Lichtenfels
Ringen

ACL-Ringer holen Derbysieg gegen den ewigen Rivalen

Der AC Lichtenfels bezwingt den ASV Hof im Derby zu Hause mit 23:11.
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Die entscheidende Situation in einem ganz knappen Ringkampf: Achim Thumshirn (ACL, rotes Trikot) fängt den Wurfversuch seines Hofer Kontrahenten Anthony Sanders am Mattenrand ab und siegt mit 6:4.Christian Voll
Die entscheidende Situation in einem ganz knappen Ringkampf: Achim Thumshirn (ACL, rotes Trikot) fängt den Wurfversuch seines Hofer Kontrahenten Anthony Sanders am Mattenrand ab und siegt mit 6:4.Christian Voll
Endlich mal wieder Grund zur Freude gab es am Samstag für die Oberligaringer und die Fans des AC Lichtenfels. Nach zuletzt fünf Pleiten in sechs Kämpfen bezwangen sie den ewigen Rivalen ASV Hof deutlich mit 23:11.


Oberliga

AC Lichtenfels -
ASV Hof 23:11

Es war immerhin ein Ringer-Wettkampf, der so ein bisschen an gute alte Zeiten erinnerte. Vielleicht nicht, was den Nervenkitzel anbelangte - dazu war der ACL zu überlegen. Aber zumindest traten beide Staffeln an, um zu gewinnen: Die Gastgeber mit ihrer fast besten Besetzung, die Hofer mit einer manierlichen Mannschaft, wenn auch aus nachvollziehbaren Gründen nicht mit der stärksten.
Trotzdem lagen die Saalestädter nach drei Duellen mit 7:4 in Front, weil für ihren ungeschlagenen Top-Punktsammler Matthias Hader kein AC-Gegner zur
Verfügung stand und ihr junger Manuel Albert (61 kg, Freistil) einen sauberen 12:4-Punktsieg über Mario Petrov (ACL) erarbeitete. Zwischendrin hatte Christoph Meixner (ACL, 130 kg, Freistil) in kaum zwei Minuten und mit einigen sehenswerten Aktionen ein überlegenes 16:0 gegen Benjamin Giegold klargemacht.


Wagner leitet Trendwende ein

In welche Richtung der Kampfabend letztlich laufen würde, wurde aber bald erkennbar: Hannes Wagner (ACL, 98 kg, griechisch) bekam den vor allem um Kampfverhinderung bemühten Kai Schramm kaum zu fassen, was dessen rekordverdächtige sechs Passivitätsverwarnungen belegen. Zwei Durchdreher des haushoch überlegenen Deutschen Meisters führten aber immerhin zu einem 8:0, dem Venelin Venkov (ACL, 66 kg, griechisch) ein klares 16:0 über Paul Schmidke folgen ließ. Mit dem gleichen Ergebnis beherrschte der Hofer Fabian Roderer (86 kg) den AC- Freistiler Jan Wagner und stellte beim 11:11 letztmals den Gesamtgleichstand her.
Dann ging's nur noch in eine Richtung und zwar zugunsten des ACL. Zu den kampflosen vier Punkten für Rumen Savchev (75 kg, griechisch) kamen noch bemerkenswerte Freistil-Erfolge der beiden wiedergenesenen Lurz-Brüder. Christian lieferte in der 71 kg-Klasse einen beherzten Kampf mit offenem Visier und einem klaren 15:1 über Jusupov Elmurza. Johannes bewies einmal mehr sein enormes technisches Potenzial und kam nach 10:0-Führung sogar noch zum Schultersieg über Max Osterhoff. Da passte es ins Bild, dass im einzig richtig ausgeglichenen Duell des Abends auch der Mann in Rot triumphierte.
Achim Thumshirn (80 kg, griechisch) gelang eine etwas glückliche Viererwertung nach einem abgefangenen Wurfversuch seines Kontrahenten Anthony Sanders. So siegte er im Duell zweier toller Greco-Ringer knapp mit 6:4, revanchierte sich damit für das 1:2 aus der Vorrunde und fügte dem Hofer dadurch auch die erste Saisonniederlage zu.


Gruppenliga Nord

AC Lichtenfels II -
SC 04 Nürnberg II 10:36

Ein Erfolg für die ACL-Reserve war schon aus personellen Gründen unwahrscheinlich. Nur Marius Geuß mit zwei Mannschaftsvierern und Burkhard Michalski mit einem 8:3-Punktsieg holten Punkte für den ACL.
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