Marktzeuln
Fußball

Bezirksliga-Rückblick: Marktzeulner jubeln über Ligaverbleib

Die Verantwortlichen des Bezirksliga-Quartetts vom Obermain ziehen Bilanz. Alle vier Klubs kämpften gegen den Abstieg. Am Ende erwischte es nur den FSV Unterleiterbach, der in die Kreisliga zurück muss.
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Der Marktzeulner Adrian Kremer (mit übergezogenen Trikot) jubelt nach seinem 3:2-Siegtreffer gegen den FSV Unterleiterbach.  Gunther Czepera
Der Marktzeulner Adrian Kremer (mit übergezogenen Trikot) jubelt nach seinem 3:2-Siegtreffer gegen den FSV Unterleiterbach. Gunther Czepera

Die Platzierungen der vier Bezirksliga-Mannschaften aus dem Obermain-Gebiet - SpVgg Ebing, TSV Ebensfeld sowie die beiden Aufsteiger FSV Unterleiterbach und TSV Marktzeuln - nach der Winterpause machten deutlich: Für das Quartett begann in der Restrückrunde der Kampf gegen den direkten Abstieg (Plätze 14 bis 16) beziehungsweise den Relegationsrang 13.

Nach vielen Partien mit Höhen und Tiefen erwischte es den FSV Unterleiterbach, der als Tabellen-14. den Gang in die Kreisliga antreten muss. Den Teams aus Ebing (10.) und Ebensfeld (11.) kam ihre Erfahrung zugute, auch wenn sich die SpVgg erst durch einen 2:1-Erfolg im letzten Saisonspiel gegen die Ebensfelder rettete.

Ein Husarenstück lieferte Neuling TSV Marktzeuln (12.). Ständig auf einem Abstiegs- beziehungsweise dem Schleuderplatz liegend schien klar: Der Klassenerhalt kann höchstens über die Relegation geschafft werden. Doch den Zeulnern gelang an Spieltag 30 ein 2:1-beim TSV Breitengüßbach. Dies allein hätte noch nicht gereicht. Die Schützenhilfe leistete der FC Oberhaid, der beim TSV Meeder mit 3:2 die Oberhand behielt. Damit musste Meeder (13.) nachsitzen und stieg über die Relegation ab.

Die Vereinsverantwortlichen blicken auf die Restrückrunde der Bezirksliga-Saison und beantworten folgende drei Fragen:

1. Was war für Ihren Verein der Höhepunkt in der Restrückrunde? 2. Welchen Tiefpunkt gab es im Jahr 2019?

3. Welche personellen Veränderungen streben Sie an beziehungsweise inwieweit verändert sich der Kader und mit welcher Zielsetzung gehen Sie in die neue Saison?

SpVgg Ebing (Platz 10/39 Punkte)

Florian Braun (Sportvorstand der SpVgg Ebing) antwortet:

1. Höhepunkt der Rückrunde war, wie der ganze Verein in dieser schweren Zeit zusammengehalten hat. Das ist einzigartig und macht diesen großartigen Verein aus. Vor allem das Engagement von Markus Kümmelmann, dessen Anteil am Klassenerhalt gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Weiterhin die Hilfe vom "Abicher Jungen" Daniel Horcher, der sich spontan bereit erklärt hat, seinem Heimatverein kurzfristig zu helfen. Diesen beiden gilt der besondere und tiefe Dank des gesamten Vereins. Ein weiteres Highlight waren die emotionalen Verabschiedungen der Vereinslegenden Christoph Fuchs, Dominik Merzbacher und André Zebunke. Sportlicher Höhepunkt war mit Sicherheit die zweite Halbzeit in Marktzeuln, als die Mannschaft mit Leidenschaft, Willen und Einsatz dieses so wichtige Spiel gedreht hat.

2. Tiefpunkt der Rückrunde waren die schweren Verletzungen von Sascha Haupt und Stefan Göller.

3. Mit Norbert Wagner übernimmt ein neuer Cheftrainer die Mannschaft. Verlassen werden den Verein neben den drei bereits genannten Spielern, die ihre Karriere beenden, Fabian Funk, der in die Landesliga zum FC Lichtenfels wechselt, sowie Marco Bullmann, den es zu seinem Heimatverein nach Zückshut zurückzieht. An Neuzugängen konnten bisher gewonnen werden: David Bauer (TSF Theisenort), Fabian Götz (FC Baunach), Markus Brust (SV Dörfleins), Florian Schmauser (DJK Bamberg), Patrick Wagner (SV Hallstadt), Thomas Bienlein (SV Zapfendorf) sowie Florian Eiermann aus der eigenen Jugend.

TSV Ebensfeld (11./38)

Thomas Häublein (Abteilungsleiter des TSV Ebensfeld) antwortet:

1. Nach einer guten Wintervorbereitung sind wir nicht so in die Restrückrunde gestartet, wie wir uns das vorgestellt haben. Wenn es überhaupt einen Höhepunkt gibt, dann sicherlich die beiden entscheidenden Arbeitssiege zum Klassenerhalt gegen Unterleiterbach und Kleintettau.

2. Nach der Heimniederlage gegen den Mitkonkurrenten aus Meeder war sicherlich die folgende 0:7-Klatsche in Merkendorf die größte Enttäuschung und der Tiefpunkt der Restrückrunde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt steckten wir mitten im Abstiegskampf.

3. Die Personalplanungen sind noch nicht ganz abgeschlossen. Yannik Gründel wird den TSV Ebensfeld verlassen und zu seinem Heimatverein nach Schwabthal zurückkehren. Von der DJK Bamberg wird Rene Ostrecha zu uns stoßen, der auch im Gemeindegebiet von Ebensfeld ansässig ist. Aus der eigenen Jugend werden zehn Spieler in den Herrenbereich wechseln. Ob jemand den Sprung in den Bezirksligakader schafft, muss sich erst noch herausstellen. Das Ziel für die neue Saison wird der Klassenerhalt sein.

TSV Marktzeuln (12./37)

Dieter Rauch (Abteilungsleiter TSV Marktzeuln) antwortet:

1. Definitiv der Klassenerhalt am letzten Spieltag mit dem 2:1-Sieg in Breitengüßbach und dem Erfolg der Oberhaider in Meeder, ohne den wir nicht um die Relegation herumgekommen wären.

2. Es gab keinen wirklichen Tiefpunkt, da unser Saisonziel der Klassenerhalt war und dieses bis zum letzten Spieltag noch zu erreichen war. Dass es wohl eng wird, war uns im Vorfeld klar.

3. Im Winter war ja schon bekannt, dass uns Tim Niechziol nur bis zum Saisonende betreut. Für ihn übernimmt Lukas Engelmann als Spielertrainer. Daniel Jahn verlässt uns in seine Heimat nach Weidhausen, und Thomas Riedel wird noch entscheiden, wie es nach seiner Verletzung weitergeht. Aktuell haben wir fünf Neuzugänge. Ziel für die kommende Saison wird wieder der Klassenerhalt sein. Ich hoffe aber, dass wir nicht wieder bis zum letzten Spieltag zittern müssen.

FSV Unterleiterbach (14./30)

Gerald Eberlein (Abteilungsleiter des FSV Unterleiterbach) antwortet:

1. Die Vorbereitung auf die Spiele nach der Winterpause war wirklich top. Die Spieler zogen alle sehr gut mit und kein Spiel wurde dabei verloren. Wir gingen somit positiv in die restlichen Spiele, um das selbst gesteckte Ziel Klassenerhalt anzugehen. Gegen den Meister aus Frohnlach unterlag man erst in der Nachspielzeit, obwohl hier sogar Punkte drin gewesen wären. Dem Vize aus Schammelsdorf trotzte man ein Remis ab. Der sogenannte Höhepunkt war wohl der einzige "Dreier" gegen Kleintettau im ersten Spiel. Auch in den anderen Spielen war man zwar kaum schlechter als der Gegner, aber es kamen immer wieder individuelle Fehler hinzu oder man machte einfach aus seinen Chancen zu wenig.

2. Zweifelsohne war es der Abstieg. Zusätzlich die Verletzungsmisere, die ab dem ersten Spiel begann. Es waren fünf Stammspieler zu ersetzen, von denen einzig Epp in den letzten Spielen noch sporadisch als Auswechselspieler eingesetzt werden konnte. Nachdem sich dann auch noch unser Trainer gegen Schammelsdorf verletzt hatte, wurde es dann doppelt schwer, denn seine Tore und Erfahrung wurden schmerzlich vermisst. Dass man gegen direkte Konkurrenten keinen Dreier holte und nur ein Spiel nach der Winterpause gewann, waren Gründe für den Abstieg. Was natürlich aber auch der angespannten Personalsituation geschuldet war.

3. Der Kader wird sich zur neuen Saison nur punktuell verändern. Der sogenannte Stamm bleibt zusammen. Nach dem Abstieg muss man sich erst neu sortieren, dann wird man nach den ersten Spielen sehen, wohin die Reise in der Kreisliga gehen wird.

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