Lichtenfels
Fußball-Landesliga Nordwest

Einbruch in der zweiten Halbzeit

Der FC Lichtenfels ist gegen die FT Schweinfurt 45 Minuten das bessere Team. Doch nach dem Seitenwechsel erlebt er ein Debakel.
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Torschützen im direkten Duell: In dieser Szene gibt es für den Lichtenfelser Sebastian Zillig (rechts) kein Vorbeikommen an seinem Schweinfurter Gegenspieler Fabian Reith.  Foto: Gunther Czepera
Torschützen im direkten Duell: In dieser Szene gibt es für den Lichtenfelser Sebastian Zillig (rechts) kein Vorbeikommen an seinem Schweinfurter Gegenspieler Fabian Reith. Foto: Gunther Czepera

Fünf, drei, vier, sechs - das sind die Gegentreffer, die der FC Lichtenfels in seinen bisherigen vier Heimspielen in der Landesliga Nordwest jeweils hinnehmen musste. Gesammelte Punkte? Null! Und dabei wollten die Lichtenfelser nach dem Auswärtssieg beim FC Fuchsstadt (2:1) gegen die punktgleichen FT Schweinfurt den Weg aus dem Tabellenkeller eigentlich fortsetzen. Aber das ging gründlich daneben. Nach desolater zweiter Halbzeit stand eine 2:6-Heimniederlage.

Landesliga Nordwest

FC Lichtenfels - FT Schweinfurt 2:6 (2:2)

Ein unerklärlicher Leistungsabfall nach dem Seitenwechsel führte zum Debakel für die Lichtenfelser. 45 Minuten hatten sie eine ordentliche Leistung geboten. Das 2:2 zur Halbzeitpause schmeichelte den Gästen vor allem wegen des Chancenverhältnisses. Doch nach dem Treffer von Dominik Popp - er kam aus 16 Metern frei zum Schuss - zum 2:3 in der 51. Minute ging bei den Hausherren nichts mehr zusammen. In der Offensive traten sie kaum noch in Erscheinung, in der Defensive wurde es vogelwild. Maximilian Mosandl erhöhte nach einem kapitalen Abwehrfehler auf 2:4. Danach verhinderte FCL-Torwart Christoph Kraus gegen Popp und Niklas Saal einen weiteren Gegentreffer. Eine Viertelstunde vor Schluss war auch er machtlos, als Fabian Reith nach schöner Vorarbeit von Kai Hochrein zum 2:5 einschob. In der Schlussminute machte Saal mit dem sechsten Schweinfurter Treffer das Lichtenfelser Debakel perfekt.

In der ersten Halbzeit hatte noch wenig auf einen so gebrauchten Tag für die Lichtenfelser hingedeutet. Sie gingen engagiert in die Partie und setzten den Gegner mit frühem Pressing unter Druck. Dies brachte bereits in der siebten Minute die erste Großchance: Christopher Schaller scheiterte aus kurzer Entfernung am starken Gästekeeper Simon Mai, Lukasz Jankowiak setzte den Nachschuss neben das Tor. Nach einer Viertelstunde zeigte sich erstmals, dass die FCL-Defensive in dieser Saison sehr wacklig steht. Saal kam aus 16 Metern frei zum Schuss, Kraus bewahrte sein Team vor einem Rückstand. Auf der anderen Seite fand Sebastian Zillig seinen Meister in Mai.

Im Gegenzug fiel nach einem Eckball das zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende 0:1. Mosandl jagte den Ball aus etwa 20 Metern ins Netz. Die Heimelf war nicht geschockt und belohnte sich mit dem Ausgleichstreffer für ihre bis dahin gute Leistung: Zillig vollendete nach einer schönen Kombination über Jankowiak und Schaller mit einem satten Linksschuss ins Eck zum 1:1.

Jankowiak hätte kurz darauf nachlegen müssen, doch Mai war erneut zur Stelle. Und dann leistete sich die Lichtenfelser Abwehr einen Riesenschnitzer. Der Schweinfurter Torjäger Dominik Popp nutzte seinen Freiraum und schoss zum 1:2 ein. Die Reaktion des FC ließ erneut nicht lange auf sich warten. Jankowiak erzielte nach einem tollen Pass von Lukas Dietz das 2:2 - Halbzeitpause. Und danach handelte sich der FC Lichtenfels noch vier Gegentreffer ein. FC Lichtenfels: Kraus - Dietz, Graf (78. Goller), Funk (64. Wige), Hellmuth, Scholz, Schaller, Schunke, Jankowiak, Zollnhofer, Zillig (78. Wagner).

FT Schweinfurt: Mai - Mock, Reuß, Zeißner (46. Lehfer), Reith, Saal, Dietrich, Aydin, Walton (66. Hochrein), Mosandl (84. Vidovic), Popp

Schiedsrichter: Fischer (SpVgg Ebermannsdorf) / Z uschauer: 250 / Tore: 0:1 Mosandl (19.), 1:1 Zillig (27.), 1:2 Popp (35.), 2:2 Jankowiak (37.), 2:3 Popp (51.), 2:4 Mosandl (61.), 2:5 Reith (76.), 2:6 Saal (89.).

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