Lichtenfels
Ringen

ACL-"Zweite" mit Auftaktsieg

Die Lichtenfelser Bundesliga-Reserve schlägt den AC Bavaria Forchheim zum Start in die Landesliga-Runde mit 24:12.
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Der Lichtenfelser Mario Petrov (links) hebt seinen Forchheimer Gegner Piengta Peerawat von der Matte und setzt zu einem Wurf an. Foto: Gunther Czepera
Der Lichtenfelser Mario Petrov (links) hebt seinen Forchheimer Gegner Piengta Peerawat von der Matte und setzt zu einem Wurf an. Foto: Gunther Czepera
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Die zweite Mannschaft des AC Lichtenfels hat am Samstag die neue Ringersaison eingeläutet - und das mit einem Erfolg. Der Landesligist bezwang den AC Bavaria Forchheim zum Auftakt mit 24:12.

Verschiedene Umstände hatten dazu geführt, dass die "Zweite" des ACL in diesem Jahr (auch ohne Meistertitel in der Bezirksliga) eine Liga höher startet. Ebenfalls stiegen die Forchheimer mit auf. Das letzte Aufeinandertreffen im Vorjahr hatte Lichtenfels für sich entschieden und vermasselte damit dem AC Bavaria die vorzeitige Meisterschaft in der Gruppenliga.

57-Kilo-Klasse unbesetzt

Die vielen Zuschauer hatten sich auf einen Kampf auf Augenhöhe eingestellt. Mit dem klaren Sieg war nach der Waage nicht zu rechnen. Klar war jedoch bereits nach dem Einwiegen, dass von den 14 möglichen Kampfpaarungen nur zwölf ausgetragen würden, da von den neun angereisten Forchheimern und den acht Lichtenfelsern keiner die 57-Kilo-Klasse besetzte.

Im ersten Kampf standen sich Neuzugang Mert Emin und Leander Schubert im Schwergewicht (130 kg) im freien Stil gegenüber. Der ACler sicherte sich die ersten Punkte, doch der physisch starke Gast hielt dagegen. Mit einer Schlussoffensive ging Emin in Führung, die er aber nicht über die Zeit brachte (0:1).

Petrov macht kurzen Prozess

Mit Mario Petrov (61 kg, griechisch-römisch) ging ein Ringer auf die Matte, der auch in der Bundesliga zu sehen sein wird. Mit seinem Gegner Piengta Peerawat machte er kurzen Prozess und beendete nach einem Armzug den Kampf vorzeitig (4:1).

Tobias Wagner (98 kg, gr.) bekam es im Halbschwergewicht mit Andreas Hoffmann zu tun. Ein Kopfzug brachte die frühe Führung, nach Zählern auf beiden Seiten war es der Lichtenfelser, der kurz vor Ende in Front lag. Die entscheidende Wertung sicherte sich jedoch der Gast mit dem Schlussgong (4:2).

David Korsunov (66 kg, Fr.) hatte mit Jawed Dawodi einen unorthodoxen Gegner. Der Lichtenfelser geriet früh ins Hintertreffen. Im Versuch, selbst zu punkten, verlor er nach einem Konter (4:6).

Artem Shapovalov (86 kg, Fr.) wartete den ersten Ansturm von Kjell Eisele ab und startete Beinangriffe, ehe er in der zweiten Runde technisch überlegen siegte (8:6).

Alexander Ender (75 kg, gr.) holte sich gegen Benedikt Panzer mit Würfen zwei Vierer-Wertungen. Doch dann übernahm der Forchheimer gegen das ACL-Eigengewächs das Zepter und dreht den Kampf noch (8:9).

Nach der Pause trat Schwergewicht Mert Emin im Greco-Stil gegen Maximilian Brandmayer an. Der Gast erarbeitete sich einen Vorsprung, den der Lichtenfelser nicht mehr aufholen konnte (8:11).

Menel Salifoski bringt ACL wieder in Front

Menel Salifoski (61 kg, Fr.) wurde von Piengta Peerawat unter Zugzwang gesetzt. Der ACler antwortete mit einem Kopfzug und sicherte seinem Team die Führung (12:11).

Mit Artem Shapovalov (98 kg, Fr.) und Andreas Hoffmann standen sich zwei gegenüber, die sich bereits aus dem Vorjahr kannten. Nach einem 0:7-Rückstand stellte der Lichtenfelser seine Taktik in Runde 2 um, schaffte nicht nur die ersten Punkte, sondern fuhr den Kampf vorzeitig heim (16:11).

Bei seinem zweiten Einsatz bekam es Mario Petrov (66 kg, gr.) mit dem zuvor ebenfalls siegreichen Jawed Dawodi zu tun. Kurz irritiert vom unkonventionellen Stil des Forchheimers übernahm der Lichtenfelser schnell den Kampf, den er mit einem Kopfzug für sich entschied (20:11).

Damit war das Mannschaftsduell entschieden. So konnte Jan Wagner (86 kg, gr.) gegen Daniel Römer befreit ringen. Der Forchheimer zog in Front, ehe Römer zur Aufholjagd blies, allerdings zu spät. Er verlor mit 7:8. (20:12).

Alexander Ender (75 kg, Fr.) gelang es gegen David Held trotz Kampfrichterentscheidungen, die auf wenig Gegenliebe der Zuschauer stießen, einen Punkt nach dem anderen zu sammeln und vorzeitig zu triumphieren (24:12).dma

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