Burgkunstadt
Handball

Dritter Tiefschlag für die HG Kunstadt

Die HG Kunstadt verliert erneut ein Spiel in den Schlusssekunden: 22:23 beim Tabellenvierten HSG Fichtelgebirge.
Artikel drucken Artikel einbetten
Trotz einer überragenden Leistung von Torwart Alexander Kießling ging die HG Kunstadt in Wunsiedel leer aus. Foto: Matthias Schneider
Trotz einer überragenden Leistung von Torwart Alexander Kießling ging die HG Kunstadt in Wunsiedel leer aus. Foto: Matthias Schneider

Die HG Kunstadt hat zum dritten Mal in Folge ein Spiel in den Schlusssekunden verloren und damit einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga Nord einstecken müssen. Beim Tabellenvierten HSG Fichtelgebirge hieß es am Ende 22:23 (13:11). Dabei gab es wohl kaum einen Zuschauer in der Wunsiedler Volksschulhalle, der der Rumpftruppe um Kapitän Oliver Oester den Punktgewinn nicht gegönnt hätte.

Vier Leistungsträger fehlen

Überraschend waren mit Spielertrainer Johan Andersson, den beiden besten Torschützen, Hajck Karapetjan und Johannes Bauer sowie Andrei Stirbati vier wichtige Spieler der HG verhindert. Mit gerade einmal acht Akteuren hätte das Ziel der Gäste eigentlich "Schadensbegrenzung" lauten müssen. Doch die Kunstadter kämpften tapfer, belohnten sich aber nicht.

Aus einer kämpferisch überzeugenden und geschlossen auftretenden Gästetruppe stachen zwei Spieler noch hervor: Alexander Kießling lieferte im Tor eine bärenstarke Leistung ab, und was Routinier Toni Lakiza auf dem Feld ablieferte, fiel in die Kategorie "sensationell". Der mittlerweile 44-jährige Allrounder hielt seine Mannschaft vorne wie hinten zusammen und erzielte dabei unglaubliche zwölf Tore selbst.

Der zuletzt dreimal geschlagene Meisterschaftskandidat aus Wunsiedel legte über Markus Tröger einen echten Traumstart hin (2:0/5.) hin, ließ aber im Anschluss immer wieder gute Möglichkeiten gegen Alexander Kießling liegen. Mit zunehmender Spieldauer merkte man der Truppe von Trainer Vladimir Haber an, dass sie den verletzungsbedingten Ausfall ihres besten Torschützen, Hannes Wippenbeck, noch lange nicht verdaut hat. Denn spätestens nach dem 8:5 (16.) für die Fichtelgebirgler fand die HG ins Spiel. Michael Deuber erzielte in der 19. Minute den 8:8-Ausgleich. Und als David Jung beim 9:10 den ersten Führungstreffer der Gäste markierte (24.), hatte die HG sichtlich Spaß daran, ihre Rolle des "Underdog" mit Leben zu füllen. Die Gastgeber mussten noch zufrieden sein, zur Halbzeit "nur" 11:13 hinten zu liegen, nachdem die HG kurz vorher die Möglichkeit zum 10:14 vergeben hatte.

Die Kräfte gehen aus

Doch dieses Versäumnis holten die Kunstadter nach Wiederanpfiff schnell nach. Toni Lakiza traf zum 12:17 in der 36. Minute. Die Frage lautete nun: Würden die Kunstadter Kräfte reichen? Die Antwort: Nur bis zur 54. Minute. Bis dahin führten die aufopferungsvoll kämpfenden Kunstadter mit 21:18 und überstanden dabei sogar eine zweifache Unterzahl.

Wunsiedel blies aber in den letzten fünf Minuten zur Schlussattacke und hatte hier mit Stefan Flasche und Markus Tröger zwei treffsichere "Kanoniere" an Bord. 60 Sekunden vor dem Schlusspfiff verwandelte Lakiza den Strafwurf zum 22:22, doch Markus Tröger versetzte den Gästen kurz vor dem Schlusspfiff mit seinem Treffer zum 23:22 den dritten schweren Nackenschlag in Folge. HSG Fichtelgebirge: Gruber, Rieß -M. Tröger (6/1), Burger (6), Flasche (5), Danielka (3), Matousik (3), Englbrecht, Bralic, Berger, Fronk, Hartmann, S. Tröger, Birner / HG Kunstadt: Kießling - Lakiza (12/8), Deuber (2), N. Oester (2), O. Oester (2), Maile (2), Scholz (1), Jung (1) / SR: Ludwig (Cham), Wolf (Herzogenaurach)

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren