Marktzeuln
Fußball-Bezirksliga

Arnstein im Aufsteigerduell gefordert, Marktzeuln empfängt Lokalrivalen

Von null auf hundert stellt sich der Start in der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West dar. Denn die Auftaktrunde ist gleich der Beginn einer englischen Woche.
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20 Treffer erzielte Johannes Freitag (rechts) im Vorjahr, auch in dieser Saison ist Jura Arnstein auf seine Tore angewiesen. Foto: Heinrich Weiß
20 Treffer erzielte Johannes Freitag (rechts) im Vorjahr, auch in dieser Saison ist Jura Arnstein auf seine Tore angewiesen. Foto: Heinrich Weiß

Innerhalb von nur neun Tagen müssen alle 16 Mannschaften dreimal ran. Das Top-Spiel des ersten Spieltags ist sicher die Begegnung zwischen dem Vorjahreszweiten TSV Schammelsdorf und dem Dritten SV Merkendorf. Der TSV Ebensfeld erwartet den ambitionierten TSV Mönchröden, Marktzeuln trifft im Lokalduell auf den TSV Sonnefeld. Für die SpVgg Ebing sieht der Spielplan ein Heimspiel gegen die DJK Bamberg II vor.

TSV Marktzeuln - TSV Sonnefeld

Der Jubel über den Last-Minute-Klassenerhalt ist verebbt, nun geht es für die Zeulner in die zweite Bezirksligasaison. Zum Auftakt empfängt der TSV den Landesliga-Absteiger aus Sonnefeld. Dieser hat sich, ähnlich wie die Gastgeber, mit vielen neuen Akteuren eingedeckt, gleichzeitig aber nur vier Abgänge zu verzeichnen. Dennoch spricht in Sonnefeld niemand vom direkten Wiederaufstieg. Das stark verjüngte Team von Heiko Schröder will dem Abstiegskampf aus dem Weg gehen und strebt eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld an. Dennoch geht Sonnefeld leicht favorisiert in das Nachbarschaftsduell hinein, bietet die Schröder-Elf doch einige Akteure mit Landesligaerfahrung auf.

TSV Burgebrach -

SC Jura Arnstein

Mit einem breiten Kader von 25 Akteuren startet das Team der Spielertrainer Sebastian Hopfenmüller und Peter Tremel in ihr bislang größtes Fußball-Abenteuer. Als Meister der Kreisliga Kronach gelang Arnstein im Vorjahr etwas überraschend der Aufstieg in die Bezirksliga. "Letzte Saison standen wir plötzlich ganz oben, und wenn du einmal vorne bist, willst du dort auch bleiben", sagt Peter Tremel. Das Plus der Gäste liegt in ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit, der Stamm spielt schon seit Jahren zusammen. Auch auf Bezirksebene soll es das Kollektiv richten, eine Kampfansage hat Tremel parat: "Wir sind nicht einfach zu bespielen. Uns muss man erst einmal schlagen." Etwas defensiver formuliert sein Trainerkollege Sebastian Hopfenmüller die Herangehensweise an die neue Spielklasse: "Unser Ziel ist es, gut in die Saison hineinzufinden. Dies bedeutet, das Auftaktspiel nicht zu verlieren und insbesondere hinten gut zu funktionieren." Der SC Jura wird also voll gefordert, wenn es gegen den Mitaufsteiger Burgebrach geht. Der TSV kickte letztmalig vor zwanzig Jahren in dieser Liga, nun hat das Team von Christian Trunk ebenfalls den Sprung geschafft. Von der Konkurrenz wird der Bamberger Kreisligameister stark eingeschätzt, doch auch für die Hausherren geht es zunächst um den Klassenerhalt. Umso wichtiger wäre der Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten, dafür wird sich der SC aber gewaltig strecken müssen.

TSV Ebensfeld - TSV Mönchröden

Mit nahezu unverändertem Kader tritt der heimische TSV die Mission Klassenerhalt an. Trainer Oliver Kellner verfügt also über eine eingespielte Truppe, die mannschaftliche Geschlossenheit demonstrieren muss. Zum Auftakt empfängt der Elfte der Vorsaison den TSV Mönch-röden, der zum Kreis der Aufstiegskandidaten zählt. Das Gesicht der Mönche hat sich bei sieben Neuen und fünf Abgängen verändert, das Team von Thomas Hüttl wird also eine gewisse Anlaufzeit brauchen. Dies könnte sich als Vorteil für die Ebensfelder herausstellen, die gegen Mönchröden seit zwei Jahren nicht verloren haben.

SpVgg Ebing - DJK Bamberg II Für beide Mannschaften geht es auch in dieser Saison zunächst nur um den Ligaverbleib. Ob es bei dem Minimalziel bleibt, wird sich noch zeigen. Fakt ist, dass beide Trainer zahlreiche Leistungsträger ersetzen müssen. Für DJK-Coach Daniel Hollet ist die hohe personelle Fluktuation seiner Zweitvertretung nichts Neues. Auch diesmal muss er aufgrund von elf Abgängen, aber nur vier Neuzugängen versuchen, eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen. Einen echten Umbruch hat die SpVgg Ebing vorgenommen. Langjährige Führungsspieler wie Fabian Funk oder Christoph Fuchs haben den Klub verlassen, verstärkt wurd der Kader vornehmlich mit Akteuren aus niedrigeren Spielklassen. Unter ihrem neuen Trainer Norbert Wagner ist also von einer veränderten Spielweise auszugehen, die auf das deutlich verjüngte Team zugeschnitten ist. So begleiten die Mannschaften viele Fragezeichen in dieses erste Punktspiel, eine Favoritenrolle ist kaum auszumachen.

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