Lichtenfels
Fußball

Bezirksliga West: Kellerkinder vor schweren Aufgaben

In der Bezirksliga Oberfranken West müssen der SC Jura Arnstein und die SpVgg Ebing gegen hoch gehandelte Gegner antreten.
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Spielertrainer Lukas Engelmann wird dem TSV Marktzeuln noch länger fehlen: Das Bezirkssportgericht sperrte ihn nach seiner Roten Karte in der Partie in Arnstein für sechs Spiele.  Foto: Gunther Czepera
Spielertrainer Lukas Engelmann wird dem TSV Marktzeuln noch länger fehlen: Das Bezirkssportgericht sperrte ihn nach seiner Roten Karte in der Partie in Arnstein für sechs Spiele. Foto: Gunther Czepera

Nur eine Momentaufnahme soll die aktuelle Tabelle der Bezirksliga Oberfranken West für die vier Mannschaften aus der Region sein. Schließlich stehen der SC Jura Arnstein (14. Platz), die SpVgg Ebing (15.) und der TSV Marktzeuln (16.) auf den Abstiegsrängen. Der TSV Ebensfeld (13.) müsste nach aktuellen Stand in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen.

Nun will das Quartett am Wochenende die ersten Schritte aus dem Tabellenkeller machen. Die auf dem Papier einfachste Aufgabe haben die Ebensfelder zu lösen, sie empfangen am Sonntag (15 Uhr) ihren punktgleichen Tabellennachbarn FC Mitwitz (12.). Ebing muss am Samstag (15 Uhr) beim hoch gehandelten SC Sylvia Ebersdorf (5.) antreten, die Arnsteiner haben am Sonntag (15 Uhr) den zweitplatzierten TSV Schammelsdorf zu Gast. Und auch die Marktzeulner haben am Sonntag (14 Uhr) beim SV Ketschendorf (8.) eine harte Nuss zu knacken.

Bezirksliga Oberfranken West

SV Ketschendorf - TSV Marktzeuln

Der TSV wird aktuell arg gebeutelt. Er musste zuletzt nicht nur die vierte Niederlage im vierten Spiel quittieren, sondern verlor auch noch Adrian Kremer mit einer Roten Karte. Er wird am Sonntag ebenso gesperrt fehlen wie Lukas Engelmann. Das Bezirkssportgericht verdonnerte den Marktzeulner Spielertrainer nach seinem Foul mit Verletzungsfolge am Arnsteiner Manuel Will - wir berichteten - zu einer Sperre von sechs Spielen.

Dagegen ist die Stimmung beim Aufsteiger aus Ketschendorf trotz der jüngsten 0:2-Niederlage beim TSV Burgebrach gut, liegt er doch mit sieben Punkten im Soll. Zudem stellen die Hausherren aktuell einen starken Abwehrverbund, der erst vier Gegentreffer zuließ.

In diesem Bereich ist für die Marktzeulner (11 Gegentreffer) noch viel Luft nach oben. Doch auch die Offensive präsentiert sich mit nur zwei Treffern in schwacher Form. Kein Wunder also, dass die Markzeulner nicht vor Selbstbewusstsein strotzen. Sie müssen möglichst schnell wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung auf den Platz bekommen.

TSV Ebensfeld - FC Mitwitz

Mit dem 1:0 in Marktzeuln holten die Ebensfelder zuletzt den ersten Saisonsieg. Nun gilt es, den Aufwärtstrend auf eigenem Platz fortzusetzen - gegen einen Gegner, dem ebenfalls das erste Erfolgserlebnis (2:1 gegen Arnstein) gelang. Da wohl beide Teams gegen den Abstieg kämpfen werden, hat die anstehende Partie eine gewisse Brisanz. "Wir werden uns steigern müssen", sagt TSV-Trainer Oliver Kellner, weiß aber auch um die prekäre Personalsituation. "Ich hoffe, dass morgen der eine oder andere Akteur zurückkommt. Wir müssen weiter über den Kampf zu unserem Spiel finden und wollen so den ersten Heimsieg holen."

SC Jura Arnstein - TSV Schammelsdorf

Vor einer sehr hohen Hürde steht der Aufsteiger aus Arnstein. Die Schammelsdorfer wollen ein ernstes Wort um die vorderen Plätze mitreden und sind als einziges Team der Liga noch unbesiegt. Sie treten meist mannschaftlich geschlossen auf, so dass die Arnsteiner wohl nur über Kampf und viel Einsatz eine Überraschung landen können. Fehlen wird der rotgesperrte Josef Weidner.

SC Sylvia Ebersdorf - SpVgg Ebing

Als krasser Außenseiter treten die Ebinger beim Liga-Favoriten an. Dieser kehrte zwar zuletzt mit einem 3:2-Erfolg aus Oberhaid zurück, doch die große Souveränität zeigte die Sylvia noch nicht. Eine Chance für die SpVgg? Die Ebinger ziehen auch aus der zurückliegenden Partie Hoffnung. Zwar setzte es eine 1:4-Niederlage gegen Landesliga-Absteiger TSV Sonnefeld, doch die Leistung stimmte. "Die Partie hätte eigentlich genau anders herum ausgehen müssen", sagte SpVgg-Sportvorstand Florian Braun.

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