Lichtenfels
Fußball-Landesliga Norodost

Einstellung ist bei Lichtenfelser gefragt

Beim abgeschlagenen Schlusslicht TSV Sonnefeld fordert der Lichtenfelser Trainer Alexander Grau eine konzentrierte Leistung von seiner Mannschaft.
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Lukasz Jankowiak (links) ist mit vier Treffern mit Maximilian Pfadenhauer führend in der FCL-Torschützenliste. Gegen Sonnefeld können die Lichtenfelser ihr persönliches Konto aufstocken. Foto: Gunther Czepera
Lukasz Jankowiak (links) ist mit vier Treffern mit Maximilian Pfadenhauer führend in der FCL-Torschützenliste. Gegen Sonnefeld können die Lichtenfelser ihr persönliches Konto aufstocken. Foto: Gunther Czepera

Nach fünf Niederlagen und nur vier Punkten in den vorangegangenen sieben Partien haben die Landesliga-Fußballer des FC Lichtenfels am vergangenen Wochenende mit dem 3:0-Heimsieg über den FC Vorwärts Röslau einen - so hofft das Trainergespann Alexander Grau/Christian Goller - den Grundstein für ein positives Hinrundenende gelegt. Denn die folgenden beiden Partien sollen sechs Punkte bringen.

Hinrundenendspurt

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Am Sonntag (15 Uhr) ist ein Sieg beim abgeschlagenen Schlusslicht TSV Sonnefeld Pflicht, ehe die Vorrunde mit dem nächsten Derby im Karl-Fleschutz-Stadion gegen den Aufsteiger FC Coburg abgeschlossen wird. Geht der Plan auf, stünde der FCL mit 28 Punkten sicher auf einem guten einstelligen Tabellenplatz.

"Klar, auf dem Papier ist das ein Pflichtsieg", sagt Alexander Grau, "da braucht man nicht um den heißen Brei herumreden, drei Punkte haben wir eingeplant, zumal die Sonnefelder ja nun personell noch schlimmer gebeutelt sind."

Torverhältnis von 8:81

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Der TSV trägt mit nur einem Punkt aus 15 Partien und einem Torverhältnis von 8:81 ganz klar die Rote Laterne. Nach dem Verlust des Hauptsponsors mit der Folge, dass die Leistungsträger den Verein verließen, werden die Sonnefelder nach zwei Jahren in der Landesliga wieder absteigen - das dürfte sicher sein. Mitleid sei das falsche Wort, meint Grau zur Situation beim Nachbarn. "So ging es ja schon vielen Vereinen in unserer Region, die sich von einem Sponsor abhängig gemacht haben. Bei uns war es ja Anfang der 2000er Jahre ähnlich, doch der FC Lichtenfels profitierte dabei von seiner Jugendarbeit und erfahrenen Alten, die schon Bezirksligaerfahrung besaßen", sagt Grau.

Für die Sonnefelder Gegner heißt es, nicht der Erste zu sein, der sich gegen den designierten Absteiger blamiert und verliert. "Die Kunst ist es, die Spannung hoch zu halten und mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen", sagt FCL-Coach Alexander Grau. "Man darf nicht mit Ballgeschiebe anfangen, dann geht es so wie den Bambergern, die personell groß rotiert haben und bis zum 60. Minute nur ein 1:1 zu Buche stehen hatten."

Sechs Stammspieler fehlen

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Auf dem nicht besonders guten Platz in Sonnefeld wollen die Lichtenfelser von Beginn an für klare Verhältnisse sorgen. Das Personal für große Rochaden hat Grau nicht. Ihm fehlen mit Kapitän Daniel Schardt, Tobias Zollnhofer und Florian Goller drei Urlauber sowie mit Andreas Mahr (Referendariat), Manuel Aumüller und Mariusz Jankowiak (beide verletzt) sechs potenzielle Startelfakteure. "Wir haben der Mannschaft gesagt: Es gibt nur eine Mannschaft, die entscheidet, wie das Spiel ausgeht - und das sind wir", redet Grau Klartext.

Die Devise für den FCL ist klar. Im Hinblick auf den Rückrundenauftakt peilt der Klub die 30-Punkte-Marke an. "Dann können wir die Vorbereitung in der Winterpause ohne das ständige Gerede vom Abstiegskampf bestreiten", meint der Trainer. FC Lichtenfels: Kraus, Köster (?) - Wige, L. Dietz, L. Jankowiak, Schaller, Ljevsic, Scholz, Schunke, Mohr, Zollnhofer, Lulei, Graf, Hellmuth, Wagner, Mex, Geldner.



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