Lichtenfels
Fußball-Landesliga

Ausgeglichenheit der FCL-Trumpf

Der Landesligist Lichtenfels hält sich auch in seinem dritten Jahr in der Klasse. In der kommenden Saison wird vieles neu.
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Die Lichtenfelser Mannschaft bedankt sich nach dem Spiel bei den treuesten Fans, den HPZ-Börschla. Mit einem Zuschauerschnitt von 260 in der vergangenen Saison waren die Vereinsverantwortlichen zufrieden.  Foto: Gunther Czepera
Die Lichtenfelser Mannschaft bedankt sich nach dem Spiel bei den treuesten Fans, den HPZ-Börschla. Mit einem Zuschauerschnitt von 260 in der vergangenen Saison waren die Vereinsverantwortlichen zufrieden. Foto: Gunther Czepera

Knapp drei Wochen durften die Fußballer des FC Lichtenfels pausieren. Am vergangenen Donnerstag begann die Vorbereitung des Landesligisten auf die am 13./14. Juli startende Saison. Christian Goller ließ mit seinem neuen Partner im Trainerduo, Oliver Müller, die FCL-Kicker der Saison 2019/20 über den Platz laufen. Müller kommt für den scheidenden Alexander Grau, der als sportlicher Leiter zum Ligakonkurrenten FC Coburg wechselte.

Innerhalb von fünf Wochen sollen Goller/Müller eine schlagkräftige Truppe formen, die das - nach der Umgruppierung in die Nordwest-Staffel - neue Abenteuer angeht.

Der sportliche Leiter des FCL, Christopher Fischer, ist zuversichtlich, dass das neue Trainergespann harmoniert und mit der Mannschaft einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen kann. "Oliver Müller hat schon nachgewiesen, dass er auf diesem Niveau trainieren kann und gezeigt, dass er junge Spieler weiterentwickelt."

"Supersaison bis Winterpause"

Fischer hofft auch, dass sich eine Rückrunde, wie die in der vergangenen Saison, nicht wiederholt. "Das ist nicht unser Anspruch", ärgert sich der sportliche Leiter noch Wochen später etwas über den Leistungsabfall nach einer "Supersaison bis zur Winterpause", als das Team zeitweise auf Tabellenplatz 5 lag. "Danach haben wir nur noch zwei Spiele gewonnen und zehn Punkte geholt", kritisiert Fischer, kennt aber auch die Gründe: personelle Probleme. Niklas Lulei stand studiumsbedingt nicht mehr zur Verfügung, Andreas Mahr (Lehrer) wurde wie Manuel Aumüller (Polizist) versetzt. Dazu kamen der Langzeitverletzte Mariusz Jankowiak, der nur die ersten vier Spiele bestritt, ehe er mit einem Kreuzbandriss die restliche Saison ausfiel, und Markus Mex, der längere Zeit verletzt fehlte. Kevin Wige und Christopher Schaller fielen phasenweise aus. "Zeitweise haben bis zu sieben Akteure gefehlt", sagt Fischer.

Von Vorteil war aber, dass man mit der zweiten Mannschaft in der Kreisliga einen guten Unterbau hat. "Das Trainerduo der ,Zweiten', Heiko Konrad und Jonas Lulei, arbeitete sehr harmonisch mit Grau/Goller zusammen. Sie halfen sich gegenseitig aus. Dass beide Mannschaften nicht wirklich gegen den Abstieg gekämpft haben, war sehr positiv", sagt der sportliche Leiter und nennt einen weiteren Grund für das gute Abschneiden: die Qualität des gesamten Kaders. "Wir hatten keinen Ausnahmespieler, der 20 oder mehr Tore erzielt, auch keinen Torwart, der uns 15-mal in Serie die Null hielt. Diese Ausgeglichenheit hat uns schon immer ausgezeichnet."

So verrät auch der Blick in die Torschützenliste, dass sich dort insgesamt 14 Spieler des FCL eingetragen haben. Erfolgreichster Schütze war Lukasz Jankowiak mit neun Toren. Es folgen Maximilian Pfadenhauer (6), Christopher Schaller und Niklas Lulei (je 5).

Weite Fahrten

Diese Unberechenbarkeit der FCL-Truppe soll auch in der kommenden Spielzeit wieder zum Tragen kommen. Kenntnisse über die Liga und die Gegner verfügen die Trainer Goller und Müller dann erst einmal nicht. Wenn die Saison am 13./14. Juli beginnt, sind lediglich die drei oberfränkischen Konkurrenten Memmelsdorf, Frohnlach und Coburg bekannt. Informationen über die übrigen 14 Gegner müssen erst mühsam gesammelt werden. Der Bezug zu den rund 200 Kilometer entfernten Vereinen wie Haibach, Aschaffenburg oder Feuchtwangen fehlt völlig. Die Lichtenfelser orientieren sich von je her in Richtung oberfränkische Konkurrenz. Auch Kontakte zu Nordwest-Klubs oder den Trainern dort sind eher gering. Fischer ist sich aber sicher: "Wenn wir unsere PS aufs Feld bringen, sollte ein gesicherter Mittelfeldplatz drin sein."

Club kommt zum Testspiel

Bis es um Punkte geht, steht die Vorbereitung an, die für die Spieler wie die Fans ein besonderes Schmankerl bereithält. Am Samstag, 22. Juni, 18 Uhr, kommt der 1. FC Nürnberg zu einem Testspiel ins Karl-Fleschutz-Stadion. In den vergangenen Jahren war der Club immer wieder mal zu einem Kurztrainingslager in Lichtenfels. Zu ihrem ersten Testspiel vor der Zweitliga-Saison kommen die Nürnberger nun zum Landesligisten, der zuvor einmal gegen den ATSV Erlangen seine Form testet, ehe es zum Vorbereitungs-Höhepunkt kommt. Karten für das Club-Spiel gibt es im Vorverkauf bei der Shell-Tankstelle Lichtenfels, Bamberger Str. 125, Pizza Bei Toni, Lichtenfels am oberen Tor, der Kappenschmiede Bad Staffelstein, Lichtenfelser Str. 1, oder E-Mail-Bestellung unter fclichtenfels@web.de. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Testspiele des FC Lichtenfels

Sonntag, 16. Juni, 15 Uhr: beim ATSV Erlangen; Samstag, 22. Juni, 18 Uhr: gegen den 1.  FC Nürnberg; Sonntag, 23. Juni: beim TSV Mönchröden; Freitag, 28. Juni: beim SV Merkendorf; Dienstag, 2. Juli: beim TSV Schammelsdorf; Samstag, 6. Juli: Pokalqualifaktionsturnier in Frohnlach mit dem VfL Frohnlach, FC Coburg und SV Memmelsdorf

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