowiak, Wagner, Wige, Graf, Zollnhofer, Goller, Schaller, Pfadenhauer, Schardt, Ljevsic

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