Burgkunstadt
Handball

Ersatztruppe der HG Kunstadt trumpft fulminant auf

Der ersatzgeschwächte Bezirksoberligist HG Kunstadt setzt sich bei der TS Coburg deutlich mit 32:25 durch.
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Tarek Legat war beim 32:25 (14:13)-Auswärtserfolg der HG Kunstadt mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer der ersatzgewächsten Gästemannschaft.  Foto: Matthias Schneider
Tarek Legat war beim 32:25 (14:13)-Auswärtserfolg der HG Kunstadt mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer der ersatzgewächsten Gästemannschaft. Foto: Matthias Schneider

Die Bezirksoberliga-Herren der HG Kunstadt gewinnen bei der TS Coburg mit 32:25 (14:13). Unter normalen Umständen wäre dieser Auswärtserfolg des Landesliga-Absteigers beim Aufsteiger keine große Schlagzeile wert gewesen. Allerdings lieferten die Umstände der Partie ausreichend Stoff dafür, dass sich die HG Kunstadt an diesen Husarenstreich noch lange erinnern wird.

Eigentlich wollten Alexander Kießling, Michael Deuber, Marius Peterson, David Jung, Marco Scholz und Tobias Steuer die zeitgleich stattfindende Hochzeit ihres Teamkollegen Nicklas Oester kurzzeitig verlassen und in Coburg auflaufen. Doch das Vertrauen in die "Aushilfstruppe" der HGK war so groß, dass die sechs Stammkräfte der ersten Mannschaft den Anzug nicht gegen das Handballtrikot tauschen mussten.

Die Ersatzleute rechtfertigten dieses Vertrauen mit einer fulminanten Leistung. Philipp Kauper, Johannes Volk, Julian Will, Tobias Schnapp und Sebastian Schlisio holten zusammen mit den Stammkräften Daniel Maile, Tarek Legat, Jonas Doefer und Hajck Karapetjan einen klaren Sieg.

Vier verworfene Siebenmeter

Bereits in der ersten Halbzeit präsentierten sich die Kunstadter überraschend gut eingespielt und gingen über den starken Tarek Legat mit 3:1 (6.) in Front. Dann fanden die Gastgeber besser in die Partie, schafften es aber trotz der starken Leistung von Yannick Horcher und Luca Kessel nicht, die Gäste in den Griff zu bekommen. Die HG leistete sich sogar den Luxus, ihre vier Siebenmeter zu verwerfen - und ging dennoch mit einer 14:13-Führung in die Halbzeitpause.

Und nach dem Seitenwechsel legten die Kunstadter noch eine Schippe drauf. Es passte ins Bild dieses ungewöhnlichen Spiels, dass - nachdem die etatmäßigen Feldspieler am Siebenmeterpunkt gescheitert waren - mit Howhannes Karapetjan der Torhüter aus der Vorsaison an die Linie ging und vier Mal sicher einnetzte.

Die Coburger verloren nach dem 19:19 (40.) komplett den Faden und wurden danach von der HGK gnadenlos ausgekontert. Ersatzspieler wie Julian Will und Philipp Kauper waren dabei nicht die Statisten, sondern wegen ihrer Treffsicherheit die Garanten der 23:19-Führung (45.). Davon erholten sich die Hausherren nicht mehr und mussten eine hohe Heimniederlage quittieren.

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