Michelau
Triathlon

Andreas Dreitz muss nach Sturz aufgeben

Nach einer fulminanten Aufholjagd von Rang 39 bis auf den sechsten Platz stoppt den Michelauer ein Sturz auf der Abfahrt. Den Titel bei der 70.3-Weltmeisterschaft holt sich überraschend der Norweger Gustav Iden.
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Der Michelauer Andreas Dreitz gab auf dem harten Radkurs ordentlich Gas und fuhr bis auf Rang 6 nach gut 60 von 91 Kilometern nach vorn. Ein Sturz stoppte den Michelauer allerdings.  Foto: Archiv/pr
Der Michelauer Andreas Dreitz gab auf dem harten Radkurs ordentlich Gas und fuhr bis auf Rang 6 nach gut 60 von 91 Kilometern nach vorn. Ein Sturz stoppte den Michelauer allerdings. Foto: Archiv/pr
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Auf dem Weg zu einem Platz unter den besten Fünf war die Fahrt für Andreas Dreitz nach gut zwei Dritteln der 90-Kilometer-Raddistanz beendet. Der 30-jährige Michelauer stürzte auf der Abfahrt nach Nizza und schied im Rennen der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft aus. Auf seinem Facebook-Profil postete der Profi vom Team Erdinger-alkoholfrei ein Bild von sich aus dem Krankenhaus im zerrissenen Trikot mit einem großen Pflaster an der Strin und Verbänden an beiden Unterarmen. Der Kommentar mit einem Dank für alle Mitteilungen lautete: "Nur ein paar Stiche und Kratzer. Ich werde zurückkommen."

Aus Live-Ticker verschwunden

In den Zwischenergebnislisten wurde Dreitz nach 61 Kilomertern auf dem Rad auf Rang 6 mit dreieinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze geführt. Bei der nächsten Zwischenzeit bei Kilometer 81 tauchte sein Name nicht mehr auf.

Nach dem 1,9 Kilometer langen Schwimmpart im Mittelmeer lag der Michelauer noch auf Rang 39 mit einem Rückstand von 2:25 Minuten auf den führenden Briten Alistair Brownlee.

Seine Stärke auf dem Rad spielte der 30-Jährige dann auf der Radstrecke aus, die die Athleten von Meereshöhe bis auf 1023 Meter hinaufführte. Bei Kilometer 27 lag Dreitz auf Rang 22, neun Kilometer später war es schon der 14. Platz. Der Rückstand auf den starken Radfahrer Brownlee blieb aber bei über drei Minuten. Dreitz überholte am Berg noch weitere acht Athleten, bis ihn das Aus mit einem Sturz ereilte.

Den Weltmeister-Titel und den Siegerscheck von 45 000 US-Dollar holte sich überraschend der Norweger Gustav Iden. Der 23-Jährige gewann in seinem erst dritten Rennen der 70.3-Distanz nach 3:52:35 Stunden vor Brownlee (2:43 Minuten zurück) und dem Amerikaner Rodolphe von Berg. Als Vierter kam Idens Landsmann Kristian Blummenfelt ins Ziel. Noch auf Rang 5 lief der zweimalige Halbdistanz-Weltmeister Sebastian Kienle nach vorn.

Kienle, der noch 70 Sekunden hinter Dreitz aus dem Wasser gestiegen war, zeigte auf dem Rad und vor allem mit einer starken Halbmarathonzeit seine gute Form fünf Wochen vor dem Saisonhöhepunkt, der Ironman-WM auf Hawaii. Der 35-Jährige aus Mühlacker lief die zweitbeste Zeit. Einen schwachen Tag erwischte Patrick Lange. Der zweimalige Ironman-Champion hatte keine Chancen. Der 33-jährige Hesse kam mit fast 20 Minuten Rückstand nicht über den 23. Platz hinaus. Lange verlor vor allem auf dem harten Radkurs gegen die Konkurrenz viel Zeit, die er selbst mit der achtbesten Laufzeit nicht mehr gutmachen konnte. Als Elfter in einem topbesetzten Feld verpasste Florian Angert die Top Ten. Maurice Clavel wurde 19. Titelverteidiger Jan Frodeno war erst gar nicht am Start.

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