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Handball

Bitter: HG Kunstadt siegt und steigt ab

Den Kunstadtern reicht der 34:30-Erfolg in Roßtal nicht für die Relegation, da die SG Auerbach/Pegnitz ebenfalls gewinnt.
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Eine beeindruckende Karriere ging am vergangenen Sonntag zu Ende, als Kunstadts Anton Lakiza (rechts) zum letzten Mal in einem Punktspiel zum Torwurf ansetzte. So traf der Sympathieträger auch beim 34:30-Auswärtserfolg in Roßtal viermal, konnte den Abstieg seiner Mannschaft aber nicht verhindern.  Foto: M. Schneider
Eine beeindruckende Karriere ging am vergangenen Sonntag zu Ende, als Kunstadts Anton Lakiza (rechts) zum letzten Mal in einem Punktspiel zum Torwurf ansetzte. So traf der Sympathieträger auch beim 34:30-Auswärtserfolg in Roßtal viermal, konnte den Abstieg seiner Mannschaft aber nicht verhindern. Foto: M. Schneider

Die Handballer der HG Kunstadt sind nach nur einer Saison in der Landesliga Nord wieder in die Bezirksoberliga abgestiegen. Obwohl das Team von HGK-Spielertrainer Johan Andersson am Sonntag beim Tabellensechsten TV Roßtal eine der besten Saisonleistungen zeigte, reichte am Ende der 34:30 (14:11)-Auswärtserfolg nicht. Zeitgleich feierte nämlich die SG Auerbach/Pegnitz vor eigenem Publikum einen 31:26-Heimsieg über die HSG Fichtelgebirge (3.), so dass die Oberpfälzer nächste Woche in die Relegation gehen, um sich dort noch den Klassenerhalt zu sichern.

Dagegen stellt die HGK neben dem TV Helmbrechts und dem HSV Hochfranken den dritten oberfränkischen Absteiger der Liga. Als viertes Team muss der HC Sulzbach-Rosenberg auf Bezirksebene zurück.

Ziemlich einmalig dürfte dabei der Umstand sein, dass die Kunstadter nach 26 Landesliga-Partien mit einem positiven Torverhältnis den Weg in die Bezirksoberliga antreten müssen. Und auch im vergangenen Jahr hätten die am Ende 22:30 Punkte für den Ligaverbleib gereicht. 2019 aber eben nicht. Dies unterstreicht, wie unglücklich, aber auch unnötig der Abstieg am Ende ausfiel.

Zu viele Punkte abgegeben

Letztlich verlor die HGK den Kampf um den Klassenerhalt nicht beim TV Roßtal, sondern in den Heimspielen gegen Helmbrechts, Cham, Mainburg und Auerbach. Bei all diesen Partien verlor man in den Schlusssekunden die in der Endabrechnung fehlenden zwei Zähler.

Dass der Erfolg in Roßtal relativ deutlich ausfiel, war einer couragierten und vor allem konzentrierten Kunstadter Leistung zu verdanken. Obwohl sehr viel auf dem Spiel stand, bewahrten die Oberfranken stets kühlen Kopf und traten so gegen einen starken Gastgeber ungemein geschlossen auf. Das Roßtaler Team von Trainer Andreas Dörr hielt die Partie bis zum 5:4 (11. Minute) offen, ehe sich die an diesem Tag bessere Spielanlage der HGK durchsetzte.

Würdiger Abschluss für Lakiza und Stirbati

Bezeichnenderweise war es Anton Lakiza, der mit seinen beiden Treffern zum 5:7 (13.) die Wende in der Partie einläutete. Wie er bestritt auch Andrei Stirbati sein letztes Punktspiel. Man merkte nicht nur den mitgereisten Fans, sondern vor allem den Kollegen auf dem Feld an, dass sie diesen beiden "Urgesteinen" einen würdigen Abschluss ihrer Karriere ermöglichen wollten. Auch deshalb zog die HG bis zur Pause das Tempo an, vergrößerte über Hajck Karapetjan den Vorsprung bis auf 11:6 (20.). Zum Seitenwechsel hatte der Gast noch ein 14:11-Polster.

Dass Roßtal an diesem Tag keineswegs gewillt war, den Kunstadtern kampflos Schützenhilfe zu leisten, bewiesen sie nach dem Wiederanpfiff.

Zwei Platzveweise gegen Roßtal

Spätestens nach den beiden Roten Karten gegen die Roßtaler Kai Haltrich (42.) und Simon Meßthaler (44.) stiegen aber die Kunstadter Chancen auf den dritten Auswärtserfolg der Saisson. Trotz dieser personellen Schwächung kämpfte Roßtal bis zum Schluss, musste aber anerkennen, dass die HG an diesem Tag über Bauer, Andersson, Deuber und Torwart Howhannes Karapetjan immer die bessere Antwort parat hatte. So blieb der Vorsprung der Gäste bis zum Schluss konstant bei mindestens vier Toren.

Beim 34:30-Endstand feierten die Kunstadter Fans ihr Teams um die beiden "Ausscheider" Lakiza und Stirbati, um wenig später mit der Meldung des Auerbacher Ergebnisses auf den harten Boden der Realität zu landen. Eins ist aber sicher: Die HGK verlässt die Landesliga erhobenen Hauptes.

Die Statistik

TV Roßtal: Wolf - Ehrmann (8/5), Schuh (6), Haltrich (3), Ch. Nepf (3), Schnidt (3), Schatz (2), Meßthaler (2), Rössl (1), Gruber (1), Bonakdar (1), N. Nepf, Gerbing / HG Kunstadt: Kießling, How. Karapetjan - Ha. Karapetjan (8/3), Bauer (5), Andersson (4/1), Lakiza (4/3), Stirbati (3), O. Oester (3), Deuber (3), Jung (2), Scholz (1), N. Oester (1), Maile / SR: De Angelis, Gröner (beide Rothenburg)

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